200 Liter Regen: Sturm Jangmi nimmt Tokio ins Visier | Weather.com
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200 Liter Regen: Tropensturm Jangmi nimmt Tokio ins Visier

Tropensturm Jangmi hat die südjapanische Inselgruppe Okinawa mit schwere Unwetter im Gepäck erreicht. In den kommenden Tagen drohen auch auf den Hauptinseln Japans Starkregen, stürmische Winde und örtliche Überschwemmungen.

Karte von Japan mit einer rot markierten Taifun-Zugbahn und mehreren Geschwindigkeitsangaben sowie den Städten Tokio, Osaka und Sendai.
Berechnete Zugbahn des Tropensturms Jangmi

Japan bereitet sich auf Tropensturm Jangmi vor. Der Tropensturm hat am Montag zunächst die südliche Inselgruppe Okinawa mit kräftigen Regenfällen und stürmischen Böen erfasst. Meteorologen warnen zudem vor erheblichen Niederschlagsmengen in weiteren Landesteilen.

Bis zu 200 Liter Regen in kurzer Zeit möglich

Nachdem sich der Sturm zunächst zu einem Taifun der Kategorie 1 verstärkt hatte, schwächte er sich am Dienstagmorgen zu einem Tropensturm ab mit Windgeschwindigkeiten bis zu 97 km/h. Doch diese Abschwächung tut seiner Zerstörungskraft keinen Abbruch.

Nach aktuellen Prognosen könnten in einzelnen Regionen innerhalb kurzer Zeit bis zu 200 Liter Regen pro Quadratmeter fallen.

Hauptinseln Japans rücken nun in den Fokus

Nach derzeitigen Berechnungen dürfte der Tropensturm am Dienstag die Hauptinseln Japans erreichen. Besonders an der Pazifikküste rechnen Wetterexperten mit teils erheblichen Regenmengen. Auch im Raum Tokio könnten sich die Niederschläge auf bis zu 200 Liter pro Quadratmeter summieren.

Die Behörden rufen die Menschen in den betroffenen Gebieten dazu auf, Vorsichtsmaßnahmen zu treffen. Denn mit dem anhaltenden Regen steigt die Gefahr von Überflutungen, Erdrutschen und Sturmfluten deutlich.

Wetterdienst erwartet zeitweise weitere Verstärkung

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Nach Einschätzung der japanischen Wetterbehörde kann sich das Sturmsystem im weiteren Verlauf noch verstärken. Erwartet werden anhaltende Windgeschwindigkeiten von rund 113 km/h sowie Böen bis 177 km/h. In einzelnen Bereichen des Taifuns sind Windgeschwindigkeiten um 120 km/h möglich.

Aktuellen Prognosen zufolge soll Jangmi am Mittwoch nordöstlich an Japan vorbeiziehen und die Inselkette anschließend verlassen. Bis dahin bleibt die Wetterlage jedoch kritisch.

So entsteht ein Taifun

Taifune bilden sich über sehr warmem Meerwasser, das große Mengen Feuchtigkeit an die Atmosphäre abgibt. Die warme, feuchte Luft steigt auf, am Boden entsteht ein Tiefdruckgebiet. Zugleich strömt weitere Luft nach und wird durch die Erdrotation in eine Drehbewegung versetzt. So kann sich nach und nach ein tropischer Wirbelsturm entwickeln.

Je mehr warme und feuchte Luft nachgeliefert wird, desto stärker kann ein solcher Sturm werden. Zusätzliche Energie entsteht bei der Bildung von Gewitterwolken, wodurch sich Taifune zu großflächigen und besonders intensiven Wettersystemen auswachsen können.

Taifun, Hurrikan oder Zyklon?

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Der Unterschied liegt vor allem in der Region. Im Nordwestpazifik wird ein solcher tropischer Wirbelsturm als Taifun bezeichnet. Im Atlantik spricht man von einem Hurrikan, im Indischen Ozean meist von einem Zyklon.

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