Australien: Hunderte Menschen fliehen vor Sturzflut | Weather.com
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Australien: Hunderte Menschen fliehen vor Sturzflut

Dramatische Szenen in Wye im Süden Australiens: Hunderte Menschen mussten sich vor einer plötzlichen Sturzflut in Sicherheit bringen. Viele von ihnen haben alles verloren.

Mehrere Fahrzeuge wurden bei einer Sturzflut in Australien von den Wassermassen mitgerissen und ins Meer gespült. Das gesamte Ausmaß des Schadens ist noch unklar.
(dpa)

Schwere Gewitterstürme haben im Bundesstaat Victoria im Süden Australien eine schwere Sturzflut ausgelöst. Besonders betroffen war der beliebte Küstenort Wye. Dort verwandelten sich zwei Flüsse binnen Minuten in reißende Ströme, die über die Ufer traten. Ein Campingplatz, auf dem sich mehrere hundert Menschen befanden wurde komplett zerstört, Autos und Wohnwägen wurden von den Wassermassen mitgerissen und ins Meer gespült. Nach bisherigen Berichten kamen keine Menschen zu Schaden.

Innerhalb weniger Stunden waren rekordverdächtig hohe Niederschläge in der Region gefallen. Die Behörden hatten vor der Situation gewarnt, aber die Warnung erreichte die Einwohner und Urlauber offenbar zu spät. Sie wurden von der Sturzflut überrascht.

Keine Chance, mit dem Auto zu entkommen

Patrice Capogreco campte mit ihren beiden Töchtern am Wye River Holiday Park, einige hundert Meter vom Strand entfernt. Sie hätten sich für die Nacht vorbereitet, weil sie wussten, dass sehr viel Regen kommen würde. An eine Sturzflut aber hatten sie nicht gedacht.

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Sie sei von Schreien wach geworden, so Capogreco. Andere Mitcamper riefen, dass Bäume umstürzen würden Zu diesem Zeitpunkt stand der Campingplatz bereits unter Wasser. Und das Wasser stieg. Panik machte sich breit. Anfangs versuchte die Mutter noch, mit ihren beiden Töchtern per Auto der Überflutung zu entkommen. „Ich habe aber schnell realisiert, dass wir keine Chance haben.“ Zu Fuß und nur mit dem, was sie am Leibe trugen, flohen sie mit allen anderen Camping-Besucher auf höher gelegenes Gelände.

Die Menschen sahen, wie ihre Fahrzeuge weggespült wurden

Von dort konnten sie der Zerstörung nur zusehen. Sie sahen, wie ihr Fahrzeug von den Fluten erfasst und mitgerissen wurden. Sie sahen, wie Campingmobile umstürzten und ebenfalls im Wasser verschwanden. Mehr als 500 Menschen waren laut Behördenangaben in der Region betroffen.

Mittlerweile geht das Wasser wieder zurück. Straßen und Campingplatz sind aber nach wie vor gesperrt. Das Ausmaß der Zerstörung wird erst in einigen Tagen feststehen.

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