Vulkane waren auch auf der erdabgewandten Seite des Mondes aktiv | Weather.com
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Sonde sammelt 4,2 Milliarden alte Bodenprobe vom Mond – das ist die Erkenntnis

Dieses von der Nachrichtenagentur Xinhua veröffentlichte Bild zeigt die Lander-Absender-Kombination der Chang'e-6-Sonde, nachdem sie am 4. Juni 2024 auf der Mondoberfläche gelandet war. Aufgenommen wurde das Bild von einem Mini-Rover (CNSA/Xinhua via AP, File)
Dieses von der Nachrichtenagentur Xinhua veröffentlichte Bild zeigt die Lander-Absender-Kombination der Chang'e-6-Sonde, nachdem sie am 4. Juni 2024 auf der Mondoberfläche gelandet war. Aufgenommen wurde das Bild von einem Mini-Rover
(CNSA/Xinhua via AP, File)

Die chinesische Sonde "Chang'e 6" ist auf der erdabgewandten Seite des Mondes Vulkanen auf die Spur gekommen. Zwei Forscherteams haben unter den von der Sonde zur Erde zurückgebrachten Bodenproben Fragmente von Vulkangestein gefunden, die etwa 2,8 Milliarden Jahre alt sind, wie die Fachzeitschriften "Nature" und "Science" am Freitag berichteten. Ein weiteres Stück wurde sogar auf ein Alter von 4,2 Milliarden Jahren datiert.

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"Chang'e 6" war im Mai zum Mond gestartet und brachte im Juni erstmals Bodenproben von der erdabgewandten Seite des Himmelskörpers zur Erde zurück. Die jetzt veröffentlichten Ergebnisse bestätigten frühere Annahmen, dass es dort wie auf der erdzugewandten Seite Vulkanaktivitäten gegeben hat.

Vulkanaktivitäten über Milliarden Jahre

"Eine Probe aus dieser Region zu erhalten, ist wirklich wichtig, weil wir sonst keine Daten für dieses Gebiet haben", sagte Christopher Hamilton, ein Experte für planetarische Vulkane an der Universität von Arizona, der nicht an der Forschung beteiligt war.

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Die erdabgewandte Seite des Mondes ist von Kratern übersät und weist weniger flache, dunkle Ebenen auf, die von Lavaströmen geformt wurden, als die erdzugewandte Seite. Warum die beiden Hälften so unterschiedlich sind, bleibe ein Rätsel, sagte Studienmitautor Qiu Li Li von der chinesischen Akademie der Wissenschaften.

Die Vulkanaktivitäten auf der erdabgewandte Seite hätten den Forschungen zufolge eine Milliarde Jahre gedauert. Künftige Forschungen sollten klären, warum sie so lange anhielten.

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