Garten-Hitzeschutz: Bodenpflege ist wichtiger als Gießen | Weather.com
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Hitzeschutz für den Garten: Diese Maßnahme ist noch wichtiger als Gießen

Hitzewellen und Trockenheit bedeuten auch für die Gärten Dauerstress. Hobby-Gärtner sollten jetzt aber nicht nur ans Gießen denken. Effektiver ist eine ganz andere Strategie.

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Die hohen Temperaturen und die anhaltende Trockenheit bedeuten auch für die Gartenpflanzen Dauerstress. Doch nur mit Gießen ist es nicht getan, sagen Fachleute. Sehr viel wichtiger, als die Pflanzen mit Wasser zu versorgen, sei eine ganz andere Maßnahme.

Es geht dabei um die Beschaffenheit des Bodens und die Frage, wie gut der Gartenboden das Wasser überhaupt speichern kann. Nur in einem gesunden Boden, betonen die Fachleute, können Gartenpflanzen die heißen Sommerwochen gut überstehen. Konkret bedeutet das: Der Boden benötigt genügend organisches Material, damit eine lockere humusreiche Erde entsteht. Diese Erde kann Feuchtigkeit sehr viel besser speichern. Auch bei längeren Trockenperioden können sich die Pflanzen so mit Wasser versorgen.

Wie lässt sich der Gartenboden verbessern?

Hobby-Gärtner können ihren Boden ohne großen Aufwand selbst verbessern und dafür sorgen, dass die Wasser-Speicherfähigkeit ihres Gartenbodens zunimmt. Allerdings ist dafür etwas Zeit nötig. Humus entsteht nicht über Nacht, sondern ist das Ergebnis eines kontinuierlichen Abbauprozesses durch Regenwürmer, Bakterien und Pilze.

Mehr Humus im Gartenboden erreicht man durch mehrere Maßnahmen. Dazu gehört, im Frühjahr oder Herbst regelmäßig Kompost auf den Beeten auszubringen. Sparen Sie hier nicht! Als Faustregel gilt: drei bis fünf Liter reifer Kompost pro Quadratmeter.

Den Kompost dann nur sehr oberflächlich (wenige Zentimeter) mit einer Harke in die Erde einarbeiten. Wichtig ist es, den Kompost nicht zu tief zu vergraben, weil dann sauerstoffabhängige Bodenlebewesen absterben.

Was ist eine Mulchschicht?

Nackte Erde immer bedecken - eine Mulchschicht, zum Beispiel aus Stroh, schützt den Boden vor Austrocknung.
(Getty)

Die zweite Regel: Man sollte die Böden niemals nackt lassen. Eine Mulchschicht schützt die Böden vor Austrocknung und dient den Bodenlebewesen als Nahrung. Geeignet sind hier beispielsweise Herbstlaub, Rasenschnitt, Holzhäcksel oder Stroh. Das Material wird nach und nach in Humus verwandelt.

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Der dritte Tipp: Wenn die Beete im Spätsommer oder Herbst leer werden, ist es sinnvoll, sogenannte Gründüngungspflanzen anzusäen. Dazu gehören Senf, Buchweizen oder Klee. Die Wurzeln der Pflanzen lockern den Boden tiefgründig. Im Winter sterben die Pflanzen ab. Ihre Reste sollten dann im Frühjahr flach in den Boden eingearbeitet werden. Das gibt dem Boden wertvolle organische Substanz.

Warum sollte der Garten nicht umgegraben werden?

Sehr viel bodenschonender als ein Spaten ist eine Gartengabel. Mit dieser lässt sich der Boden gut auflockern.
(Getty)

Und noch etwas gibt es zu beachten: Auf das klassische Umgraben mit dem Spaten sollte man komplett verzichten. Dadurch gelangen die sauerstoffliebenden Bakterien in tiefere Bodenschichten und sterben ab. Und das wiederum beschleunigt den Abbau von Humus. Sehr viel besser ist es, um den Boden zu lockern, eine Gartengabel zu verwenden, ohne dabei die Schichten selbst zu wenden. Das schützt auch das wertvolle Pilzgeflecht.

Wie lange dauert es, bis Humus entsteht?

Der erste Erfolg stellt sich schnell ein: Sobald Kompost oder Mulch ausgebracht sind, erhöht sich die biologische Aktivität im Boden, auch wenn der Humusgehalt selbst noch gleich bleibt. Doch schon nach ein bis zwei Jahren bildet sich bei entsprechender Pflege ein sogenannter Nährhumus, der Pflanzen direkt mit Nährstoffen versorgt. Bereits jetzt hält der Boden das Wasser besser als zuvor.

Nach drei bis fünf Jahren entsteht ein stabiler Dauerhumus. Dieser sorgt dann für eine langfristige Speicherung von Wasser und Nährstoffen.

Zu welcher Tageszeit sollte der Garten gegossen werden?

Neben der Bodenpflege noch einige Tipps zum Gießen. Die beste Tageszeit für Pflanzen in Töpfen und Beeten ist der frühe Morgen. Dann verdunstet weniger Wasser. Wer morgens keine Zeit hat, sollte mit dem Gießen bis zum Abend warten.

Was viele Hobby-Gärtner noch falsch machen: Sie gießen zwar häufig, aber dafür oberflächlich. Effektiver ist das Gießen laut Fachleuten, wenn weniger oft, aber dafür gründlich gegossen wird, so dass das Wasser tiefer in den Boden eindringen kann. Dadurch wachsen die Wurzeln der Pflanzen tiefer und sie werden widerstandsfähiger gegen Trockenheit.

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