Mehr als 100 Apfelsorten hängen an einem Baum | Weather.com
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Ein Unikat: Über 100 Apfelsorten hängen an einem Baum

Im Garten des Nordkollegs in Rendsburg trägt ein Baum mehr als 100 Apfelsorten.

01.10.2026, Schleswig-Holstein, Rendsburg: Äpfel hängen an einem Baum, der mehr als 100 Sorten trägt. Im Nordkolleg Rendsburg wird versucht, einen naturnahen Garten zu erhalten und nach dem Prinzip des natürlichen Nährstoffkreislaufs zu bewirtschaften. Foto: Frank Molter/dpa
01.10.2026, Schleswig-Holstein, Rendsburg: Äpfel hängen an einem Baum, der mehr als 100 Sorten trägt. Im Nordkolleg Rendsburg wird versucht, einen naturnahen Garten zu erhalten und nach dem Prinzip des natürlichen Nährstoffkreislaufs zu bewirtschaften.
(Foto: Frank Molter/dpa)

Ein Apfelbaum, an dem mehr als 100 Sorten wachsen - dieses Unikat steht verborgen in einem Garten im schleswig-holsteinischen Rendsburg. Seit 35 Jahren hütet Gärtner Jochen Bock den naturbelassenen Vorgarten des Nordkollegs und damit auch die kleine Apfelplantage. "Ich hatte das Problem, wir haben nicht mehr genug Platz im Garten und ich wollte unbedingt viele Äpfel sammeln", sagte der 58-Jährige der Deutschen Presse-Agentur.

Gerade historische Sorten seien ihm dabei wichtig gewesen, auch um diese zu erhalten. "Dann habe ich eben mit Regionalsorten angefangen und so ging das dann los", erklärte Bock. Zunächst habe er in einem Winter den Baum zurückgeschnitten und 50 Sorten auf diesem wachsen lassen. "Das war der Schleswig-Holstein-Baum", sagte er.

Mittlerweile sei er erweitert worden zum "100-Sorten-Baum". Ob Holsteiner Cox, Klausdorfer Häger oder Müschens Rosenapfel - insgesamt hingen derzeit sogar 103 Sorten in dem Baum. Eigentlich seien es 106, aber drei seien gestorben und kommen laut Bock im Winter wieder an den Baum.

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"Wenn wir hier auf dem Gelände einen größeren Apfelbaum hätten, wären es vielleicht auch 200 Sorten geworden", sagte Gärtner Jochen Bock.

Wie die Sorten in den Baum kommen

Im Januar schneidet der Gärtner auf den Streuwiesen der Region Triebe. "Die kommen in ein feuchtes Tuch und werden dann in der Tupperdose im Kühlschrank gelagert - bis Mitte April", erklärte Bock. Spielt das Wetter mit, scheint die Sonne und klettern die Temperaturen auf etwa 15 Grad, werden sie auf dem Baum "veredelt". Dafür löst man die Rinde an und setzt einen Schnitt in T-Form. Dort kommt der Trieb hinein und wird mit Baumwachs und Bastband fixiert.

Die Krux sei, dass der "100-Sorten-Baum" ein "Spaßbaum" sei. Demnach sei ein richtiger Obstbaumschnitt nicht mehr möglich, dennoch müsse der Baum regelmäßig zurückgeschnitten werden, damit er vital und jung bleibt. Ansonsten führe dies dazu, dass die wachsenden Äpfel immer kleiner werden.

Zudem führe die Größe des Baums dazu, dass für mehr Sorten der Platz schwinde. "Wenn wir hier auf dem Gelände einen größeren Apfelbaum hätten, wären es vielleicht auch 200 Sorten geworden", so Bock.

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