Brasilien: Unwetter fordert mindestens elf Tote | Weather.com
Advertisement
Advertisement

Wintersturm im Süden Brasiliens fordert mindestens elf Tote

Flash floods in Oxfordshire in July 2007.
Ein Auto versinkt nach starken Regenfällen in den Fluten (Symbolbild)
(Getty Images)

Bei einem Wintersturm im Süden Brasiliens sind mindestens elf Menschen ums Leben gekommen. Weitere 15 wurden noch vermisst, wie das brasilianische Nachrichtenportal "G1" und die Zeitung "Zero Hora" unter Berufung auf den Zivilschutz des Bundesstaates Rio Grande do Sul am Samstag berichteten.

Bleiben Sie mit der kostenlosen App von The Weather Channel immer auf dem neuesten Stand! Hier herunterladen!

Der Gouverneur des an Uruguay grenzenden Gliedstaats Rio Grande do Sul, Eduardo Leite, sagte am Samstag, unter den Todesopfern sei ein vier Monate altes Baby. Todesfälle seien in sieben Städten registriert worden. Seit Donnerstagabend sei vorrangig, Menschenleben zu schützen und Menschen zu unterstützen und zu retten, sagte Leite auf einer Pressekonferenz.

S​uche nach Vermissten dauert an

Medienberichten zufolge waren insgesamt 40 Gemeinden von dem Unwetter betroffen. Seit Donnerstag zog ein Wirbelsturm über die Region, der zudem viel Regen brachte. In einigen Gemeinden übertraf die Niederschlagsmenge der brasilianischen Zeitung "Folha de S. Paulo" zufolge die monatliche Menge um fast das Doppelte. Zehntausende Menschen waren ohne Strom.

"In Caraá herrscht ein Bild der Verwüstung", schrieb der Gouverneur von Rio Grande do Sul, Eduardo Leite, auf Twitter nach einem Besuch in Caraá, einem der besonders schwer betroffenen Orte an der Nordküste des von deutschen Einwanderern geprägten Bundesstaates. "Unsere Priorität ist jetzt die humanitäre Hilfe für die betroffenen Familien." Die Suche nach den Vermissten gehe auch weiter.

Meteorologen sprechen von außertropischem Zyklon

Advertisement

Der Minister für regionale Integration und Entwicklung, Waldez Goes, und Kommunikationsminister Paulo Pimenta reisten im Auftrag von Präsident Luiz Inácio Lula da Silva nach Rio Grande do Sul. Das Ministerium hatte schon die Bereitstellung von 4000 Lebensmittelkörben angekündigt.

Meteorologen zufolge handelte es sich um einen außertropischen Zyklon, eine Art Wettersystem, das meist in mittleren und hohen Breitengraden und nicht in den Tropen auftritt.

Z​um Thema Extremwetter:

Hitzewelle in Indien bringt Dutzenden Älteren den Tod

Advertisement