Wetter in den USA: Hitze und Schnee | Weather.com
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Mittwoch 30 Grad, Donnerstag Schnee: Wetter-Chaos in den USA

Heftiger Regen in Hawaii, Rekordhitze im Südwesten des amerikanischen Festlands und Kälte an der Ostküste: In den USA spielt das Wetter in den nächsten Tagen verrückt.

12. März 2026, Los Angeles: Ein Fußgängerin hält an einem sonnigen Tag am neben dem Rathaus einen Regenschirm mit Wolkenmotiv in der Hand (AP Photo/Damian Dovarganes)
12. März 2026, Los Angeles: Ein Fußgängerin hält an einem sonnigen Tag am neben dem Rathaus einen Regenschirm mit Wolkenmotiv in der Hand
(AP Photo/Damian Dovarganes)

In den USA geht es wettertechnisch drunter und drüber. Im Bundesstaat Hawaii haben tagelange Regenfälle eingesetzt, der Südwesten des Landes muss sich auf eine Rekordhitze einstellen, in der Gegend der Great Lakes ist mit viel Schnee zu rechnen und auch auf den Osten der USA kommt wieder eine große Kältewelle zu. Wechselhaft ging es bereits jetzt schon in der Hauptstadt Washington zu: Am Mittwoch herrschten dort 30 Grad Celsius, am Donnerstag schneite es.

"Das gesamte Land, selbst wenn man nicht unbedingt Extreme erlebt, wird im Allgemeinen einen Wechsel von Kalt zu Warm, oder von Warm zu Kalt zu Warm erleben", sagte der Meteorologe Marc Chenard vom nationalen Wetterdienst. Der frühere Chefwissenschaftler der US-Ozeanbehörde NOAA, Ryan Maue, sagte, er rechne mit extremem Wetter in allen 50 Bundesstaaten.

Hitzewelle im Südwesten erwartet

Chenard und Maue prognostizierten beide für Anfang nächster Woche eine Hitzewelle für den Südwesten der USA, während der mit für diese Jahreszeit ungewöhnlich hohen Temperaturen zu rechnen sei. Für Phoenix in Arizona werden für Dienstag fast 37 Grad Celsius erwartet. Danach soll es dort auf fast 42 Grad Celsius hoch gehen.

Los Angeles ist bereits von Hitze erfasst worden. Dort hat das für März ungewöhnlich warme Wetter dazu geführt, dass Menschen in kurzen Hosen und ärmellosen Oberteilen unterwegs sind und nach schattigen Plätzen suchen.

Hochwassergefahr auf Hawaii

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Der 40-jährige Shane Dixon läuft nach eigenen Angaben normalerweise ohne große Anstrengung etwa acht Kilometer in der Nähe seines Hauses in Culver City. Doch am Donnerstag fiel ihm das wegen der Hitze schwer und er brach die Joggingrunde vorzeitig ab. Die Hitze sei ihm aber lieber als Kälte, sagte er.

Während Phoenix sich auf Hitze einstellen kann, dürften der Mittlere Westen und der Osten der USA und auch Teile im Südosten von einer Kältewelle erfasst werden, wie Maue sagte. In Minneapolis in Minnesota werden Temperaturen von um die minus 18 Grad Celsius erwartet.

Für Hawaii warnte Maue vor Hochwassergefahr durch anhaltende starke Regenfälle. Für die Insel Oahu gilt eine Warnung vor Sturzfluten.

Jetstream wird als Grund für wechselhaftes Wetter gesehen

Für die extremen Wechsel machen Maue und Chenard einen Jetstream verantwortlich. Dabei handelt es sich um einen Luftstrom, der für stärkere Wetterumschwünge als normal in den verschiedenen Teilen der USA sorge.

Zahlreiche Studien haben eine Verbindung zwischen ungewöhnlicher Jetstream-Aktivität und einem Rückgang des arktischen Meereises sowie dem vom Menschen verursachten Klimawandel hergestellt.

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