168 Menschen an Bord: Boeing 737 über Iran abgestürzt | Weather.com
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168 Menschen an Bord: Boeing 737 über Iran abgestürzt

dpatopbilder - 08.01.2020, Iran, Tehran: Rettungskräfte stehen am Ort eines Flugzeugabsturzes am Rande von Teheran. Bei dem Absturz der ukrainischen Passagiermaschine nahe Teheran sind nach Angaben der Hilfsorganisation iranischer Halbmond alle Insassen ums Leben gekommen. Foto: Mohammad Nasiri/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
08.01.2020, Iran, Tehran: Rettungskräfte stehen am Ort eines Flugzeugabsturzes am Rande von Teheran. Bei dem Absturz der ukrainischen Passagiermaschine nahe Teheran sind nach Angaben der Hilfsorganisation iranischer Halbmond alle Insassen ums Leben gekommen.
(Mohammad Nasiri/AP/dpa)

Nahe der iranischen Hauptstadt Teheran ist am Mittwochmorgen ein ukrainisches Passagierflugzeug mit mehr als 168 Menschen an Bord abgestürzt. Die Maschine war auf dem Weg von der iranischen Hauptstadt Teheran nach Kiew.

Die ukrainischen Behörden gehen nicht davon aus, dass Menschen das Unglück bei Teheran überlebt haben. Nach vorliegenden Informationen seien die Passagiere und Besatzuntglieder ums Leben gekommen, teilte das Außenministerium am Mittwochmorgen in Kiew der ukrainischen Agentur Interfax Ukraine zufolge mit. Nach Angaben der ukrainischen Behörden saßen in der verunglückten Boeing 737 von Ukraine International Airlines (MAU) insgesamt 168 Passagiere und 9 Besatzungsmitglieder. Zuvor wurde noch von 167 Flugreisenden gesprochen.

Auswärtiges Amt: Prüfen, ob deutsche Opfer bei Absturz im Iran

In Kiew ist ein Krisenstab einberufen worden. Das teilte der Sicherheitsrat des Landes am Mittwochmorgen mit. Dem Gremium gehören neben dem Ministerpräsidenten Alexej Gontscharuk verschiedene Minister und auch der Chef des Auslandsgeheimdienstes an. Der Stab sei auf Anordnung von Präsident Wolodymyr Selenskyj zusammengekommen, hieß es.

Der ukrainische Außenminister Wadim Pristaiko teilte am Mittwoch bei Twitter mit, dass sich auch drei Deutsche unter den Opfern befänden. Das Auswärtige Amt hatte auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur zuvor mitgeteilt: "Unsere Botschaft in Teheran bemüht sich mit Hochdruck um Aufklärung."

Iranische Behörde führt Absturz auf Technikfehler zurück

Die iranische Luftfahrtbehörde führt das Unglück auf einen technischen Defekt der Maschine zurück. Das berichtete der iranische Nachrichtensender Chabar am Mittwochmorgen unter Berufung auf einen Sprecher der Behörde. Wie diese so kurz nach dem Absturz am Mittwochmorgen zu dem Schluss eines Technikfehlers als Ursache kam, blieb zunächst offen. Dem Bericht zufolge gibt es kaum Hoffnung auf Überlebende. Den Tod der etwa 180 Passagiere und Crew-Mitglieder an Bord der Maschine von Ukraine International Airlines (MAU) wollte die Luftfahrtbehörde demnach nicht bestätigen.

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Die um kurz nach 5 Uhr Ortszeit gestartete Maschine mit der Flugnummer PS752 stürzte ersten Erkenntnissen zufolge in ein offenes Feld nahe dem Teheraner Vorort Parand. Wohl auch deshalb gab es zunächst keine Informationen über mögliche Opfer am Boden. Das Flugzeug hätte gegen 8 Uhr Ortszeit in der ukrainischen Hauptstadt Kiew landen sollen.

Boeing reagiert auf Absturz

Der US-Hersteller Boeing hat auf das Unglück reagiert. „Uns sind die Medienberichte aus dem Iran bekannt und wir tragen gerade mehr Informationen zusammen“, twitterte Boeing am Mittwoch. Der Flugzeugbauer Boeing war nach dem Absturz von zwei Mittelstreckenjets des Typs 737 Max in eine tiefe Krise geraten.

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