Philippinen: Schweres Erdbeben fordert Tote | Weather.com
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Philippinen: Schweres Erdbeben fordert mindestens 32 Tote

Ein starkes Erdbeben erschüttert die südlichen Philippinen. Es gibt Tote und mehr als 120 Verletzte, zahlreiche Gebäude werden beschädigt. Zumindest die Gefahr eines Tsunamis scheint aber gebannt.

08.06.2026, Philippinen, General Santos City: Beschädigtes Geschäft nach einem Erdbeben der Stärke 7,8 in General Santos City, Philippinen, sind zu sehen. (-/XinHua/dpa)
08.06.2026, Philippinen, General Santos City: Beschädigtes Geschäft nach einem Erdbeben der Stärke 7,8 in General Santos City, Philippinen, sind zu sehen.
(-/XinHua/dpa)

Bei einem schweren Erdbeben auf den Philippinen sind nach Angaben der örtlichen Behörden mindestens 32 Menschen gestorben. Mehr als ein Dutzend davon seien bei einem Erdrutsch in der Gemeinde Glan ums Leben gekommen, teilte Rene Punzalan vom Katastrophenschutz mit. Rund 130 weitere Anwohner in den betroffenen Gebieten wurden verletzt.

Die Schadensbewertung und die Erfassung weiterer Opfer dauerten aber noch an. Der Katastrophenschutz sprach von mindestens zwölf Vermissten, ohne weitere Details zu nennen.

Das Beben der Stärke 7,8 hatte am Morgen (Ortszeit) die südliche Insel Mindanao erschüttert, Gebäude einstürzen lassen und Menschen in Panik auf die Straßen getrieben. Besonders betroffen war die Stadt General Santos City mit rund 700.000 Einwohnern. Nach Angaben des Zivilschutzes wurden dort die meisten Todesopfer registriert.

Das Beben hatte auch einen Tsunami ausgelöst. Die zunächst ausgegebenen Tsunami-Warnungen wurden inzwischen jedoch weitgehend aufgehoben. Das US-Tsunami-Warnzentrum hatte zuvor vor Wellen von bis zu drei Metern Höhe gewarnt. Das philippinische Institut für Vulkanologie und Seismologie (Phivolcs) registrierte in sechs Küstengebieten Flutwellen von bis zu 1,4 Metern Höhe und beobachtete die Lage zunächst weiter. Phivolcs sprach am frühen Nachmittag zudem von mehr als 180 teils heftigen Nachbeben. Da schwerste hatte eine Stärke von 6,7.

Kleinere Flutwellen in Indonesien

Auch in Indonesien, wo die Erdstöße ebenfalls deutlich zu spüren waren, wurden kleinere Tsunami-Wellen registriert. Der Meeresspiegel stieg nach Angaben der zuständigen Behörde jedoch nur leicht an. Die dortige Tsunami-Warnung wurde ebenfalls aufgehoben.

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Die philippinische Katastrophenschutzbehörde erhielt derweil Berichte über Schäden an Schulen, Krankenhäusern, Einkaufszentren und Kirchen. Mehrere Gebäude auf Mindanao stürzten teilweise oder ganz ein. Der Flughafen von General Santos City wurde vorübergehend geschlossen.

Das Beben traf die Region um 7.37 Uhr (Ortszeit) am ersten Schultag des neuen Schuljahres. An Schulen und Behörden fanden vielerorts gerade Flaggenzeremonien statt – Glück im Unglück, denn zahlreiche Schüler, Lehrkräfte und Beschäftigte hielten sich gerade im Freien auf. Der Unterricht wurde in den betroffenen Gebieten ausgesetzt, ebenso die Arbeit in vielen öffentlichen und privaten Einrichtungen.

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08.06.2026, Philippinen, Malita: Dieses Bild, das aus einem vom Bildungsministerium (DepEd) der Mahayahay-Grundschule zur Verfügung gestellten Video stammt, zeigt Schulkinder, die in der Provinz Davao Occidental auf ein starkes Erdbeben reagieren. Das Beben der Stärke 7,8 hatte am Morgen (Ortszeit) die südliche Insel Mindanao erschüttert, Gebäude einstürzen lassen und Menschen in Panik auf die Straßen getrieben. (Uncredited/DepEd Mahayahay Elementary School via AP/dpa)
08.06.2026, Philippinen, Malita: Dieses Bild, das aus einem vom Bildungsministerium (DepEd) der Mahayahay-Grundschule zur Verfügung gestellten Video stammt, zeigt Schulkinder, die in der Provinz Davao Occidental auf ein starkes Erdbeben reagieren. Das Beben der Stärke 7,8 hatte am Morgen (Ortszeit) die südliche Insel Mindanao erschüttert, Gebäude einstürzen lassen und Menschen in Panik auf die Straßen getrieben.
(Uncredited/DepEd Mahayahay Elementary School via AP/dpa)

"Wir haben nur noch geschrien"

Viele Menschen reagierten panisch auf die heftigen Erdstöße. "Ich dachte, es wäre mein Ende. Ich habe einfach angefangen zu beten", sagte die Provinzreporterin Noreen Ygonia lokalen Medien. "Es hat so heftig gebebt, dass ich mich kaum bewegen konnte." Eine Bewohnerin der Stadt Koronadal sagte: "Wir haben nur noch geschrien, weil wir solche Angst hatten."

An einer Schule in der Provinz Davao del Sur stürzte nach Angaben der Schulleitung ein Gebäude ein. Verletzt wurde niemand. "Zum Glück fand gerade unsere Flaggenzeremonie statt und alle waren draußen", sagte Schulleiterin Elene Marie Jane Gamboa. Das Gebäude sei bereits bei einem Erdbeben im Jahr 2019 beschädigt worden und sollte ohnehin abgerissen werden.

Was ist der Pazifische Feuerring?

Präsident Ferdinand Marcos Jr. sicherte den Betroffenen staatliche Unterstützung zu. Die nationale Regierung werde Mindanao nicht alleinlassen, erklärte er. Er stehe in ständigem Kontakt mit den regionalen Behörden vor Ort. Die Bevölkerung hatte er zuvor aufgerufen: "Begeben Sie sich jetzt in höher gelegene Gebiete. Warten Sie nicht." Das Leben der Menschen sei wichtiger als alles, was sie zurücklassen müssten.

Die Philippinen und Indonesien liegen am Pazifischen Feuerring – einem gigantischen, hufeisenförmigen Vulkangürtel. Dort treten besonders häufig starke Erdbeben und Vulkanausbrüche auf, weil mehrere Erdplatten aneinanderstoßen.

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