Spanien: Fünf Tote durch schwere Unwetter | Weather.com
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Spanien: Verheerende Bilanz nach schwerem Unwetter

Fünf Tote, große Schäden an Häusern, Straßen und Fahrzeugen. Das Unwetter in Spanien ist vorbei, doch die Folgen werden noch lange sichtbar sein.

 19.10.2026, Spanien, Els Poblet: Menschen stapeln Möbel, die nach den durch heftige Regenfälle verursachten Überschwemmungen aus den Häusern geräumt werden mussten. Die Regionalregierung der Autonomen Gemeinschaft Valencia rief die zweithöchste Notfallstufe aus. Foto: Rober Solsona/EUROPA PRESS/dpa
Alles muss raus: Im spanischen Valencia beginnen die Menschen nach den schweren Regenfällen und Überschwemmungen mit den Aufräumarbeiten.
(dpa)

Nach dem Durchzug von Sturmtief Adam mit sintflutartigen Regenfällen und schweren Überschwemmungen hat sich die Lage in der spanischen Mittelmeerregion weitgehend entspannt. In der am schwersten betroffenen Urlaubsregion Valencia wurden inzwischen alle Unwetterwarnungen aufgehoben und auch die Ausgangsbeschränkungen außer Kraft gesetzt, die zeitweise für mehr als 800.000 Menschen gegolten hatten.

Auf den Balearen mit der Insel Mallorca und auch für ein kleines Gebiet in Katalonien gilt zwar noch bis zum Nachmittag die dritthöchste Warnstufe Gelb des spanischen Wetterdienstes Aemet. An der Playa de Palma sollte der Regen allerdings zur Freude der Touristen im Laufe des Tages strahlendem Sonnenschein mit Temperaturen von über 20 Grad weichen.

In Valencia mussten mehr als 450 Menschen gerettet werden

Am Montag hatte Sturmtief Adam vor allem in Valencia schwere Schäden angerichtet: Straßen, Häuser und Campingplätze wurden überflutet, Flüsse traten über die Ufer, Autos wurden von den Wassermassen weggeschwemmt. Mehr als 450 Menschen mussten gerettet werden. Es gab drei Todesopfer in der Autonomen Gemeinschaft Valencia sowie je eines in Katalonien und in Andalusien.

Fast so viel Regen wie in Hamburg in einem Jahr

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Nach Angaben von Aemet wurden in der besonders schwer betroffenen Küstengemeinde Oliva rund 70 Kilometer südlich der Provinzhauptstadt Valencia binnen 24 Stunden gut 530 Liter Regen pro Quadratmeter gemessen. Dort wurden zwei Leichen geborgen. In Pego in der Provinz Alicante gab es sogar mehr als 620 Liter. Zum Vergleich: In Hamburg gibt es im langjährigen Schnitt weniger als 800 Liter Niederschlag pro Jahr und Quadratmeter. Die schweren Unwetter forderten insgesamt fünf Menschenleben.

In vielen der betroffenen Orte kehrt der Alltag langsam zurück, doch die Folgen der Wassermassen sind in einigen Gebieten weiterhin deutlich zu spüren: Mehrere Straßen bleiben gesperrt, Häuser und öffentliche Einrichtungen müssen von Schlamm und Wasser befreit werden. In sechs besonders betroffenen Orten blieben die Schulen zunächst geschlossen.

Mallorca kam vergleichsweise glimpflich davon

Auf Mallorca und den Nachbarinseln fiel die Bilanz vergleichsweise glimpflich aus. Die Rettungsdienste registrierten aber immerhin rund 300 Zwischenfälle. Dazu gehörten umgestürzte Bäume, überflutete Gebäude und Straßen sowie Gefahren durch mögliche Gebäudeeinstürze. Der Flugverkehr wurde erheblich beeinträchtigt. Der Unterricht war vorsorglich abgesagt worden. Für Mittwoch gelten keine Wetterwarnungen mehr. Erst zum Wochenende könnten erneut Schauer aufziehen, die jedoch deutlich schwächer ausfallen dürften.

Die jüngsten Überschwemmungen weckten in Spanien Erinnerungen an die verheerende Flutkatastrophe vom Oktober 2024, bei der in der Region Valencia mehr als 230 Menschen ums Leben kamen.

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