Wie Babys und Kinder bei Bruthitze gut schlafen | Weather.com
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Gefährliche Überhitzung: Wie Babys und Kinder bei Bruthitze gut und sicher schlafen

Durch die Hitzewelle wird es auch im Schlafzimmer warm und stickig. Nicht nur Erwachsenen fällt das Durchschlafen dann schwerer – auch Babys und Kleinkinder leiden.

Vor zu großer Hitze können sich Säuglinge und Kleinkinder nur bedingt durch den Ausstoß von Schweiß schützen.
Vor zu großer Hitze können sich Säuglinge und Kleinkinder nur bedingt durch den Ausstoß von Schweiß schützen.
(GettyImages)

Wenn der Sommer seine heißeste Phase erreicht, wird es auch im Schlafzimmer warm und stickig. Nicht nur Erwachsenen fällt das Ein- und Durchschlafen dann schwerer – auch Babys und Kleinkinder leiden unter der Hitze. Was man beachten sollte, damit die jüngsten Familienmitglieder auch bei hochsommerlichen Witterungsbedingungen so kühl wie möglich schlafen können – ein Überblick.

Gefährliche Überhitzung

Experten zufolge beträgt die optimale Temperatur im Schlafzimmer für Säuglinge und kleine Kinder zwischen 16 und 18 Grad Celsius. Klettern die Außentemperaturen allerdings in den Sommermonaten in die Höhe, sind diese Idealwerte auch in Innenräumen häufig nur schwer zu gewährleisten.

Für Erwachsene ist das vor allem unangenehm: Man findet schwerer in den Schlaf, schwitzt, ist unruhig und wälzt sich hin und her. Das gilt auch für Babys und kleine Kinder – allerdings drohen bei ihnen auch ernsthafte gesundheitliche Konsequenzen. Zum einen benötigen sie für die Entwicklung des Gehirns und ihr Wachstum insgesamt regelmäßigen guten Schlaf. Darüber hinaus ist bei Babys und kleinen Kindern die Fähigkeit des Körpers zur Regulierung des eigenen Temperaturhaushalts noch nicht so gut ausgeprägt.

Vor zu großer Hitze können sie sich nur bedingt durch den Ausstoß von Schweiß schützen. Gelingt dies nicht mehr, droht eine Überhitzung, die unter Umständen auch lebensgefährlich sein kann. Säuglingen im Alter von bis zu zwölf Monaten sollte man außerdem noch aus einem weiteren Grund vor zu großer Hitze schützen: "Mit wärmeren Temperaturen steigt statistisch gesehen auch die Wahrscheinlichkeit des plötzlichen Kindstodes", warnt der Pressesprecher vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e.V. (BVKJ), Jakob Maske.

Prüfender Griff in den Nacken

Um die Schlaftemperaturen für den Nachwuchs auch bei sommerlicher Hitze möglichst erträglich zu gestalten, kann man in erster Linie bei der Schlafkleidung ansetzen. "Man sollte dafür sorgen, Babys und Kinder nicht zu warm anzuziehen – auch, wenn das dem elterlichen Instinkt erst einmal widerspricht", rät Maske.

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Generell seien Kinder jedoch eher selten zu kalt angezogen. Ob die Kleidung zu kalt oder zu warm ist, lässt sich am zuverlässigsten mit einem Griff an den Körper überprüfen, etwa an die Schulterblätter unterhalb des Nackens. Die Haut sollte warm sein, ohne zu schwitzen. Extremitäten wie Hände oder Füße sind dabei jedoch kein zuverlässiger Indikator – bei Babys und Kleinkindern sind sie häufig eher kühl.

Luftige Schlafkleidung

Als Faustregel gilt: Je wärmer die Temperaturen im Schlafzimmer, desto luftiger sollte die Schlafkleidung ausfallen. Wird es wärmer, reicht meist ein dünner Schlafanzug ohne Füße, oder sogar lediglich ein kurzärmeliger Body oder ein Hemdchen. Naturmaterialien wie beispielsweise Baumwolle sollte man gegenüber Kunstfasern grundsätzlich den Vorzug geben. Ganz textilfrei sollten Kleinkinder allerdings nicht schlafen. Der Grund: Meist kühlt es mit fortschreitender Nacht um einige Grade ab – durch den Schweiß auf der Haut kann so Verdunstungskälte entstehen, der die kleinen Körper dann aufgrund ihrer noch schlecht ausgeprägten Fähigkeit zur Temperaturregulierung nicht viel entgegenzusetzen haben.

Den üblichen dicken Schlafsack mit Ärmeln sollte man gegen eine leichtere Sommervariante tauschen, eventuell auch mit kurzen Ärmeln. Wird es extrem heiß, kann der Schlafsack weggelassen werden. Dann sollte man aber regelmäßig die Körpertemperatur des Kindes prüfen.

Wärmespeicher entfernen

Alles, was ein Bett im Normalfall so richtig schön kuschelig macht, hat dort in besonders heißen Nächten nichts zu suchen. Dazu gehören Plüschtiere sowie auch Extra-Kissen oder -Decken. Auch beim Laken empfiehlt sich eine dünne und leichte Variante.

Raumklima optimieren

Für ein gutes abendliches Klima im Schlafzimmer lässt sich schon tagsüber vorsorgen. So sollten an heißen Tagen die Vorhänge oder Jalousien geschlossen bleiben. Bei leicht geöffnetem Fenster kann der Luftzug dazu beitragen, dass sich die Raumluft nicht immer weiter aufheizt. Ebenfalls lohnt sich ein Blick darauf ob die Heizung wirklich ausgeschaltet ist. Auch ein Ventilator kann dabei helfen einen Hitzestau im Zimmer zu vermeiden. Nachts sollte Zugluft jeglicher Art im Schlafzimmer aber vermieden werden.

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