Bericht: Bundesländer einigen sich auf Lockdown-Verlängerung | The Weather Channel
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Bericht: Bundesländer einigen sich auf Lockdown-Verlängerung

02.01.2021, Italien, Rom: Eine Pflegekraft hält eine Impfdosis des Corona-Impfstoffs von Biontech/Pfizer in der Hand. Knapp eine Woche nach dem symbolischen Auftakt der Corona-Impfungen hat Italien offiziell erst etwa 46 000 Dosen an Menschen gespritzt. Foto: Alessandra Tarantino/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Die gewünschte Sieben-Tage-Inzidenz von unter 50 ist bundesweit in weiter Ferne. Viele hoffen auf den Impfstoff.
(Alessandra Tarantino/AP/dpa )

Die Chefs der Staatskanzleien haben sich nach einem Bericht der "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" am Samstagnachmittag in einer Telefonschalte zur Vorbereitung des kommenden Corona-Gipfels auf eine Verlängerung des Lockdowns geeinigt. Unklarheit besteht laut Bericht jedoch noch darüber, ob der Lockdown um zwei oder um drei Wochen verlängert werden soll.

Mehrere Länder für Verlängerung bis 31. Januar

Demnach fordern die besonders hart von der Corona-Pandemie getroffenen Bundesländer Baden-Württemberg, Bayern, Sachsen und Thüringen eine Verlängerung bis 31. Januar. Andere Bundesländer neigten wiederum dazu, früher neu zu entscheiden. Dazu zählen etwa Bremen, Hamburg und Hessen. Der Bund unterstütze letztere Variante, heißt es in dem Bericht weiter.

Öffnung der Kitas ab dem 11. Januar?

Ähnlich umstritten waren dem Bericht nach die Trennlinien bei Schulen und Kindergärten. Während die stark betroffenen Länder sie weiter geschlossen halten wollen, überlegen wohl die weniger stark betroffenen, Kindergärten und Schulen bis zur siebten Klasse ab dem 11. Januar wieder zu öffnen. In höheren Klassen soll dann Wechsel- oder Distanzunterricht gehalten werden. Laut "FAS" besteht die Möglichkeit, dass die einzelnen Länder ab dem 11. Januar selbst entscheiden, wie sie vorgehen wollen.

Sieben-Tage-Inzidenz im Vogtland bei fast 900

Sachsen bleibt in der Corona-Pandemie negativer Spitzenreiter. Der Freistaat hat weiter die höchste Sieben-Tage-Inzidenz aller Bundesländer. Auch am Samstag wies die Übersicht des Robert Koch-Instituts (RKI) ihn mit 341,2 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche (Stand: 2. Januar, 0.00 Uhr) aus - 6,7 mehr als am Vortag. Der Vogtlandkreis führt nach wie vor und mit deutlichem Abstand die Liste der Landkreise und kreisfreien Städte in Deutschland an - dort erhöhte sich der Wert gegenüber dem Vortag um 66,8 auf 885,4.

3331 Tote in Sachsen

Nach Angaben der Landesuntersuchungsanstalt (Stand: 2. Januar, 12.30 Uhr) erhöhte sich die Zahl der laborbestätigten Fälle innerhalb von 24 Stunden um weitere 1378. Seit Beginn der Pandemie haben sich damit 138.000 Menschen mit Sars-CoV-2 infiziert, 3331 Menschen starben mit oder an dem Virus, geschätzt 102.600 sind wieder genesen.

Geringste Inzidenz in Nordfriesland

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Der bundesweite Durchschnittswert liegt laut RKI bei 141,2, die geringste Inzidenz hat mit 30,1 der Landkreis Nordfriesland. Bremen, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, das Saarland und Schleswig-Holstein haben indes einen Wert von unter 100.

12.690 Corona-Neuinfektionen gemeldet

Bundesweit meldeten die Gesundheitsämter am Freitag insgesamt 12.690 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Außerdem wurden 336 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet. Eine Interpretation der Daten ist laut Robert-Koch-Institut jedoch momentan schwierig, weil während der Weihnachtsfeiertage und um den Jahreswechsel herum wahrscheinlich weniger Menschen getestet werden und möglicherweise nicht alle Ämter ihre Daten übermitteln. Dadurch könne es noch zu Nachmeldungen kommen.

Vor einer Woche, also am ersten Weihnachtsfeiertag, waren 14.455 Corona-Neuinfektionen und 240 Todesfälle registriert worden. Der Höchststand von 1129 neuen Todesfällen war am Mittwoch (30.12.) erreicht worden.

Sieben-Tage-R-Wert bei 0,95

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Bericht vom Samstag bei 0,95 (Donnerstag: 0,80). Dieser R-Wert bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 95 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

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