Inversion verschlechtert aktuell die Luftqualität | Weather.com
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Inversion verschlechtert Luftqualität – dann lässt uns Polarluft durchatmen

In vielen Regionen herrscht derzeit dicke Luft, die durch eine Inversionswetterlage noch verschlechtert wird. Doch einströmende Polarluft lässt uns wieder durchatmen.

Karte von Mitteleuropa mit farbigen Punkten, die Luftqualitätsmessstationen in Deutschland, Belgien, den Niederlanden, Polen und angrenzenden Regionen darstellen
In weiten Teilen im Norden und im Westen Deutschlands herrscht derzeit dicke Luft.
(Umweltbundesamt)

Die Luftqualität in Deutschland ist derzeit vielerorts eingeschränkt. Besonders im Norden sowie entlang des Rheins werden aktuell erhöhte Feinstaubwerte gemessen. Neben klassischen Schadstoffquellen spielt dabei auch die Natur eine Rolle: In diesen Regionen stehen zahlreiche Birken, deren Pollenflug die Belastung zusätzlich verstärkt.

Welche Schadstoffe sind in der Luft?

Feinstaub besteht aus winzigen Partikeln in der Luft, die so klein sind, dass sie tief in die Atemwege eindringen können. Diese Partikel setzen sich aus unterschiedlichen Bestandteilen zusammen, darunter Ruß aus Verbrennungsprozessen (etwa durch Verkehr oder Industrie), Reifen- und Bremsabrieb, aufgewirbelter Staub sowie sekundäre Partikel, die sich erst in der Atmosphäre aus Gasen wie Stickoxiden oder Ammoniak bilden. Auch natürliche Bestandteile wie Pollen oder Saharastaub können zur Feinstaubkonzentration beitragen.

Wetterphänomen trägt zur schlechten Luftqualität bei

Aktuell spielt auch eine Inversionswetterlage eine Rolle dabei, dass sich Schadstoffe in Bodennähe anreichern. Bei diesem Wetterphänomen liegt eine wärmere Luftschicht über kälterer Luft am Boden und verhindert so den vertikalen Luftaustausch. Die Schadstoffe können also nicht aufsteigen und bleiben in der unteren Luftschicht gefangen.

Wetterumstellung lässt aufatmen

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Doch Entlastung ist in Sicht: Bereits am Mittwoch erreicht eine Kaltfront aus Nordwesten das Land. Mit ihr strömt kühlere Luft ein, begleitet von auffrischendem Wind und teils kräftigen Niederschlägen.

Diese Wetterumstellung hat gleich mehrere positive Effekte auf die Luftqualität. Zum einen werden Feinstaubpartikel und Pollen durch Regen aus der Luft gewaschen, zum anderen sorgt der Wind für eine bessere Durchmischung der Luftschichten. Gleichzeitig löst sich die Inversion auf, sodass Schadstoffe abtransportiert werden können. Nach der Kaltfront setzt sich dann auch zwar kältere, dafür aber saubere Luft durch. Polarluft ist in der Regel eine sehr reine Luft.

Ab Mittwoch ist in weiten Teilen Deutschlands mit einer spürbaren Verbesserung der Luftqualität zu rechnen, die voraussichtlich bis in die kommende Woche anhält. Somit hat der Temperatursturz und auch der nachfolgende Frost etwas Gutes.

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