Nach über 30 Jahren: Nasa plant Rückkehr zum „Höllenplaneten“ | Weather.com
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Nach über 30 Jahren: Nasa plant Rückkehr zum „Höllenplaneten“

Hier herschen Temperaturen von 400 Grad. Nicht umsonst wird die Venus auch „Höllenplanet“. Jetzt bereitet die Nasa zwei Missionen zur Venus vor, um die größten Rätsel der Venus zu entschlüsseln.

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Die Nasa hat ihre Pläne, nach mehr als 30 Jahren zur Venus zurückzukehren jetzt bekräftigt. In einem Demnach soll es bis 2030 zwei Missionen zu dem Planeten geben, um, wie die Nasa ausführt, Vergangenheit und Gegenwart des Planeten, dem drittkleinsten unseres Sonnensystems, besser zu verstehen.

Die Mission Davinci besteht aus einem Orbiter und einer Abstiegssonde. Die Sonde soll tief in die dichte und giftige Venusatmosphäre eintauchen, Daten zur chemischen Zusammensetzung sammeln und hochauflösende Bilder der Oberfläche aufnehmen. Die Sonde selbst ist hitzebeständig und gepanzert. Auf der Venus herrscht ein Atmosphärendruck der 92 mal höher ist als auf der Erde. Mit der Mission Veritas hingegen soll die Venus topografisch kartiert und die geologische Geschichte des Planeten erforscht werden.

Warum wurde die Venus zur Höllenwelt?

Mit diesen beiden Missionen möchte die Nasa vor allem die grundlegende Frage beantworten, warum sich die Venus zu einer lebensfeindlichen Glutwelt entwickelt hat, während die Erde zu einer Oase des Lebens wurde. Obwohl beide Planeten Zwillinge in Größe und Masse sind, verlief ihre Entwicklung doch völlig gegensätzlich. Die Nasa-Wissenschaftler konzentrieren sich auf fünf zentrale Fragen:

Gab es jemals Ozeane aus Wasser auf der Venus?

Wissenschaftler vermuten, dass die Venus in ihrer frühen Jugend flüssiges Wasser oder sogar ganze Ozeane besessen haben könnte. Die Landesonde von Davinci wird bei ihrem Abstieg chemische Signaturen (Edelgase und Isotope) messen, die wie ein geologischer Fußabdruck verraten sollen, ob der Planet einst bewohnbar war.

Wie kam es zu dem extremen Treibhauseffekt auf der Venus?

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Die Venus leidet unter einem außer Kontrolle geratenen Treibhauseffekt. Die Missionen untersuchen die genaue Zusammensetzung und Entwicklung der Atmosphäre, um zu verstehen, wie und wann das Klima des Planeten so radikal umkippte. Diese Erkenntnisse könnten dann auch dabei helfen, den Klimawandel auf der Erde besser zu verstehen.

Besitzt die Venus Kontinente wie die Erde?

Die Venus verfügt über riesige, zerklüftete Hochländer. Die NASA will herausfinden, ob es sich dabei um Granitgestein handelt, das ähnlich wie die irdischen Kontinente nur unter dem Einfluss von Wasser entstehen kann. [

Gibt es auf der Venus aktive Vulkane und Plattentektonik

Veritas wird die Oberfläche mit hochauflösendem Radar abtasten, um zu prüfen, ob es dort noch heute aktive Vulkane oder Verschiebungen von tektonischen Platten gibt. Bisher ist unklar, wie dynamisch das Innere der Venus im Vergleich zur Erde ist.

Was verrät uns die Venus über Planeten außerhalb unseres Sonnensystems?

Das Verständnis der Venus hilft der Astronomie, die Daten des James-Webb-Weltraumteleskops auszuwerten. Viele der entdeckten Exoplaneten ähneln in Größe und Abstand zu ihren Sonnen der Venus. Die Missionen sollen zeigen, wie wahrscheinlich es ist, dass solche fernen Welten eine Atmosphäre besitzen oder Leben beheimaten könnten.

So verlief die bisher letzte Venus-Mission

Die letzte eigenständige NASA-Mission zur Venus war die Magellan-Mission. Sie startete im Mai 1989, erreichte den Planeten 1990 und kartierte bis 1994 mittels Radar rund 98 Prozent der Venusoberfläche. Nach dem erfolgreichen Abschluss der Kartierung stürzte die Sonde 1994 gezielt in die Venusatmosphäre.

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