Weitere Orte sperren Skihänge aus Sorge vor erneuten Besucherströmen | The Weather Channel
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Weitere Orte sperren Skihänge aus Sorge vor erneuten Besucherströmen

06.01.2021, Baden-Württemberg, Waldkirch: Kinder spielen im Schnee während die Eltern (vorne) zusehen. Auf dem Kandel bei Freiburg blieb der große Ansturm am Dreikönigstag trotz Neuschnee aus. Foto: Philipp von Ditfurth/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Am Dreikönigstag hält sich der Schneetourismus in Grenzen - wie hier im Schwarzwald. Weiter nördlich sorgen einige Orte fürs Wochenende vor.
(Philipp von Ditfurth/dpa)

Aus Sorge vor neuen Besucherströmen auf schneebedeckten Ski- und Rodelpisten wird in Olpe am Wochenende ein weiteres NRW-Wintersportgebiet abgeriegelt. Zuvor hatten sich mehrere Orte entsprechende Maßnahmen ergriffen.

Die Straßen um die Hänge am Fahlenscheid werden Samstag und Sonntag weiträumig für den Verkehr gesperrt, für die Pisten ist ein Betretungsverbot ausgesprochen, wie die Stadt Olpe und die Polizei am Mittwoch mitteilten. Polizei und Ordnungsamt seien am Wochenende im Einsatz, um Zufahrtswege zu sperren, den Verkehr umzuleiten und Ordnungswidrigkeiten zu ahnden. Falschparker würden notfalls abgeschleppt.

Müll hinterlassen, Wiesen zerstört

Diejenigen, die trotz aller Aufrufe nicht die Vernunft hätten, den Bereich rund um Fahlenscheid zu meiden, müssten mit Staus und Umwegen rechnen, warnte der Olper Bürgermeister Peter Weber (CDU). Wild parkende Ausflügler hatten der Gemeinde zufolge am Wochenende Müll hinterlassen und Wiesen kaputtgefahren.

Kein Kreis in NRW über 200er-Inzidenz

Nach Stand von Mittwoch liegt die 7-Tage-Inzidenz in keinem Kreis in NRW bei 200 und höher, so dass es keine Einschränkung des Bewegungsradius‘ auf 15 Kilometer für die Bewohner gibt.

Zehntausende Besucher in Winterberg gezählt

Viele verschneite Wintersportregionen im Sauerland und in der Eifel waren seit Weihnachten und während der freien Tage um den Jahreswechsel von Tagesausflüglern gestürmt worden. Der Wintersportort Winterberg im Sauerland sprach von täglich Zehntausenden, die sich auf den Weg gemacht hatten. Für eine wachsende Zahl von Skigebieten in NRW haben die Behörden inzwischen Betretungsverbote ausgesprochen. Gemeinden sperrten Parkplätze an Ausflugszielen ab.

Eifel-Gemeinde macht zu

So etwa in der Eifel-Gemeinde Hellenthal, wo die Maßnahmen nach Auskunft von Gemeindevertretern Wirkung zeigten. Nach Hellenthal und Winterberg will auch Reichshof im Bergischen Land in NRW die Straßen zu ihrem Skigebiet am nächsten Wochenende sperren. „Wie sehr wir uns auch immer auf Schnee und die vielen Besucher aus den umliegenden Städten freuen, diesen Winter geht es leider nicht“, erklärte Bürgermeister Rüdiger Gennies.

Beschränkungen in Hessen und Rheinland-Pfalz

Auch im nordhessischen Wintersportort Willingen werden am Wochenende Skipisten, Rodelhänge und Parkplätze für Besucher gesperrt. „Mindestabstände sind bei der Masse an Tagestouristen weder einhaltbar, noch kontrollierbar gewesen - sogar im Freien“, sagte der Gesundheitsdezernent des Landkreises Waldeck-Frankenberg, Karl-Friedrich Frese.

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In Rheinland-Pfalz sind die Zufahrten zu den Wintersportgebieten Schwarzer Mann und Wolfsschlucht noch bis zum Sonntag voll gesperrt.

Ausflugsziel in Niedersachsen überfüllt

Dichter Schneefall hat am Mittwoch an beliebten Ausflugszielen in Niedersachsen zu Verkehrsbehinderungen geführt. Im verschneiten Deister bei Hannover seien die Parkplätze schon am Morgen voll gewesen, sagte ein Polizeisprecher. Die Straßen mussten geräumt werden. Rund um den Höhenzug sei die Polizei verstärkt im Einsatz, um falsch parkende Autos auf Waldwegen und entlang der Landstraßen aufzuschreiben und abschleppen zu lassen und die Einhaltung von Corona-Regeln zu überprüfen.

Entspannung im Harz

Dagegen entspannte sich nach dem Besucheransturm der vergangenen Wochen die Lage im Harz etwas. „Die Parkplätze sind frequentiert, aber nicht ausgelastet“, sagte ein Sprecher der Polizei Goslar. Man hoffe, dass das so bleibe. Dichter Schneefall habe am Morgen auf der Bundesstraße 4 Richtung Torfhaus Verkehrsbehinderungen verursacht. Sollte es wieder zu einer Besucherflut kommen, werde die Polizei Straßen sperren, hieß es.

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