Fährunglücke in Indonesien und Vanuatu mit Toten | Weather.com
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Fährunglücke in Indonesien und Vanuatu: Suche nach mehr als 150 Vermissten dauert an

Nach dem Fährunglück in der Javasee suchen Hunderte Rettungskräfte nach 129 Vermissten. Vor Vanuatu fehlt von mehr als 30 Menschen jede Spur.

Gleich zwei Fahrunglücke erschüttern die Welt: Im Südpazifik werden seit Freitag noch mehr als 30 Menschen vermisst, vor der indonesischen Insel Java mehr als vier Mal so viele. Das Foto zeigt Retter in Indonesien, die eine Leiche bergen
(Uncredited/BASARNAS/AP/dpa)

Zwei Fähren sind innerhalb von drei Tagen verunglückt: eine in der Javasee vor Indonesien, eine im Südpazifik vor Vanuatu. In beiden Fällen suchen Rettungskräfte weiter nach Vermissten, in beiden Fällen spielte raue See eine Rolle.

Was ist in der Javasee passiert?

Die Fähre „Virgo Transport 8" ist am Sonntag mit 243 Menschen an Bord gekentert – und wurde später mit Kiel nach oben treibend entdeckt. Das Schiff war von der Großstadt Surabaya auf der Hauptinsel Java ins knapp 500 Kilometer entfernte Banjarmasin in der Provinz Süd-Kalimantan auf Borneo unterwegs. Plötzlich sei das Schiff aus noch unbekannter Ursache in Seenot geraten und gekentert, teilte die Rettungsbehörde Basarnas mit. Sechs Menschen bargen die Einsatzkräfte tot, 108 Insassen retteten sie lebend. 129 Menschen werden weiter vermisst.

Wie suchen die Rettungskräfte nach den Vermissten?

Hunderte Einsatzkräfte durchkämmen die Javasee mit Flugzeugen, mehr als einem Dutzend Schiffen und Rettungstauchern. Die Marine entsandte erfahrene Taucher einer Spezialeinheit und eine Unterwasserdrohne. Die Retter befürchten, dass noch Passagiere im Innenraum des Schiffs eingeschlossen sein könnten. Ein Basarnas-Sprecher sagte, die Einsatzkräfte suchten aber auch auf Hochtouren nach Überlebenden, die möglicherweise an der Wasseroberfläche trieben.

Was geschah vor Vanuatu?

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Vor dem pazifischen Inselstaat Vanuatu sank am Freitag die Fähre „MV Matui" mit 47 Menschen an Bord, mehr als 30 von ihnen werden vermisst. Das Schiff war zwischen den Inseln Ambae und Santo unterwegs. Am Wochenende bargen Rettungskräfte nach Angaben des Büros von Ministerpräsident Jotham Napat 15 Überlebende aus dem Wasser, zudem fanden sie eine Leiche. Die Suche konzentriert sich nun auf die Küste. Die Behörden gehen davon aus, dass Strömungen mögliche Überlebende dorthin getrieben haben könnten.

Welche Rolle spielt das Wetter beim Fährunglück vor Vanuatu?

Das Büro des Ministerpräsidenten nennt starke Winde und die Missachtung von Wetterwarnungen als mögliche Ursachen. Der meteorologische Dienst des Landes hatte am Tag der Abfahrt vor starken Winden und hohem Seegang gewarnt. Auch Fahrlässigkeit, darunter eine mögliche Überladung der Fähre, werde als Ursache geprüft. Vanuatu besteht aus 83 Inseln und liegt rund 1.750 Kilometer östlich von Australien.

Warum kommt es in Inselstaaten immer wieder zu schweren Schiffsunglücken?

Fähren transportieren dort Passagiere über teils stark befahrene und bei schlechtem Wetter auch raue Gewässer, während Sicherheitsstandards oft nur unzureichend durchgesetzt werden. In Indonesien, dem weltgrößten Inselstaat mit mehr als 17.000 Inseln, sind viele Menschen auf den Schiffsverkehr angewiesen. Die Fähren sind zudem oft überfüllt. Immer wieder kommt es deshalb zu schweren Fährunglücken.

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