Verschmutzte Luft, knappes Wasser: Buschbrände belasten Sydney
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Verschmutzte Luft, knappes Wasser: Buschbrände belasten Sydney

Eine dicke Rauchschicht hängt über Sydneys zentralem Geschäftsviertel.
(Dylan Coker/AAP/dpa)

Die heftigen Buschbrände in Australien belasten zunehmend auch den Alltag der Menschen in Sydney, der größten Stadt des Landes. Die Millionen-Metropole an der Ostküste war am Donnerstag in dichte Rauchwolken gehüllt.

"Gefährlich" belastete Luft

Der Rauch von mehr als hundert Buschbränden sorgt im Osten Australiens für gesundheitsgefährdende Zustände. In Teilen Sydneys warnte die Umweltbehörde des Bundesstaats New South Wales am Freitag vor „gefährlich“ belasteter Luft, der höchsten von sechs Stufen.

Die Bewohner in betroffenen Gebieten wurden dazu aufgerufen, anstrengende Aktivitäten im Freien zu vermeiden.

Der Rauch wird nach Medienberichten voraussichtlich auch am Wochenende die Millionen-Metropole umhüllen. Rund 1,6 Millionen Hektar Land fielen nach Angaben der Feuerwehr allein in New South Wales, zu dem Sydney gehört, den Flammen zum Opfer

21.11.2019, Australien, Melbourne: Tom Davies spritzt Wasser auf schwelendes Buschland am Mount Glasgow. Foto: James Ross/AAP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Dem Wetterbericht zufolge wird sich die Lage in Australien nicht bessern
(James Ross/AAP/dpa)

Lage wird sich nicht bessern

Die Gesundheitsbehörden wiesen die Schulen an, Kinder nur ins Freie zu lassen, wenn dies unbedingt sein muss. Wegen der großen Trockenheit sollen die Leute in Sydney jetzt auch Wasser sparen.

Dem Wetterbericht zufolge wird sich die Lage in den nächsten Tagen nicht bessern.

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Mindestens sechs Tote und 600 zerstörte Häuser

In anderen Regionen ist ebenso wenig Entspannung in Sicht. Angesichts von Temperaturen von teils mehr als 40 Grad und starken Winden warnen die Behörden im Osten und Süden des Landes vor neuen Bränden.

In Australien haben Hunderte Buschfeuer in den vergangenen Wochen weite Landstriche erfasst und verwüstet. Mindestens sechs Menschen starben bisher in den Flammen. Etwa 600 Häuser wurden zerstört. Auf der Südhälfte der Erdkugel beginnt gerade der Sommer.

Mehr als 50 Brände in New South Wales

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Allein im Bundesstaat New South Wales, zu dem Sydney gehört, lodern mehr als 50 Brände. Die Feuerwehr war mit mehr als 1000 Menschen im Einsatz. Inzwischen reichen die Flammen bis auf 100 Kilometer an Sydney heran.

Dort klagen viele Bewohner über schlechte Luft und Atemnot.

Wasservorräte erreichen kritischen Punkt

Weil die Wasservorräte in den Speicherbecken einen kritischen Punkt erreicht haben, darf bei Autowäsche und Gartenpflege bald kein Wasser aus Schläuchen mehr verwendet werden, sondern nur noch aus Eimern. Wer dagegen verstößt, riskiert eine saftige Geldstrafe.

67 Feuer außer Kontrolle in Queensland

Im Nachbarstaat Victoria färbte sich der Himmel mancherorts durch die Flammen rot und orange. Im Bundesstaat Queensland waren 67 Feuer außer Kontrolle, auf einer Länge von 100 Kilometern.

In der Nähe von Adelaide im Süden mussten Bewohner auf Weisung der Behörden ihre bedrohten Häuser verlassen. Tausende Haushalte waren ohne Strom.

Klimawandel verstärkt das Problem

Normalerweise beginnt die Zeit der Buschbrände in Australien erst im Dezember. In diesem Jahr ging es jedoch schon im Oktober los. Wissenschaftler gehen davon aus, dass der Klimawandel das Problem verstärkt.

Manche Brände wurden absichtlich gelegt, manche entstanden aus Leichtsinn.

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