Extreme Hitze: Warum 40 Grad keine Ausreißer mehr sind | Weather.com
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Extreme Hitze: Warum 40 Grad keine Ausreißer mehr sind

Extreme Hitze in Deutschland ist nach Einschätzung von Meteorologe Jan Schenk kein Ausnahmeereignis mehr. Vor allem sehr heiße Tage mit 35 oder sogar 40 Grad nehmen laut dem Wetterexperten deutlich zu.

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Hitze in Deutschland erreicht nach Einschätzung von Meteorologe Jan Schenk eine neue Dimension. Was früher als außergewöhnlich galt, tritt aus seiner Sicht inzwischen deutlich häufiger auf. Besonders bei sehr hohen Temperaturen ab 35 Grad sieht der Schenk eine klare Entwicklung. „30 Grad hat es natürlich auch früher schon gegeben. Aber bei 35 Grad sehen wir in den vergangenen rund 20 Jahren eine Verdreifachung. Der Trend ist also eindeutig“, erklärt Schenk.

Nach Einschätzung des Meteorologen ist deshalb der Vergleich mit früher nur eingeschränkt möglich. Gerade Temperaturen im Bereich von 40 Grad seien ein Hinweis darauf, dass sich die Sommer in Deutschland erkennbar verändern.

Warum 40 Grad keine Ausreißer mehr sind

Schenk macht deutlich, dass Hitze in Deutschland mit Werten um 40 Grad nicht einfach als gewöhnliches Sommerwetter eingeordnet werden könne. Zwar habe es vereinzelt auch in der Vergangenheit extreme Ausschläge gegeben, doch die Häufung und die öffentliche Debatte darüber seien neu.

„Bei 40 Grad kann man nicht sagen, dass das früher schon ganz normal gewesen sei. Solche Werte sind in Deutschland ein neues Phänomen“, sagt er.

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Besonders deutlich wird seine Einschätzung bei der historischen Einordnung der Temperaturen. „40 Grad sind heute gewissermaßen das, was früher 30 Grad waren. In den Neunzigern haben wir über 30 Grad gesprochen, heute reden wir über 40”, sagt Jan Schenk.

Damit beschreibt der Meteorologe eine Entwicklung, die sich aus seiner Sicht künftig weiter verfestigen dürfte. Über Temperaturen jenseits der 40-Grad-Marke werde in Deutschland wohl immer häufiger gesprochen werden müssen.

Hitze in Deutschland verändert den Blick auf den Sommer

Nach Einschätzung von Schenk verschiebt sich damit auch das Verständnis davon, was als typischer sommerlicher Höchstwert gilt. Was früher bei 30 Grad seinen markanten Höhepunkt erreicht habe, liege heute zunehmend deutlich höher. „40 Grad werden künftig der neue sommerliche Höchstwert sein, über den wir jedes Jahr sprechen“, sagt Schenk.

Aus Sicht des Meteorologen könnten Temperaturen, die lange als Ausnahme galten, Schritt für Schritt zur neuen Realität werden. Auf die Frage, ob diese Entwicklung bereits als neue Normalität bezeichnet werden könne, antwortet Schenk klar: „Ja, diese Entwicklung ist die neue Normalität“, sagt Schenk.

Für 40 Grad gibt es noch keinen festen Begriff

Während für Temperaturen ab 35 Grad im Deutschen bereits der Begriff Wüstentag gebräuchlich ist, fehlt für Werte um 40 Grad bislang eine fest etablierte Bezeichnung. Gerade deshalb könnte die Debatte über Hitze in Deutschland in Zukunft noch weiter an Bedeutung gewinnen.

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