Wiesnbier 2026: Sechs Sorten und geheime Rezepte | Weather.com
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Wiesnbier 2026: Sechs Brauereien, sechs geheime Rezepte

Das Wiesnbier hat bis zu 6,6 Prozent Alkohol. Die Maß kostet in diesem Jahr zwischen 14,80 und 15,90 Euro – fast so viel wie ein Träger Bier mit 20 Flaschen, also insgesamt zehn Maß Bier.

Andreas Maisberger, Geschäftsführer des Vereins Münchener Brauereien, bei der Oktoberfestbierprobe 2026. Das eigens für das Oktoberfest gebraute Bier ist stärker als ein gewöhnliches Helles.
( Julian Degler/dpa)

Goldgelb, malzbetont und mit rund sechs Prozent Alkohol: Das eigens für das Oktoberfest gebraute Bier ist stärker als ein gewöhnliches Helles. Die traditionelle Bierprobe vor dem Oktoberfest zeigt die Eigenheiten der sechs Münchner Festbiere und markiert zugleich den Countdown zum Wiesnstart in einer Woche. An die sieben Millionen Liter des speziellen Gerstensafts trinken die Gäste alljährlich auf dem Fest.

Wer braut das Wiesnbier?

Sechs Münchner Traditionsbrauereien brauen jeweils ihr eigenes Oktoberfestbier, und zwar nach streng geheim gehaltenen Rezepten. Auf der Wiesn vertreten sind Augustiner, Hacker-Pschorr, Hofbräu, Löwenbräu, Paulaner und Spaten. Vorgeschrieben sind für alle Biere die Münchner Herkunft, die Einhaltung des Reinheitsgebots und eine Stammwürze von mindestens 13,6 Prozent. Die höhere Stammwürze sorgt für mehr Alkohol und einen volleren Geschmack.

Was unterscheidet die sechs Sorten?

Die Unterschiede liegen vor allem in der Auswahl und Kombination von Malzen, Hopfen und Hefe sowie im jeweiligen Brau- und Lagerverfahren. Die Braumeister setzen dabei unterschiedliche Schwerpunkte. „Zarte Süße", „wohlklingend im Abgang", „erfrischend süffig", „würzig floral", „elegant malzbetont" und „charaktervoll" — so beschreiben die Brauereien ihre Biere. Auch bei der Farbe gibt es Unterschiede, sie rangiert von „sonnig gelb" bis „eher dunkel". Der Alkoholgehalt liegt zwischen 5,3 und 6,6 Prozent.

„Auf jeden Fall sind sie alle wie jedes Jahr einzigartig und gelungen", fasst Andreas Maisberger zusammen, Geschäftsführer des Vereins Münchener Brauereien. Es sei nicht einfach, das Festbier mit dem höheren Anteil an Stammwürze zu brauen. Es seien karamellige Noten dabei, aber auch hopfen- oder malzbetonte. „Es ist so eine Vielfalt, dass mit Sicherheit für jeden etwas dabei ist."

Wie wirkt sich die Ernte auf das Wiesnbier aus?

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Die Rezepte variieren je nach der aktuellen Ernte, wie Maisberger erklärt. Malz und Hopfen fallen nicht in jedem Jahr gleich aus, entsprechend justieren die Braumeister ihre Mischungen nach. Das Grundgerüst aus Münchner Herkunft, Reinheitsgebot und Mindeststammwürze bleibt davon unberührt.

Warum rinnt das Bier in der Schwüle der Zelte so leicht?

Anders als das traditionelle, dunklere Märzen, das früher auf dem Oktoberfest ausgeschenkt wurde, ist das heutige Festbier deutlich heller und leichter trinkbar. Speziell in der Schwüle der Zelte rinnt der Gerstensaft leicht die Kehle hinunter, was auch wegen des höheren Alkoholgehalts dem einen oder anderen Wiesngast zum Verhängnis wird. Mehr als ein Drittel der Patienten der Wiesn-Sanitätswache musste im vergangenen Jahr wegen Alkoholintoxikation versorgt werden.

Was kostet die Maß in diesem Jahr?

Die Maß kostet zwischen 14,80 Euro und 15,90 Euro und bleibt damit unter der viel beachteten Marke von 16 Euro. In jedem Festzelt wird jeweils das Festbier ausgeschenkt. Dennoch stiegen die Preise nach Angaben der Stadt München im Durchschnitt um 2,38 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. 2025 hatte die Maß noch zwischen 14,50 Euro und 15,80 Euro gekostet.

Das Wiesnbier in Flaschen ist inzwischen längst in den Supermärkten im In- und Ausland angekommen. Bevor die Wiesn beginnt, ist es in diversen Ländern zu haben, unter anderem in Italien ist das Bier beliebt. Das Oktoberfest beginnt am nächsten Samstag und dauert bis zum 4. Oktober.

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