Sonnenfinsternis am Faschingsdienstag | Weather.com
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Himmelsspektakel am Dienstag: Wo die ringförmige Sonnenfinsternis zu sehen ist

Die ringförmige Sonnenfinsternis am Dienstag werden nur wenige Menschen zu Gesicht bekommen. Und das hat einen Grund.

TOPSHOT - The "ring of fire" eclipse is pictured from Puerto San Julian, Santa Cruz Province, Argentina, on October 2, 2024. (Photo by Juan MABROMATA / AFP) (Photo by JUAN MABROMATA/AFP via Getty Images)
So faszinierend sieht ein "ring of fire" aus – wie hier am 2. Oktober 2024 über Puerto San Julian, Santa Cruz Provinz in Argentinien
(JUAN MABROMATA/AFP via Getty Images)

Am Dienstag, 17. Februar 2026, findet die erste Sonnenfinsternis des Jahres statt. Die sogenannte ringförmige Sonnenfinsternis, auch bekannt als Feuerring, wird jedoch nur in der Antarktis zu sehen sein. Deshalb werden sie neben nur wenigen Menschen, die dort forschen oder auf Expedition sind, hauptsächlich Pinguine und einige andere kälteresistente Tierarten zu Gesicht bekommen.

Was bedeutet ringförmig bei einer Sonnenfinsternis?

Bei einer ringförmigen Sonnenfinsternis schiebt sich der Mond vor die Sonne und wirkt am Himmel aber etwas kleiner als die Sonnenscheibe. Deshalb bleibt außen ein heller Ring stehen – der Feuerring – statt einer vollständigen Verdunkelung.

Der Grund ist schlicht Geometrie: Der Mond ist dann weit genug von der Erde entfernt, dass sein scheinbarer Durchmesser nicht ausreicht, um die Sonne komplett zu bedecken. "Die Pinguine da unten werden eine großartige Show bekommen", sagte der Astronom Joe Llama vom Lowell-Observatorium im US-Bundesstaat Arizona. "Die Sonne bekommt im Grunde ihr Zentrum herausgeschnitten."

Warum sieht man den Feuerring ausgerechnet dort?

Die Zone der Ringförmigkeit ist extrem abgelegen. Vorberichte nennen nur einige Forschungsstationen als mögliche Beobachtungsorte, etwa die Concordia-Station in der Antarktis. Das ist kein Zufall, sondern die Folge der Bahngeometrie dieses Ereignisses: Die schmale „Hauptspur“ der Ringförmigkeit zieht über Regionen, die in regulären Reisepläne praktisch nicht vorkommen.

Wo ist die Sonnenfinsternis auch partiell zu sehen?

Spannend wird es für deutlich mehr Menschen am Rand der zentralen Spur: Dort gibt es eine partielle Finsternis, also eine Sonne, die je nach Standort mehr oder weniger „angeknabbert“ wirkt. Sichtbar ist das unter anderem in Teilen des südlichen Afrikas, an der Südspitze von Chile und Argentinien sowie in Inselregionen im Indischen Ozean.

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Wie in Durban (Südafrika), Antananarivo (Madagaskar) und Port Louis (Mauritius). Außerhalb der Antarktis erscheint das Himmelsspektakel jedoch ohne Feuerring.

Warum sieht der „Biss“ überall anders aus?

Entscheidend ist der Abstand zur zentralen Finsternisbahn: Je weiter ein Ort davon entfernt liegt, desto kleiner ist die Bedeckung. Auf der Mittellinie entsteht die Ringform, daneben nur eine partielle Phase. Genau deshalb kann die Finsternis in einer Stadt spektakulär wirken – und ein paar hundert Kilometer weiter fast unscheinbar.

Wann kommt die Sonnenfinsternis?

Global beginnen die berechneten Zeiten für diese Finsternis am Vormittag. Der Verlauf zieht sich über mehrere Stunden, weil der Mondschatten als wandernde Zone über die Erdoberfläche zieht: In der zentralen Spur ist die ringförmige Phase sichtbar, außerhalb davon nur eine partielle Bedeckung.

Was muss man beachten?

Experten warnen davor, Sonnenfinsternisse direkt zu beobachten, selbst wenn die Sonne zu großen Teilen bedeckt ist. Sie empfehlen spezielle Brillen, die ultraviolettes Licht und fast das gesamte sichtbare Licht blockieren. Sonnenbrillen reichen nicht aus.

Kommt es 2026 nochmal zu einer Sonnenfinsternis?

Im August steht dann eine vollständige Sonnenfinsternis an, die in Grönland, Island, Spanien, Russland und Teilen Portugals zu sehen sein wird. Weite Teile Europas, Afrikas und Nordamerikas sollen dann eine partielle Finsternis beobachten können.

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