Silvester: 18 Autos krachen bei Nebel ineinander – Mann zündet Feuerwerk in Wohnung | Weather.com
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Silvester: 18 Autos krachen bei Nebel ineinander – Mann zündet Feuerwerk in Wohnung

01.01.2020, Baden-Württemberg, Rauenberg: Feuerwehrleute löschen den Brand einer Scheune in Rauenberg (Rhein-Neckar-Kreis). Weil Einsturzgefahr bestand, rückte ein Statikexperte an, wie eine Sprecherin der Polizei am Mittwoch sagte. Menschen wurden keine verletzt. Auch konnten Feuerwehrleute verhindern, dass die Flammen auf ein Wohnhaus übergriffen. Mehrere Fahrzeuge seien aber wohl in Mitleidenschaft gezogen worden. Die genaue Schadenshöhe stand zunächst aber noch nicht fest. Foto: Rene Priebe/pr-video/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Feuerwehrleute löschen den Brand einer Scheune in Rauenberg (Rhein-Neckar-Kreis). Sie konnten verhindern, dass die Flammen auf ein Wohnhaus übergriffen
(Rene Priebe/pr-video/dpa)

Vier Menschen wurden verletzt. und damit ein großes Feuer ausgelöst.

In dichtem Nebel hat es am frühen Neujahrsmorgen auf der A3 bei Duisburg eine Karambolage mit bis zu 18 Autos gegeben. Vier Menschen wurden verletzt, einer von ihnen schwer, wie die Polizei am Morgen mitteilte. Die Autobahn war beim Kreuz Kaiserberg zunächst in beiden Richtungen voll gesperrt. Am Morgen wurde die Fahrbahn Richtung Oberhausen wieder freigegeben. In Fahrtrichtung Köln sollte die Sperrung noch bis in den Vormittag andauern, hieß es.

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Fast zeitgleich krachte es in der Nacht auch auf der A42 zwischen Bottrop und Oberhausen. Dort fuhren zwei Autos im Nebel aufeinander auf. Neun Menschen erlitten Verletzungen, einer von ihnen wurde laut Feuerwehr schwer verletzt. Sie kamen in Krankenhäuser. Zur Unfallzeit soll die Sichtweite nur etwa fünf Meter betragen haben. Die A42 war zeitweise voll gesperrt, wurde später aber wieder frei gegeben.

Hessen: Mann steckt mit Feuerwerksrakete Wohnung in Brand

Ein 52-Jähriger aus Fulda hat in der Silvesternacht eine Feuerwerksrakete in seiner Wohnung gezündet und ein großes Feuer ausgelöst. Das berichtet die Nachrichtenagentur AFP. Der Mann stand Angaben zufolge unter Alkoholeinfluss. Nach Angaben von zwei Bekannten zündete der 52-Jährige in seiner Dachgeschoss-Wohnung eine Silvesterrakete, wodurch der Teppich in Brand geriet. Die Flammen griffen auch auf den Dachstuhl über. Der Betrunkene wurde schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht. Rund 60 Feuerwehrleute waren im Einsatz, um den Brand zu löschen. Der Schaden wird auf 50.000 Euro geschätzt.

Berliner Feuerwehr zu Tausenden Einsätzen gerufen

In Berlin, wo traditionell die größte Silvesterparty des Landes am Brandenburger Tor gefeiert wurden, hatten Einsatzkräfte in der Neujahrsnacht ordentlich zu tun. Die Berliner Feuerwehr ist in der Silvesternacht 1523 Mal im Einsatz gewesen - das war deutlich häufiger als im Jahr zuvor mit 1385 Einsätzen.

Zwischen 19 und 6 Uhr wurden die Feuerwehrleute allein 617 Mal zu Bränden gerufen, wie die Feuerwehr am Neujahrsmorgen auf Twitter mitteilte. Auch diese Zahl lag deutlich höher als in der Silvesternacht 2018/19 mit 432 Bränden. Rettungskräfte in der Hauptstadt halfen in 940 Fällen, 894 waren es im Jahr davor. Hinzu kamen 100 sonstige Einsätze. Laut Feuerwehr gab es 24 Übergriffe auf Einsatzkräfte, das waren weniger als Silvester vor einem Jahr, als 49 Übergriffe gezählt wurden.

Vor der Silvesternacht war bundesweit eine Debatte über den Sinn und Unsinn von Böllerei angesichts von Klimaschutz sowie Lärm und Aggressionen entbrannt. Zum ersten Mal waren in der deutschen Hauptstadt Raketen und Böller nicht nur auf der Partymeile verboten, sondern auch in einigen anderen Bereichen - unter anderen galt rund um den Alexanderplatz ein Böllerverbot. Die Berliner Polizei war mit einem Großaufgebot im Einsatz, sprach aber von einem vergleichsweise normalen Einsatz-Aufkommen für einen Silvesterabend in der Hauptstadt. Während der Silvesterfeier am Brandenburger Tor wurden drei Verdächtige wegen sexueller Belästigung von Frauen festgenommen.

Hamburg und Leipzig: Ausschreitungen gegenüber Polizei

In Hamburg zündeten Unbekannte einen Streifenwagen mit Böllern an. Die Polizisten seien im Einsatz gewesen und nicht am Wagen, als die Täter zuerst eine Scheibe am Auto einschlugen, wie ein Sprecher sagte. Die Unbekannten hätten dann durch das kaputte Fenster Böller in den Wagen geworfen - dieser sei daraufhin komplett ausgebrannt. Am Connewitzer Kreuz in Leipzig gab es eine Auseinandersetzung zwischen Feiernden und Polizisten. Die Beamten seien mit Steinen, Flaschen und Feuerwerkskörpern beworfen worden, teilte die Polizei am Mittwochmorgen mit. Ein Beamter habe dabei das Bewusstsein verloren und sei so schwer verletzt worden, dass er notoperiert worden sei.

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In München wurde die neue Verbotszone für Silvesterfeuerwerk in der Münchner Altstadt gleich im ersten Jahr von den meisten akzeptiert. Es sei nur vereinzelt Pyrotechnik gezündet worden, teilte die Polizei mit. „Einzelne dieser Fälle wurden von der Polizei mit Ordnungswidrigkeiten-Anzeigen geahndet.“ Rund 20.000 Menschen waren den Angaben zufolge in der Nacht auf dem Marienplatz und in den angrenzenden Fußgängerzonen unterwegs.

Krefeld: Affenhaus im Zoo abgebrannt – alle Tiere tot

Im Krefelder Zoo brannte in der Silvesternacht das Affenhaus ab, alle darin lebenden Tiere wurden getötet. „Unsere schlimmsten Befürchtungen sind Realität geworden. Es gibt keine überlebenden Tiere im Affenhaus“, schrieb der Zoo am frühen Morgen auf seiner Facebookseite. Das direkt angrenzende Gorillagehege blieb verschont. Die Brandursache war in der Nacht noch unklar. Feuerwerkskörper könnten allerdings den Brand ausgelöst haben, wie der WDR berichtete.

In Rauenberg im Rhein-Neckar-Kreis ist in der Silvesternach eine Scheune in Brand geraten. Weil Einsturzgefahr besteht, rückte ein Statikexperte an, wie eine Sprecherin der Polizei am Mittwoch sagte. Menschen wurden nicht verletzt. Auch konnten Feuerwehrleute verhindern, dass die Flammen auf ein Wohnhaus übergriffen. Mehrere Fahrzeuge seien aber wohl in Mitleidenschaft gezogen worden. Die genaue Schadenshöhe stand zunächst aber noch nicht fest.

Kleiner Inselstaat feiert als erster Silvester

In vielen Ländern der Welt begann das neue Jahr schon deutlich früher: Als weltweit Erste - bereits um 11 Uhr mitteleuropäischer Zeit - feierten die Menschen in Samoas Hauptstadt Apia den Jahreswechsel. Der Südseestaat liegt wie auch Kiribati gerade westlich der internationalen Datumsgrenze. Eine Stunde später gingen um 12 Uhr mitteleuropäischer Zeit in Neuseeland die Feuerwerkskörper in die Höhe. In der größten Stadt Auckland strahlte die Harbour Bridge in Farbenwellen.

31.12.2019, Australien, Sydney: Feuerwerk wird auf der Hafenbrücke in der Nähe des Opernhauses gezündet. Foto: Bai Xuefei/XinHua/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Spektakuläre Show in Sydney: Feuerwerk wird auf der Hafenbrücke in der Nähe des Opernhauses gezündet
(dpa)

Umstritten war dagegen das Feuerwerk im australischen Sydney. Trotz verheerender Buschbrände im Land schossen um 14 Uhr mitteleuropäischer Zeit Feuerwerkskörper von der Harbour Bridge und ließen den Hafen samt dem bekannten Opernhaus 12 Minuten lang in einem bunten Lichtspektakel erstrahlen. Zur großen Feier mit rund einer Million Besuchern wehten die Fahnen in Gedenken an die Brandopfer auf Halbmast. Angesichts der seit Wochen wütenden Buschbrände in der Region hatte eine Petition zur Absage der Pyro-Show Hunderttausende Unterzeichner gefunden. Doch die Feuerwehr erteilte eine Sondergenehmigung für das Feuerwerk.

Dorf in Spanien begrüßt Neujahr ungewöhnlich früh

In den folgenden Stunden begrüßten nach und nach die Länder in Asien das neue Jahr: In Japan erklangen um 16 Uhr MEZ die Glocken der buddhistischen Tempel 108 Mal. Dies entspricht nach dem buddhistischen Glauben der Zahl der irdischen Wünsche, die ein Mensch überwinden muss, um das Nirwana zu erreichen. Um 17 Uhr folgte der Jahreswechsel auf den Philippinen und in Malaysia. In der russischen Hauptstadt Moskau lagen sich (um 22 Uhr MEZ) Zehntausende Menschen bei einem großen Fest am Roten Platz in den Armen. In der britischen Hauptstadt, die eine Stunde nach Berlin ins neue Jahr kam, gab es ein

In der brasilianischen Metropole Rio de Janeiro begrüßten Hunderttausende Menschen das neue Jahr. Einheimische und Touristen verfolgten am Stadtstrand Copacabana das Feuerwerk über dem Atlantik. Bei der 14-minütigen Show wurden von zehn Flössen aus 16,9 Tonnen Feuerwerk in den Nachthimmel geschossen. In anderen Teilen der Welt müssen sich die Menschen noch etwas mehr gedulden: Erst um 11 Uhr sind die Einwohner von Honolulu in Hawaii an der Reihe.

Eine Ausnahme bei all diesen Feierlichkeiten gab es in dem spanischen Dorf Villar de Corneja. Dort läuteten die Bewohner bereits Dienstagmittag das neue Jahr ein - in der Mini-Gemeinde sind nur rund 30 Menschen registriert, von denen die meisten über 80 Jahre alt sind. Die betagten Bürger wollen nicht bis Mitternacht wach bleiben und feiern den Jahreswechsel deshalb zwölf Stunden früher.

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