Wetterchaos: Schnee und Eis bremsen Autos und Bahnen | Weather.com
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Wetterchaos: Schnee und Eis bremsen Autos und Bahnen

Vereiste Oberleitungen legen Berlins Trams lahm, Lastwagen blockieren Autobahnen und ein Auto landet im Kirchgarten. Ist nach einem schneereichen Tagesbeginn mit Entspannung zu rechnen?

Aktualisiert, Montag, 26. Januar 2026 um 16:22 Uhr:

Im bundesweiten Fernverkehr der Bahn kommt es aufgrund des Wintertiefs Leonie weiter zu Einschränkungen. Besonders betroffen ist nach Angaben der Deutschen Bahn der Nordosten mit Verkehrsverbindungen zwischen Berlin und der Ostsee. Problematisch sind in betroffenen Regionen Weichenstörungen, vereiste Oberleitungen sowie Schneeverwehungen.

Eisbrocken auf Weichen müssen manuell entfernt werden

Die aktuelle Witterung mit abwechselnd Schnee und Regen bei Temperaturen um den Gefrierpunkt führe zu teils starker Eisbildung an Fahrzeugen und Infrastruktur, teilte die Bahn mit. Die Eisablagerungen an Fahrzeugen können sich demnach im Bereich der Weichen lösen und dort in bewegliche Teile fallen. Weichenheizungen könnten diese Eisbrocken nur langsam lösen, weshalb diese manuell entfernt werden müssten. 

Putzloks befreien Oberleitungen von Eis

Auch Schneeverwehungen sorgten immer wieder für blockierte Weichen, hieß es. Hunderte Beschäftigte der Deutschen Bahn seien im Dauereinsatz, um die Weichen von Schnee und Eis zu befreien und die Auswirkungen auf den Zugverkehr so gering wie möglich zu halten. ei stark vereisten Oberleitungen setzt die DB nach eigenen Angaben in betroffenen Regionen weiterhin sogenannte Putzloks ein. Diese sorgten dafür, dass die Oberleitung von Eis befreit beziehungsweise freigehalten werde.

26.01.2026, Berlin: Eine Feuerwehr ist am frühen Morgen in Lichtenberg auf gefährlich glatten Straßen unterwegs. Foto: Jens Kalaene/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Eine Feuerwehr ist am frühen Morgen im Berliner Bezirk Lichtenberg auf gefährlich glatten Straßen unterwegs.
(Jens Kalaene/dpa)

Starker Schneefall und Eisregen haben am Morgen in weiten Teilen Deutschlands den Berufsverkehr behindert. Regional häuften sich Unfälle auf den Straßen, etwa in Teilen Sachsens, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Meistens blieb es bei Blechschäden. Zeitweise war es auch für Fußgänger und Radfahrer gefährlich glatt, weil sich Regen auf gefrorenen Böden in Eis verwandelte.

Bei der Deutschen Bahn ist im Fernverkehr mit Verspätungen und Zugausfällen zu rechnen, wie das Unternehmen am Morgen mitteilte. Dies gelte für den gesamten Süden Deutschlands sowie die Verbindungen von und nach Berlin, Hamburg und Hannover.

Oberleitungen vereist - kein Tramverkehr

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In Berlin musste der Straßenbahnverkehr wegen vereister Oberleitungen eingestellt werden. Die gestreuten Hauptstraßen waren hingegen problemlos befahrbar. Auch andernorts war der öffentliche Nahverkehr eingeschränkt oder wurde vorübergehend eingestellt.

Den Südwesten Deutschlands hatte die Schneefront bereits am Sonntagabend erreicht. Dort fielen bis zu 25 Zentimeter Neuschnee. In Stuttgart wurden am Abend rund 70 Unfälle auf glatten Straßen gezählt, in der Region Ulm mehr als 50. Schwere Unfälle waren nicht dabei.

Regional noch Unwetterwarnungen

Am Morgen galten noch für Teile Mecklenburg-Vorpommerns und Brandenburgs Unwetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) wegen der Gefahr von Glatteis. Für Teile des nördlichen Bayerns galten noch Unwetterwarnungen wegen Schneefalls, wie aus dem Internetauftritt des DWD hervorging.

Bei Weinsberg in Baden-Württemberg blieben in der Nacht auf einer Verbindungsstrecke von zwei Autobahnen 15 bis 20 Autos und Lastwagen im Schnee stecken, wie die Polizei in Heilbronn mitteilte. Bei Bad Hersfeld in Hessen blockierten Lastwagen Fahrspuren, "weil die Fahrer meinten, bei dem Schnee noch überholen zu müssen", wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums Fulda sagte. In mehreren Landkreisen Niedersachsens wurde der Schulunterricht wegen der gefährlichen Anfahrtswege abgesagt.

Auto rutscht in Vorgarten einer Kirche

Mit steigenden Temperaturen über den Gefrierpunkt entspannte sich die Lage regional wieder. So hob der Deutsche Wetterdienst die Glatteiswarnung für Sachsen auf. Zuvor gab es im Vogtland und im Raum Leipzig mehrere Unfälle als Folge der Glätte.

Bei Nürnberg geriet ein Mann mit seinem Auto auf schneeglatter Fahrbahn ins Rutschen und landete im Vorgarten einer Kirche. Der Wagen kam in Happurg von der abschüssigen Straße ab, fuhr auf das Gelände der Kirche und stieß gegen eine Treppe am Gebäude. Rettungskräfte brachten den 34-Jährigen leicht verletzt ins Krankenhaus.

Die Wetteraussichten

Entspannung ist erst einmal nicht in Sicht. Der Wetterdienst erwartet im Tagesverlauf in vielen Teilen Deutschlands weitere Schneefälle, die allmählich nachlassen. Mit den größten Schneemengen sei von Osthessen bis nach Oberfranken zu rechnen, örtlich bis zu 15 Zentimeter. Abseits der Küsten bleibt es frostig bei 0 bis minus 5 Grad.

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