Kälte in Amerika beschert Europa eine Sturmserie | Weather.com
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Eisige Kälte in Amerika beschert Europa eine Sturmserie

Nordamerika ist von arktischer Kaltluft überrollt worden. Und die Auswirkungen sind in Europa deutlich zu spüren.

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An der Flanke der Kaltluft bilden sich die berüchtigten Nor'easter-Stürme. Die ziehen Kraft aus dem Golfstrom und bringen immer viel Schnee nach New York und Neu-England.

Aber diesmal ist etwas anders. Es bilden sich in den nächsten Tagen nochmal 3 bis 4 solcher Winterstürme. Diese überqueren dann den Atlantik und kommen als Stürme oder sogar als Orkane in Europa an.

Wie löst die Kälte in Amerika diese Sturmserie aus?

Es ist eine Art Ausgleichsbewegung, die wir sehen. In Nordamerika ist Kaltluft sehr weit nach Süden vorgedrungen. Zum Vergleich: Die arktische Luft hat die geografischen Breite von Kairo erreicht.

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Dabei ist klar, dass es an den Rändern zu Ausgleichsbewegungen kommen muss - also zu Tiefdruckgebieten. Auch Warmluft kann dadurch weiter nach Norden vorstoßen. Und das ist ein entscheidender Faktor. Wir erleben eine Vermischung von Warm- und Kaltluft, nur nicht in kleinen Wellen wie sonst, sondern in ziemlich großen Wellen. Die Kaltluft in Amerika zieht sich nicht mehr einfach zum Nordpol zurück. Und dadurch muss sie sich langsam erwärmen und nach und nach abgetragen werden.

Damit ist klar, dass die Sturmserie noch länger anhält - wahrscheinlich bis Ende nächster Woche.

Betrifft diese Sturmserie auch Deutschland?

Nicht direkt. Wir bekommen aus Westen oder Süden mal etwas Niederschlag ab. Auch Schnee kann dabei sein. Aber die Stürme treffen eher auf die Küsten von Großbritannien bis Portugal. Auch im Mittelmeer spürt man das viel stärker als bei uns in Deutschland.

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