Pollenflug: Ambrosia löst starke Allergien aus | Weather.com
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Achtung, Pollenflug! Ambrosia löst starke Allergien aus

Die Ambrosia breitet sich im Zuge des Klimawandels auch in Deutschland immer weiter aus. Viele Allergiker leiden durch den verstärkten Pollenflug unter starkem Heuschnupfen.

American common ragweed ( Ambrosia artemisiifolia ) causing allergy
In der Regel blüht Ambrosia von Juni bis Mitte September. Die Hauptsaison liegt zwischen Anfang August bis Anfang September,
(GettyImages)

Ambrosia (Ambrosia artemisiifolia) oder auch Beifußblättriges Traubenkraut produziert stark allergieauslösende Pollen. Nicht nur Heuschnupfen, auch Asthma und Bindehautentzündungen gehören zu den üblichen Symptomen. Hier finden Allergiker alle wichtigen Informationen zur Pflanze und und zum Pollenflug des Traubenkrauts. 

Die Ambrosie: So erkennen Sie die Pflanze

 Ursprünglich stammt das Unkraut aus Nordamerika. Bereits im 19. Jahrhundert wurde es nach Europa importiert und breitete sich dort vor allem in südlichen Ländern wie Italien, Ungarn oder Teilen Frankreichs aus. Erst seit Beginn der 1990er-Jahre breitet sich die harmlos aussehende Pflanze auch in Deutschland rasant aus.  Verantwortlich für die Ausbreitung ist vor allem der Klimawandel, wie die Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst berichtet.

Durch die steigenden Temperaturen Ländern wachsen Pflanzen, die auf Wärme angewiesen sind, nun auch in nördlicheren Ländern. In vielen deutschen Städten laufen inzwischen sogar ganze Ambrosia-Projekte zur Bekämpfung der Pflanze. Die Ambrosia tritt als kleiner Busch bis zu 1,80 Meter auf und wächst meistens in kleinen Populationen. Die doppelt fiederteiligen Blätter sind beidseitig grün, während der stark behaarte Stängel zuerst grün ist und sich im Laufe der Blüte rötlich verfärbt. Im Großen und Ganzen sieht die Ambrosie so ähnlich aus wie Beifuß oder Möhren-Kraut, was die Bekämpfung noch erschwert. 

Die Pollen: Blütezeit und Vogelfutter -Gefahr

Die Hauptblütezeit beginnt Ende Juli und endet im Oktober. Allerdings muss bis zum ersten Frost mit Pollen gerechnet werden, da die Pflanze erst dann endgültig abstirbt. Diese Woche sind vor allem im Nordosten und Osten des Landes bereits erste Pollen unterwegs. Im Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen herrscht eine geringe Belastung, In Brandenburg und Berlin eine mittlere Pollenbelastung.

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Generell meidet das Beifußblättrige Traubenkraut dichte Vegetation. Aus diesem Grund wächst es häufig auf brachliegenden Ackerflächen oder entlang der Verkehrswege. Verbreitet werden die Ambrosia-Samen jedoch nicht nur durch Fahrzeuge, sondern in erster Linie auch durch Vogelfutter. „Durch die enge Verwandtschaft mit Sonnenblumenkernen kann die Beifuß-Ambrosie auf Feldern mit Sonnenblumenanbau nicht bekämpft werden“, schreibt auch die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft. Deshalb könne selbst das Label „Ambrosia controlled“ nicht immer halten, was es verspricht.  

Die Allergie: Symptome und Kreuzallergien

Wie bei anderen Pollenallergien auch, löst auch das Traubenkraut die typischen Symptome von Heuschnupfen aus. Laut der Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst sind folgende körperlichen Reaktionen charakteristisch für eine Allergie:

  • Im Rahmen eines allergischen Schnupfens (allergische Rhinitis, "Heuschnupfen") wiederholtes Niesen, Fließschnupfen, Nasenjucken, behinderte Nasenatmung
  • Im Rahmen einer Bindehautentzündung der Augen tränende, brennende, juckende und gerötete Augen, längerfristig auch Nasennebenhöhlenentzündung
  • Im Rahmen eines allergischen Asthmas: trockener Husten (schwach bis stark, anfallartig), Atembeschwerden, Luftnot, Engegefühl in der Brust
  • Im Rahmen einer Kontaktdermatitis bei Hautkontakt mit den Blättern und Stängeln der Pflanze: Hautekzeme, gerötete und juckende Hautstellen, Bildung von Quaddeln (Nesselsucht/Urtikaria) 

Wer den Verdacht schöpft, unter einer Beifuß-Allergie zu leiden, sollte auf alle Fälle einen Arzt aufsuchen, um chronischem Asthma vorzubeugen. Außerdem bestehen häufig auch Kreuzreaktionen mit Kernobst wie zum Beispiel Äpfeln oder Nektarinen.

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