Sturm-Bilanz: Zug kollidiert mit Baum – blockierte Straßen | Weather.com
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Sturm-Bilanz: Zug kollidiert mit Baum – blockierte Straßen

In Schlettau, Sachsen, ist ein Laubbaum auf ein Hausdach gefallen

Tief Yulia hat in der Nacht zu Montag in Sachsen-Anhalt gewütet. Nachdem Bäume von Sturmwinden umgeworfen wurden, sind einige Straßen blockiert. Auch in Hessen und NRW kam es zu einem Verkehrschaos. In Bayern kam es am Montagmorgen im Nahverkehr zu Einschränkungen. Eine Bilanz der Unwetter in der Nacht:

Bayern: Münchner S-Bahn teilweise gesperrt

Umgefallene Dixi-Klos und verschobene Ampeln - der Sturm hat in Bayern nur geringe Schäden angerichtet. Trotzdem behinderten umgestürzte Bäume auf Straßen und Bahngleisen am Montagmorgen den Verkehr. Auch zwischen Garmisch-Partenkirchen und Reutte in Tirol musste die Bahnstrecke in beide Richtungen gesperrt werden. Die Bahn hatte einen Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet, nachdem ein Baum ins Gleis gestürzt war und dabei die Oberleitung beschädigt hatte.

Wegen des stürmischen Wetters ist der Münchner S-Bahn-Verkehr der Linie S8 teilweise gesperrt worden. Zwischen Herrsching und Seefeld-Hechendorf fahren am Montagmorgen in beiden Richtungen keine S-Bahnen. Die Bahn hat einen Schienenersatzverkehr mit Taxis eingerichtet, wie ein Sprecher mitteilte. Grund für die Sperrung ist eine Oberleitungsstörung, nachdem ein Baum aufs Gleis gefallen war.

Karambolage bei Bayreuth

In Oberfranken mussten die Einsatzkräfte am Sonntag in rund 90 Fällen unwetterbedingt ausrücken, wie die Polizei mitteilte. Es seien Bäume entwurzelt, Bauzäune umgeworfen und Verkehrsschilder umgeweht worden. In Mittelfranken stellte die Polizei umgefallene Dixi-Klos und mobile Ampeln wieder auf. Auf der Autobahn 70 zwischen Stadelhofen und Schirradorf stürzte ein Baum auf die Fahrbahn in Richtung Bayreuth. Die Straße wurde vorübergehend komplett gesperrt. Insgesamt seien neun Fahrzeuge an der Karambolage beteiligt gewesen. Verletzt wurde niemand.

In der Oberpfalz habe es bis zum späten Abend mehr als 60 unwetterbedingte Einsätze gegeben, sagte ein Sprecher. Die gesamte Oberpfalz sei betroffen gewesen, der Schwerpunkt habe im Landkreis Amberg-Sulzbach gelegen. Dabei ging es meist um heruntergefallene Äste und umgestürzte Bäume, wie es in einer Mitteilung hieß. Nach bisherigen Erkenntnissen wurden durch die Sturmböen keine Personen verletzt. In Regensburg drohte an einem Haus die Kaminabdeckung herunterzufallen. Sie musste von der Feuerwehr gesichert werden.

Sachsen-Anhalt: Blockierte Straßen

In Sachsen-Anhalt halten sich nach ersten Erkenntnissen der Polizei die die Schäden in Grenzen. So sind nach Angaben eines Sprechers aus Magdeburg vor allem im Harz mehrere Bäume umgestürzt, wie einige Straßen blockierten. Der Deutsche Wetterdienst gab am frühen Morgen für den Landkreis Harz Entwarnung. Zuvor galt dort Warnung vor schweren Sturmböen.

Die Beseitigung der Schäden der Nacht werde noch einige Stunden andauern, hieß es bei der Polizei Magdeburg am Morgen. Auch die Polizei in Dessau-Roßlau sprach von einigen umgestürzten Bäumen. Größere Schäden oder verletzte Personen habe es jedoch nicht gegeben. Ähnlich äußerten sich die Sprecher der Polizeiinspektionen Halle und Stendal.

Sachsen: Baum kracht auf Dach - Dutzende Feuerwehreinsätze

In Sachsen hat Sturmtief Yulia nur geringe Spuren hinterlassen. "Uns sind keine größeren Schadensereignisse bekannt", sagte ein Sprecher im Lagezentrum des Innenministeriums am Montagmorgen. Vereinzelt seien Bäume umgestürzt, vor allem im Vogtland. Verletzte seien nicht gemeldet worden, ebenso wie größere Straßensperrungen.

In Leipzig drohte am Sonntagabend ein Baugerüst in der Prager Straße durch den Wind umzustürzen. Die Feuerwehr habe die Straße gesperrt und die Konstruktion gesichert, sagte ein Polizeisprecher. In Hirschfeld erfasste der Wind am Abend den Anhänger eines Kleintransporters. Beide stürzten um, der Schaden fiel laut einer Mitteilung der Polizei aber nur gering aus.

Im Erzgebirgskreis sind freiwillige Feuerwehren nach eigenen Angaben in der Nacht zu 43 Einsätzen ausgerückt, meist wegen umgestürzter Bäume. Einer er umfangreichsten Einsätze sei in Schlettau gewesen, wo ein Laubbaum auf ein Hausdach gefallen ist.

Hessen: Behinderungen im Bahnverkehr

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Sturmböen haben am Sonntag zu zahlreichen Behinderungen im Bahnverkehr geführt. Im hessischen Stadtallendorf nahe Marburg kollidierte ein Regionalzug mit einem in ein Gleis umgestürzten Baum, wie ein Sprecher der Deutschen Bahn am Sonntagabend sagte. In dem Zug saßen rund 200 Reisende, niemand sei verletzt worden. Der Zug sollte aller Voraussicht nach zum nächstgelegenen Bahnhof abgeschleppt werden und von dort seine Fahrt fortsetzen. Züge wurden zwischen Kassel und Frankfurt (Main) umgeleitet.

Wegen eines umgestürzten Baums im Gleis war am Sonntagabend auch die Bahnstrecke zwischen Warburg (Westfalen) und Kassel-Wilhelmshöhe gesperrt. Im Zugverkehr zwischen Kassel und Paderborn kam es am Abend zu Verspätungen. Im Regionalverkehr kam es in Nordrhein-Westfalen und Hessen vereinzelt zu weiteren Verspätungen und Teilausfällen.

Nordrhein-Westfalen: Einschränkungen durch Dauerregen und Sturmböen

Auch in Nordrhein-Westfalen haben Dauerregen und Sturmböen am Sonntag zu zahlreichen Störungen geführt. Im Regionalverkehr gab es am Abend Beeinträchtigungen. Zwischen Hilden und Solingen Hauptbahnhof kam es wegen eines umgestürzten Baums auf einem Gleis zu Teilausfällen, wie die Bahn mitteilte. Auch zwischen Hagen Hauptbahnhof und Gevelsberg behinderte ein umgestürzter Baum den Zugverkehr. Die S-Bahnen zwischen Wupptertal-Oberbarmen und Hagen Hauptbahnhof wurden umgeleitet.

Schiff verliert Container

Auch zwischen Düsseldorf Hauptbahnhof und Düsseldorf Flughafen mussten Bahnreisende am Sonntag Geduld mitbringen. Dort war der Verkehr vorübergehend eingestellt. Grund war ein an den Gleisen stehender Baukran, der sich durch den Wind gedreht und eine Hausfassade zerstört hat. Insgesamt drei Hebemaschinen hätten sich am Sonntagvormittag durch starken Wind gedreht und miteinander verhakt, teilte ein Sprecher der Polizei mit. An einem der Kräne war eine Metallkette befestigt, welche die Hausfassade beschädigte.

Auch die Feuerwehr in Wuppertal war am Sonntag vermehrt im Einsatz. Es habe umgefallene Bäume und losgelöste Planen gegeben, teilte ein Sprecher der Feuerwehr mit. Insgesamt habe es bis zum Nachmittag rund 20 sturmbedingte Einsätze gegeben.

In Düsseldorf waren zwei Container von einem Schiff in den Rhein gefallen. Feuerwehrleute hätten die leeren Großbehälter am Sonntag an Land gebracht und gesichert, teilte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei in Duisburg mit.

Aufgrund der Wetterlage blieben am Sonntag in Köln alle Sportplätze aus Sicherheitsgründen geschlossen, wie die Stadt Köln auf ihrer Webseite mitteilte.

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