Smile: Esa-Mission gestartet | Weather.com
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Esa-Mission soll klären: Wie reagiert Erd-Schutzschild auf Weltraumwetter?

Gemeinsam mit China schickt Europa «Smile» ins All: Der Satellit soll neue Erkenntnisse zu Sonnenstürmen, Polarlichtern und dem unsichtbaren Schutzschild der Erde liefern.

ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit der aktuellen Berichterstattung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits +++ dpa-Bildfunk


18.05.2026, Frankreich, Kourou: Die Vega-C-Rakete mit dem Satellit "Smile" an Bord steht am europäischen Weltraumbahnhof in Kourou in Französisch-Guayana auf ihrem Startplatz bereit, um in den Weltraum zu fliegen. (J Georget/Esa/dpa)
18.05.2026, Frankreich, Kourou: Die Vega-C-Rakete mit dem Satellit "Smile" an Bord steht am europäischen Weltraumbahnhof in Kourou in Französisch-Guayana auf ihrem Startplatz bereit, um in den Weltraum zu fliegen.
(J Georget/Esa/dpa)

Wie genau reagiert das magnetische Schutzschild der Erde auf Weltraumwetter? Um diese Frage zu beantworten, schickt die europäische Raumfahrtagentur Esa die Smile-Mission ins All. Der Satellit hob am frühen Dienstagmorgen an Bord einer Vega-C-Rakete vom europäischen Weltraumbahnhof in Kourou in Französisch-Guayana ab. Smile soll sowohl Sonnenwinde und energiereiche Ausbrüche der Sonne abbilden als auch die Reaktion des dynamischen Schutzschildes der Erde. Unter anderem sind Deutschland, Österreich, die Schweiz und China an dem Projekt beteiligt.

Instrumente zu Polarlichtern, Magnetfeld und Sonnenwind

Die Mission soll das Verständnis des Schutzschildes verbessern und erstmals Position, Form und Ausdehnung der Magnetosphäre als Ganzes darstellen. Auch darüber, wie Sonnenwinde Polarlichter und Stürme auslösen, erhoffen sich Forscherinnen und Forscher ein umfassendes Bild.

Smile hat insgesamt vier Instrumente an Bord. Mit einer Röntgenkamera soll die sonst nicht sichtbare Magnetosphäre abgebildet werden. Eine Ultraviolettkamera kann mehr als drei Tage am Stück Polarlichter erfassen. Ein Magnetometer zeichnet das Magnetfeld auf und ein Ionenspektrometer nimmt die Energie und Einfallsrichtung von Sonnenwind-Partikeln auf.

Langer Weg bis zum Zielorbit

Die Rakete bringt den Flugkörper zunächst einmal in eine erdnahe Umlaufbahn in einer Höhe von etwa 700 Kilometern. Durch mehrere Schübe soll der Satellit dann schließlich in seinen Zielorbit kommen: eine elliptische Umlaufbahn, die zwischen 5000 und 121.000 Kilometer von der Erde entfernt ist. Bis erste wissenschaftliche Daten der dreijährigen Mission verfügbar sind, dürfte es mehrere Monate dauern.

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