Schnee und Kälteeinbruch in den Alpen | Weather.com
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Schneefall im Juni: Plötzlicher Kälteeinbruch in den Alpen

In den Alpen schlägt die Schafskälte nochmal voll zu und es fällt sogar nochmal Schnee.

Wintereinbruch im Juni: In den Bergen südlich von München kann es jetzt nochmal Neuschnee geben.
Am Mittwoch kommt es zu Niederschlägen im Süden, die in den Bergen als Schnee runterkommen.
(TWC)

Während vielerorts zum Wochenende wieder sommerliche Temperaturen erwartet werden, kehrt in den Alpen vorübergehend der Winter zurück. Ein Tiefdruckgebiet über Italien bringt ab heute nicht nur kräftigen Regen, sondern in höheren Lagen sogar Schnee. Doch wie ungewöhnlich ist Schneefall mitten im Juni?

Kälteeinbruch trifft vor allem die Alpen

Für Teile des Alpenraums ändert sich das Wetter nochmal gravierend zur Wochenmitte. Verantwortlich dafür ist ein Italien-Tief, das sich über Südeuropa festgesetzt hat und feuchte Luftmassen gegen die Alpen lenkt. Die Folge sind ergiebige Niederschläge entlang des Alpenbogens.

Besonders betroffen sind das südliche Bayern, vor allem der Alpenrand, sowie weite Teile Tirols, Oberösterreichs, Salzburgs und der Steiermark. Dort werden bis Donnerstag Niederschlagsmengen von mehr als 20 Litern pro Quadratmeter erwartet.

Während in den Tälern vor allem Regen fällt, sorgt die deutlich kühlere Luft in der Höhe für winterliche Verhältnisse in den Bergen. In großen Höhen sinken die Temperaturen unter den Gefrierpunkt. Es kommt nochmal zu einem Kälteeinbruch und die Niederschläge fallen dort plötzlich als Schnee oder Schneeregen.

Wo kann nochmal Schnee fallen?

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Der Schneefall konzentriert sich hauptsächlich auf die höheren Lagen der Alpen. Die Schneefallgrenze liegt dort bei etwa 2000 Metern. Besonders betroffen ist Tirol: Bis Mittwochabend zieht sich ein Niederschlagsband mit Schneefall südlich von Innsbruck über weite Teile Tirols bis in die Steiermark.

Vereinzelt kann es auch in tieferen Lagen zu Schneeregen oder kurzen Schneeschauern kommen. Aufgrund der vergleichsweise milden Temperaturen am Boden bleibt der Schnee aber dort nicht liegen. Ein Wintereinbruch in den Tälern oder gar im Flachland ist daher nicht zu erwarten. Die winterlichen Bedingungen beschränken sich auf die Hochlagen der Alpen.

Ist Schneefall im Juni ungewöhnlich?

Die kurze Antwort lautet: Nein. Schneefall im Juni ist in den Alpen grundsätzlich nichts Außergewöhnliches. Vor allem oberhalb von 2000 Metern kann es selbst zu Beginn des Sommers noch zu winterlichen Wetterlagen kommen. Allerdings gehört solcher Spätschnee bereits zum späten Rand der Schneesaison.

Während entsprechende Wetterlagen in der Vergangenheit häufiger auftraten, werden sie durch den Klimawandel zunehmend seltener. Heute handelt es sich meist um einzelne Kaltlufteinbrüche, die vorübergehend für Schnee in den Bergen sorgen. In den höchsten Alpinregionen bleibt Schneefall im Juni jedoch auch weiterhin ein regelmäßiges, wenn auch selten gewordenes Wetterphänomen.

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