Extreme Schneearmut plagt den Westen der USA | Weather.com
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Extreme Schneearmut plagt den Westen der USA

Während der Süden und Osten der USA in den vergangenen Wochen von historischen Schnee- und Eisstürmen geplagt wurden, schreitet die Trockenheit im Westen voran. Ausgerechnet die Skihochburgen des Landes leiden unter Schneearmut.

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Statt schneebedeckter Berge dominieren braune Landschaften das Bild in den Hochburgen des Wintersports in den USA. Zwar fiel im Westen des Landes in diesem Winter bisher überdurchschnittlich viel Niederschlag – allerdings kam dieser in Form von Regen und nicht von Schnee.

Historische Schneearmut in Utah

Wie dramatisch diese Lage ist, zeigt sich beispielhaft in Utah. Dort hat die landesweite Schneebedeckung Anfang Februar einen Rekordtiefstand erreicht. Berichten zufolge liegt derzeit das durchschnittliche Wasseräquivalent (der Wassergehalt einer Schneedecke) bei knapp 130 Litern – gerade einmal die Hälfte des üblichen Niveaus zu dieser Jahreszeit. Das ist der niedrigste Wert für einen Februar seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1980.

Auswirkungen auf die Wasserversorgung

Die Schneearmut hat direkte Konsequenzen für die Wasser- und Energieversorgung in Utah. Die Stauseen des Bundesstaates – mit Ausnahme von Lake Powell und Flaming Gorge – sind derzeit nur zu etwa zwei Dritteln gefüllt. Da 95 Prozent der Wasserversorgung in Utah von der Schneeschmelze im Frühling gespeist werden, könnte ein weiterer trockener Winter die Wasserreserven gefährlich schrumpfen lassen.

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Lake Powell, der zweitgrößte Stausee der USA, ist Berichten zufolge derzeit nur zu 26 Prozent gefüllt. Prognosen deuten darauf hin, dass der Wasserstand bis Ende 2026 unter das Niveau fallen könnte, das für die Stromerzeugung erforderlich ist.

Winterdürre entlang des Colorado Rivers

Die Trockenheit plagt nicht nur Utah, sondern sämtliche Bundesstaaten im Colorado-River-Becken. Dazu zählen Arizona, Kalifornien, Colorado, Nevada, New Mexico und Wyoming. So eine dünne Schneedecke erlebte der Westen der USA Berichten zufolge zuletzt vor 25 Jahren. In insgesamt 12 Bundesstaaten warnt der nationale Dürremonitor vor Schneearmut. Auch in Alaska, Idaho, Oregon, Washington, Montana sind betroffen.

Mehrere schwarze Rinder stehen und liegen auf einer trockenen Wiese; im Hintergrund eine Siedlung und schneearme Berge unter blauem Himmel.
Statt schneebedeckter Berge dominieren braune Landschaften den Westen der USA.

Die Schneearmut verschärft auch die Dürrekrise am Colorado River, dem größten und wichtigsten Fluss im trockenen Südwesten der USA. Der 2000 Kilometer lange Strom versorgt mehr als 40 Millionen Menschen in sieben US-Bundesstaat mit Trinkwasser und Energie. Und jeder weitere Winter mit wenig Schnee verschärft die Lage für die ohnehin seit Jahren schwindende Lebensader.

Hoffnung auf Wetterumschwung schwindet

Obwohl noch zwei Monate bis zum Höhepunkt der Schneesaison bleiben, sind die Aussichten derzeit düster. Prognosen der amerikanischen Klima- und Wetterbehörde NOAA deuten auf mangelnde Niederschläge im Februar hin. Selbst wenn noch ein Schneesturm kommen sollte, reicht das nicht aus, um die Winterdürre im Februar einzudämmen.

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