Wismarer Bucht: Buckelwal geht es zunehmend schlechter | Weather.com
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Wismarer Bucht: Buckelwal geht es zunehmend schlechter

Der Buckelwal vor Wismar wird schwächer. Eigentlich könnte er sich aus seiner aktuellen Lage selbst befreien, sagen die Behörden. Sie hoffen jetzt, dass Ruhe ihm hilft.

HANDOUT - 29.03.2026, Mecklenburg-Vorpommern, Wismar: Eine Drohnenaufnahme herausgegeben von Greenpeace zeigt den Buckelwal in der Wismarbucht. Der Buckelwal liegt noch immer in der Wismarbucht. Nach aktuellen Erkenntnissen stecke das Tier derzeit nicht auf einer Sandbank fest, sondern befinde sich in zwei Meter tiefem Wasser, wie der Greenpeace-Meeresbiologe Thilo Maack der Deutschen Presse-Agentur sagte. Foto: Daniel Müller/Greenpeace Germany/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit der aktuellen Berichterstattung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits; keine Archivierung, +++ dpa-Bildfunk +++
Drohnenaufnahme des Buckelwals, der vor Wismar: Die Experten hoffen, dass sich der Wal in den nächsten Stunden selbstständig befreien kann.
(Daniel Müller/Greenpeace Germany/dpa)

Der Zustand des vor Wismar in der Ostsee liegenden Buckelwals hat sich verschlechtert. Er sei sehr geschwächt, sagte der Direktor des Deutschen Meeresmuseum in Stralsund, Burkhard Baschek, bei einer Pressekonferenz in Wismar. Sein Fitnesszustand habe sich im Vergleich zum Samstag deutlich verschlechtert.

Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) sagte, man wolle den Wal jetzt in Ruhe lassen - in der Hoffnung, dass er Kraft tankt, sich selbst befreit und den Weg aus der Ostsee findet. Die Behörden haben nach Worten von Backhaus ein Sperrgebiet im Umkreis von 500 Metern rund um den Wal gezogen, in das kein Schiff oder Boot hineinfahren dürfe.

Experten: Wal könnte sich selbst befreien

Baschek sagte, der Wal liege in einer Wassertiefe, die etwa dem in der Nacht zu Sonntag vor der nahe gelegenen Insel Walfisch entspricht, als sich das Tier selbst freigeschwommen habe. Wenig später blieb es den Angaben zufolge aber wieder im flachen Wasser in der Wismar Bucht liegen.

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Die Behörden sprechen aktuell nicht von einer Strandung, sondern von „Leibaufsetzen“. Der Wal könnte sich aktuell selbst befreien, wie es weiter hieß. Er unternehme aber aktuell keinen Versuch dazu. Der Ernährungszustand des Wals wurde als gut beschrieben.

Die Aussichten drohen sich für den Wal unterdessen zu verschlechtern. Baschek sagte, bis Montagnacht, 4 Uhr, werde damit gerechnet, dass der Wasserstand um etwa 40 Zentimeter sinken wird. „Wenn der Wal nicht aus eigener Kraft in den nächsten Stunden freikommt, wird die Situation insgesamt für ihn erstmal schlechter, weil die Wassertiefe sich verändert an dem Ort.“

Wal seit Anfang März an Ostseeküste unterwegs

Bereits seit Anfang März war der Wal den Angaben zufolge immer wieder an der Ostseeküste aufgetaucht, zunächst im Hafen von Wismar, später in der Lübecker Bucht und an der Küste bei Steinbeck (Kreis Nordwestmecklenburg). Das Tier hatte sich demnach in einem Netz verfangen. Einsatzkräfte und Meeresschützer der Organisation Sea Shepherd hatten es von einem Teil des Materials befreit.

Am Montagmorgen war der 12 bis 15 Meter lange Meeressäuger dann auf einer Sandbank vor Timmendorfer Strand entdeckt worden. In der Nacht zum Freitag hatte sich der Buckelwal dann selbst durch eine per Schwimmbagger ausgegrabene Rinne befreit.

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