Waldbrand im Hohen Venn: Evakuierungen in Monschau | Weather.com
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Waldbrand im Hohen Venn: Löscharbeiten gehen weiter – Wetter spielt mit

Der Waldbrand in Belgien hat sich trotz Regen Richtung deutscher Grenze ausgebreitet.

16.08.2026, Nordrhein-Westfalen, Monschau: Blick von dem Ortsteil Monschau-Kalterherberg auf die belgische Seite, wo das Hohe Venn in Flammen steht. Weite Teile des Hohen Venn an der Grenze zu Deutschland sind von den Flammen betroffen. (Thomas Banneyer/dpa)
16.08.2026, Nordrhein-Westfalen, Monschau: Blick von dem Ortsteil Monschau-Kalterherberg auf die belgische Seite, wo das Hohe Venn in Flammen steht. Weite Teile des Hohen Venn an der Grenze zu Deutschland sind von den Flammen betroffen.
(Thomas Banneyer/dpa)

Der Waldbrand in Ostbelgien hat sich trotz Regen weiter in Richtung der deutschen Grenze ausgebreitet. "Es gibt immer noch einen Bereich, der völlig unzugänglich ist und in dem sich das Feuer weiterhin in Richtung Monschau in Deutschland bewegt", sagte der Sprecher der öffentlichen Dienste in der Wallonie, Nicolas Yernaux, am Montag. Der Regen verringere zwar die Gefahr, dass Glutnester wieder aufflammen. Doch auf das Zentrum des Brandes habe das kaum Einfluss. An einigen Stellen sei es jedoch gelungen, das Feuer einzudämmen.

Das Feuer im Hohen Venn hat sich in einem Kiefernwald ausgebreitet. Flugzeuge aus Norwegen, Schweden, Deutschland und den Niederlanden unterstützten die Feuerwehr im Kampf gegen die Flammen. Die Polizei verfolgte das Geschehen mit Drohnen. Der belgische König Philippe unterbrach seinen Sommerurlaub, suchte die Einsatzkräfte auf und informierte sich über die Lage.

Wie ist die Lage in Monschau?

Das Feuer war bis 300 Meter an die deutsche Grenze herangerückt. Zudem war zeitweise befürchtet worden, dass der Wind auffrischt, sich zusätzlich ungünstig dreht und die Flammen Richtung Deutschland treibt. Die Häuser in den Ortslagen Ruitzhof und Geisberg mit rund 30 Bewohnern waren am Sonntagabend gegen 22.00 Uhr evakuiert worden.

Die Brandbekämpfer hoffen, die Häuser retten zu können: "Zwischen dem Feuer und den Häusern liegen Wiesen, die wir in den vergangenen Stunden komplett mit Wasser getränkt haben", sagte ein Feuerwehrsprecher in der Einsatzleitstelle in Kalterherberg.

Wie groß ist der Waldbrand in Belgien?

Gegen 16.00 Uhr sei am Sonntag die Anforderung aus Belgien gekommen, bei der Brandbekämpfung zu helfen. Der Einsatz sei bereits vorbereitet gewesen. "Wir beobachten das Feuer schon seit Freitag."

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Es handelt sich mit rund 3000 Hektar Fläche um den größten Waldbrand in der Geschichte Belgiens. Im nebelverhangenen Wald war am Montagmorgen der Gestank von Qualm zu vernehmen. Verkohlte Bäume lagen auf dem schwelenden Boden. Für Hunderte Anwohner galten weiter vorsorgliche Evakuierungsanordnungen.

17.08.2026, Nordrhein-Westfalen, Monschau: Ein Quad wird auf einem Anhänger zum Einsatz transportiert. Weite Teile des Hohen Venn an der Grenze zu Deutschland sind von den Flammen betroffen. (Thomas Banneyer/dpa)
17.08.2026, Nordrhein-Westfalen, Monschau: Ein Quad wird auf einem Anhänger zum Einsatz transportiert. Weite Teile des Hohen Venn an der Grenze zu Deutschland sind von den Flammen betroffen.
(Thomas Banneyer/dpa)

Wie viele Menschen wurden evakuiert?

Von der angeordneten Evakuierung mehrerer Straßenzüge in Kalterherberg sind nach Angaben der Stadtverwaltung etwa 30 Menschen in 17 Häusern betroffen. Nicht nur das Feuer, auch der Rauch sei gesundheitsgefährdend. In einer Schule in Simmerath wurde eine Notunterkunft für Betroffene eingerichtet.

Waldbrand in Belgien

Der Kampf gegen die Flammenfront im Hohen Venn, der im Osten Belgiens liegt, bereitet den Einsatzkräften weiter große Mühe. Besonders zu schaffen mache ihnen der immer wieder aufkommende vergleichsweise starke und ständig drehende Wind, sagte der belgische Innenminister Bernard Quintin dem Sender RTL am Sonntagabend.

Für die unterirdisch glimmenden Torfschichten im Hochmoor auf belgischem Gebiet prophezeite der Monschauer Feuerwehrsprecher: "Das wird eine wochenlange Aktion werden."

Der Tierarzt Hugues Guyvot sagte, es werde vielleicht Jahrzehnte dauern, bis sich die Natur in der Gegend von dem Brand erholt habe. Große Tiere hätten zwar fliehen können. Kleinere wie Frösche und Mäuse hätten sich dagegen wahrscheinlich in der von Torfmooren geprägten Landschaft eingegraben und seien von der Brandhitze getötet worden.

Die Staatsanwaltschaft von Lüttich hat dem Bericht zufolge Ermittlungen zur Entstehung des Brands aufgenommen.

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