Tornado-Alarm an der Adria: Superzellen wüten von Venedig bis nach Zagreb | Weather.com
Advertisement
Advertisement

Tornado-Alarm an der Adria: Superzellen wüten von Venedig bis nach Zagreb

Angry supercell storm influenced by Climate change. Dangerous storm supercell shelf cloud with layers. High quality photo
Die Alpenländer und die Adriaregion erleben derzeit reihenweise Unwetter

Die Adria-Region kommt derzeit nicht zur Ruhe. Erst am Mittwoch forderte ein verheerendes Unwetter mehrere Tote. Nun herrscht schon wieder Tornado-Alarm in der beliebten Urlaubsregion! Heftige Unwetter ziehen am Freitagnachmittag von Oberitalien nach Kroatien, Slowenien und Ungarn. Es herrscht Unwettergefahr durch extrem großen Hagel, extrem heftigen Starkregen und Orkanböen bis 150 km/h.

Die Gewitterlinie breitet sich nach Osten aus und bleibt bis tief in die Nacht aktiv. Es herrscht erhöhte Tornado-Gefahr, weil sich mehrere Superzellen gebildet haben. Die Tornadogefahr bleibt bis 21 Uhr bestehen.

Bitte achten Sie auf die lokalen Wetterwarnungen und suchen Sie Schutz bei Gewitteraufzug.

Erst am Mittwoch verwüsteten Unwetter die Adria-Region und Südeuropa. Die traurige Bilanz: Sechs Menschen starben, mehr als 200 wurden verletzt. Besonders schwer betroffen von den Unwettern war die kroatische Hauptstadt Zagreb, wo zwei Menschen ums Leben kamen, in anderen Landesteilen zwei weitere, berichtete das kroatische Fernsehen HRT. Im Norden Bosniens starb eine Frau. In ganz Kroatien erlitten mehr als 100 Menschen Verletzungen, allein 60 in Zagreb, schrieb das Portal "jutarnji.hr" am Donnerstagvormittag.

In Serbien löste das Unwetter mehr als 200 Feuerwehreinsätze aus. Und in der Kleinstadt Bled an den Ausläufern der slowenischen Alpen fiel ein vom Sturm entwurzelter Baum auf ein junges Paar. Die Frau starb an Ort und Stelle, der Mann erlitt schwere Verletzungen, berichtete das Nachrichtenportal "24ur.si".

E​xtreme Hitze hat das Mittelmeer weiter im Griff

Advertisement

Der Sturm war jedoch nur die eine Seite des Wetters an der Adria. Am Donnerstag wurden in Süditalien teils sehr hohe Temperaturen gemessen, nachdem das Hochdruckgebiet "Caronte" am Mittwoch seinen Höhepunkt hatte. In der Hauptstadt Rom herrschten 36 bis 37 Grad, im südlichen Apulien und auf Sardinien und Sizilien wurde in manchen Gegenden wieder die 40-Grad-Marke geknackt. Auch ab der kommenden Woche soll es in Teilen Italiens erneut sehr heiß werden, wie der private Wetterdienst "ilmeteo.it" prognostizierte.

In Griechenland ist es schon am Freitag so weit: Dann tritt die dritte Hitzewelle dieses Sommers mit Temperaturen von mancherorts über 40 Grad ein und mindestens bis Montag andauern. Manche Meteorologen prognostizieren sogar ein Anhalten der hohen Temperaturen bis Ende Juli. Mediziner des Gesundheitsministeriums warnten am Donnerstag auf einer Pressekonferenz eindringlich vor den Hitze-Gefahren: Ältere Menschen und Kleinkinder seien besonders gefährdet, ebenso kranke und dickleibige Menschen. Generell solle man die Mittagsstunden nicht draußen in der sengenden Hitze verbringen.

Extreme Hitzewellen häufen sich wegen des Klimawandels. Schon jetzt hat sich die Erde um etwa 1,1 Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeit aufgeheizt, in Deutschland sind es sogar 1,6 Grad. Die fatalen Folgen sind nach den Forschungen des Weltklimarats: je nach Region mehr und längere Hitzewellen und Dürren oder auch häufigere Überschwemmungen und Wirbelstürme.

D​as könnte Sie auch interessieren:

Neuer Wärmerekord in Österreich mit fast 16 Grad auf 3106 Metern

Advertisement