Kältewelle im Februar: So geht der Winter zu Ende | Weather.com
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Kältewelle zum Start in den Februar: So geht der Winter zu Ende

Der Februar beginnt mit einer Kältewelle. Doch in der zweiten Monatshälfte könnte es wieder sehr mild werden.

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Die Prognosen für den Winter waren eigentlich klar: Es sollte warm werden. Doch die Realität sieht anders aus. So war es im Januar bislang so kalt wie seit 15 Jahren nicht. Vielleicht gleicht sich das in den nächsten Tagen wieder aus. Aber etwas ganz Ähnliches könnte beim Wetter im Februar passieren.

Neue Kältewelle in Deutschland schon Ende Januar?

Es wird voraussichtlich wieder winterlich Ende Januar. Darauf deuten im Moment alle Wettermodelle hin. Doch wie lange bleibt es kalt? Wenn man den Wochenprognosen vom EZMWF (Europäisches Zentrum für mittelfristige Wettervorhersage) glauben schenkt, dann wird es lange kalt bleiben. Von Ende Januar bis Mitte Februar sind unterdurchschnittliche Temperaturen vorhergesagt - und gleichzeitig sehr wenig Niederschlag. Das hängt wieder mit einer Störung des Polarwirbels zusammen, die uns erneut einen Wintereinbruch bescheren kann.

Das spricht für eine kalte Ostlage. Dabei kommt trockene, arktische Luft aus Osten zu uns nach Deutschland. Aber wie plausibel ist das? Tatsächlich sehen wir jetzt schon in den Wettermodellen, dass sich ein kräftiges Skandiavien-Hoch etabliert. Rund um Moskau werden nächste Woche beispielsweise Temperaturen von -30 Grad erwartet. Das ist selbst für Russland bitterkalt. Über Osteuropa setzt sich eine Kältewelle fest in den nächsten zwei Wochen. Und genau über diesen Weg könnte es auch bei uns wieder kälter werden.

Was heißt das für unser Wetter im Februar?

Das würde bedeuten, dass es vor allem im Osten Deutschlands wieder sehr kalt wird. Im Westen wäre es deutlich milder. Zu Schneefall lässt sich noch nicht viel sagen. Es könnte sein, dass Schnee am Anfang der Kältephase dabei ist. Wenn der kalte Ostwind aber erst einmal da ist, bleibt es auch trocken. Daher können einen schneelosen Februar nicht ausschließen - trotz der Kälte.

Wie lange kann sich die Kälte halten?

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Sehr viel länger als zwei Wochen wäre eine Überraschung. Denn grundsätzlich war der Februar zu warm prognostiziert – nicht rekordmäßig, aber zu warm. Das könnte auch noch klappen, wenn eine Erwärmung in der zweiten Monatshälfte einsetzt. Dann könnte es vom harten Winter in den milden Frühling übergehen, ganz ähnlich zu der aktuellen Wetterlage im Januar.

Das würde bedeuten, dass wir von einem Extrem ins andere kommen und es im Mittel doch wieder etwas zu warm ist.

Wie geht es danach weiter?

Es gibt einen Trend, der aber nicht sehr belastbar ist. Der Polarwirbel könnte im Februar erneut ins Straucheln geraten. Das ist noch sehr unsicher. Doch sollte das passieren, könnte es auch im März nochmal kalt werden. Was man aber schon sagen kann: Der Polarwirbel wird dieses Jahr früher zu Ende gehen als normal.

Klimatologisch gesehen kommt das sogenannte "Final Warming" des Polarwirbels um den 12. April. Das ist dann das Ende des Polarwirbels und markiert in der Stratosphäre das Ende des Winterhalbjahres. Dieses Jahr wird der Polarwirbel wohl schon um den 18. März zusammenbrechen, also mehr als drei Wochen vor dem eigentlichen Termin.

Auch das Final Warming kann nochmal einen Kälteausbruch zur Folge haben. Das kann sich allerdings auch erst Wochen später bemerkbar machen. Aber Schnee zu Ostern wäre dann auch noch möglich.

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