Keine oder harmlose Symptome: 21 Menschen sterben in Griechenland nach Mücken-Stich
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Keine oder harmlose Symptome: Europaweit 70 Menschen nach Mückenstich gestorben

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Gerötetet Mückenstiche im Nacken (Symboldbild)

Die Zahl der in diesem Jahr am West-Nil-Fieber erkrankten und gestorbenen Menschen steigt weiter. In Griechenland starben nach neuen Angaben bisher 21 Menschen an den Folgen der Virus-Erkrankung. Knapp 180 weitere Infektionen wurden demnach erfasst, die meisten auf der Halbinsel Peloponnes und in den ländlichen Regionen rund um Athen sowie im Gebiet um die Hafenstadt Thessaloniki.

Dies teilte ein Sprecher der zuständigen Behörde des Gesundheitsministeriums (Keelpno) im griechischen Rundfunk (ERT) mit. 23 Menschen werden demnach derzeit noch in Krankenhäusern behandelt.

Die tatsächliche Zahl der Infizierten dürfte weitaus höher liegen: Die meisten Erkrankten weisen keine oder harmlose Symptome wie Kopf- und Gliederschmerzen auf. Das Virus wird hauptsächlich von Mücken übertragen.

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Europaweit mehr als 70 registrierte Todesfälle 

In der Europäischen Union insgesamt wurden bisher fast 800 Fälle von West-Nil-Fieber bei Menschen registriert. In ganz Europa gab es dem Europäischen Zentrum für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC) zufolge mindestens 71 Todesfälle - wobei drei Fälle aus Griechenland noch nicht mit aufgelistet wurden. Demnach starben an der Viruserkrankung 26 Menschen in Serbien, 13 in Italien, 12 in Rumänien und jeweils einer in Ungarn und im Kosovo. Für Griechenland wurden 18 statt 21 Tote genannt.

In Deutschland Ende August erstmals nachgewiesen

Das Virus befällt vorwiegend Vögel, kann aber auch Pferde und Menschen infizieren. Ende August war der Erreger erstmals in Deutschland nachgewiesen worden - bei einem Bartkauz, der im Zoo von Halle verendet war. In Deutschland haben sich bisher alle betroffenen Menschen im Ausland infiziert.

Innerhalb der EU wurden die bislang meisten Infektionen laut ECDC in Italien mit 327 Fällen gemeldet. In Frankreich wurden bislang 16 Fälle bekannt, in Österreich 10. In insgesamt fünf Regionen von Frankreich und Kroatien seien in diesem Jahr zum ersten Mal Infektionen von Menschen mit dem West-Nil-Virus bekannt geworden, hieß es weiter.

(Anm.d.Red.: Der Text wurde am 08.09.2018 aktualisiert)

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