Im Osten herrscht höchste Waldbrandgefahr wegen anhaltender Trockenheit | Weather.com
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Im Osten herrscht höchste Waldbrandgefahr wegen anhaltender Trockenheit

Photo Taken In Morsum, Germany
Die Karte des DWD zeigt den derzeitigen Waldbrandgefahren-Index. Gelb steht für Stufe 1 und dunkelrot für die höchste Stufe 5
(GettyImages/DWD)

Durch die Trockenheit ist die Waldbrandgefahr vor allem im Norden und Osten derzeit hoch. Und derzeit sieht es danach aus, dass auch in den kommenden Wochen Regen Mangelware bleibt. Der ausbleibende Niederschläge verschärfen nicht nur die Waldbrandgefahr. Auch Landwirte blicken derzeit sorgenvoll auf die Wetterkarten.

Die Schauer, die sich am Mittwoch und Donnerstag in Berlin und Brandenburg ankündigen, sind nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Die Wassermengen reichen bei Weitem nicht aus, um die Trockenheit der letzten Zeit auszugleichen.

Für den Donnerstag können sich die Menschen in Berlin und Brandenburg auf wechselhaftes Wetter bei maximal 24 Grad einstellen. Der weiter anhaltende Wind lässt den gefallenen Regen schneller verdunsten und verschärft dadurch die Trockenheit. Deshalb gilt für Teile des Ostens nach wie vor die höchste Waldbrandgefahrenstufe.

Naturschutzgebiet in Niedersachsen fängt Feuer

Der Niederschlag in dieser Woche ist vermutlich vorerst der letzte Regen. In den kommenden Tagen und Wochen wird sich ein Hochdruckgebiet durchsetzen. Die vereinzelt auftretenden Schauer und Gewitter werden nicht in der Lage sein, die Trockenheit und hohe Waldbrandgefahr zu lindern.

Die anhaltende Trockenheit durch fehlenden Regen hat auch im Norden und Nordosten zu Waldbränden geführt. Am Dienstag ist die Feuerwehr in der Grafschaft Bentheim, Niedersachsen, ausgerückt, um einen Waldbrand in einem Naturschutzgebiet bei Engden in Schüttdort zu löschen. Es seien bis zu 2500 Quadratmeter betroffen gewesen, sagte der stellvertretende Kreisbrandmeister Ulrich Bölt. Im Einsatz waren rund 100 Einsatzkräfte mit 19 Fahrzeugen.

Der Brand war gegen 14 Uhr gemeldet worden - eine Stunde später sei die Feuerwehr bereits mit den Nachlöscharbeiten beschäftigt gewesen. Die Brandursache war zunächst nicht bekannt. Wegen des trockenen Wetters herrschte in Niedersachsen generell erhöhte Waldbrandgefahr.

Segelflieger entdeckt Waldbrand in Mecklenburg

Im Süden Mecklenburgs geführt musste die Feuerwehr am Sonntag ausrücken um Flammen die in einem ein Hektar großen Nadelwald bei Boizenburg im Landkreis Ludwigslust-Parchim zu löschen. Ein Segelflieger hatte den Brand in den Tessiner Tannen entdeckt und gemeldet. Sowohl die Brandursache als auch die Schadenshöhe seien noch unklar.

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Im Nordosten hat es seit März deutlich zu wenig geregnet. Nach Einschätzung der Landesforstanstalt besteht in den Forstämtern Jasnitz im Kreis Ludwigslust-Parchim, Mirow an der Mecklenburgischen Seenplatte und Bad Doberan bei Rostock die Warnstufe vier, also hohe Waldbrandgefahr. Es sei für die Jahreszeit zu trocken. Insgesamt gibt es fünf Waldbrand-Warnstufen.

Ausbleibender Regen beunruhigt Landwirte

Viele Bauern in der Region schauen derzeit mit Sorgen auf die Wetterkarten. Ihre Felder brauchen dringend Regen. Doch flächendeckender Regen bleibt derzeit aus. Für die Bauern, die im Frühjahr das Saatgut von Sommergetreide,

Mais oder Rüben ausgebracht haben, sei die Lage schwierig und bereite Sorgen, sagte dagegen die Sprecherin des Landesbauernverbands, Bettina Schipke, am Montag. Beim Mais oder den Leguminosen bestehe die Gefahr der Vertrocknung, wenn es nicht regnet. Alles, was im Herbst ausgesät wurde, habe dagegen den Stand, wie er sein sollte. Das gelte für den Raps oder das Wintergetreide.

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Die Sommermonate in Deutschland fallen tendenziell wieder zu trocken aus. Für Juni, Juli und August werden insgesamt bis zu 50 Liter pro Quadratmeter weniger Regen erwartet. Nur der Mai macht noch Hoffnung

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