Nach dem Schneechaos gibt es noch immer Behinderungen im Bahnverkehr | Weather.com
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Nach dem Schneechaos gibt es noch immer Behinderungen im Bahnverkehr

06.12.2023, Bayern, München: Ein ICE der Deutschen Bahn (DB) fährt aus dem Hauptbahnhof. Nach dem Chaos in den letzten Tagen entspannt sich die Lage im Bahnverkehr etwas. Foto: Sven Hoppe/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Auch fünf Tage nach dem Schneechaos müssen Bahnreisende im Süden Bayerns noch mit Einschränkungen rechnen. Ab Donnerstagabend droht sogar wieder Stillstand - diesmal durch Streiks.
(dpa)

Nach den schweren Schneefällen am Wochenende im südlichen Bayern hat sich die Lage weiter normalisiert. Dennoch wird der Zugverkehr auch am Donnerstag auf bestimmten Strecken weiter beeinträchtigt sein. Ab 22 Uhr droht den Bahnreisenden dann wieder ein Chaos aus ganz anderem Grund: Die Lokführergewerkschaft GDL hat die Beschäftigten im Fern- und Regionalverkehr zum Warnstreik aufgerufen.

Der Knoten München war am Mittwoch nach Angaben der Deutschen Bahn (DB) im Fernverkehr aus den allermeisten Richtungen wieder anfahrbar, teils aber weiter mit Einschränkungen. Im Regionalverkehr waren südlich und südwestlich von München noch zahlreiche Strecken gesperrt. Insbesondere im Werdenfelsnetz war laut DB auch am Mittwoch noch kein Bahnverkehr möglich.

Reparaturarbeiten dauern an

Bei der Bayerischen Regiobahn, die große Teile im Süden Bayerns bedient, kam es am Mittwoch zu einzelnen Zugausfällen. Auf den meisten Strecken werde aber wieder nach Fahrplan gefahren, sagte eine Sprecherin. „Wir sind immer auf die DB Netz AG angewiesen, wann sie die Strecken freigibt.“ Es dauere weiter, bis Bäume aus den Gleis beseitigt und Oberleitungen repariert seien.

Bei der S-Bahn München waren mehrere Bahnen wieder auf dem gesamten Linienweg unterwegs. Aufwendiger gestalten sich laut DB die Instandsetzungen an der S4, die als einzige Linie zunächst noch komplett unterbrochen war. Hier seien in Grafrath Bäume auf die Gleise geraten, wodurch mehrere Oberleitungsmasten umknickten. Die DB kündigte an, die Strecke bis zum Donnerstag wieder eingleisig zu befahren.

Schnee löste Verkehrsinfarkt aus

Der Zugverkehr war am Wochenende vor allem im Süden Bayerns nahezu zum Stillstand gekommen. Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU) warf der Deutschen Bahn schlechte Planung vor. „Natürlich gab es eine Extremwetterlage, aber das war ja angekündigt, man muss sich auf solche Dinge auch vorbereiten“, sagte der Minister dem Radiosender Bayern 2 des Bayerischen Rundfunks (BR). Für die Nutzung des Schienennetzes zahle der Freistaat rund 700 Millionen Euro im Jahr. “Da erwarte ich ein funktionierendes Netz.“

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Die Ausfälle bei der Bahn sollen auch Thema im Landtag werden. Verantwortliche der Deutschen Bahn und der Bayerischen Eisenbahngesellschaft sollen sich am 23. Januar im Verkehrsausschuss erklären.

Am Mittwoch waren erneut am Münchner Flughafen Flüge ausgefallen. Rund 60 von 560 geplanten Flügen wurden annulliert, wie ein Sprecher mitteilte. Für Donnerstag waren demnach zunächst keine Annullierungen angekündigt.

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