Sonne, Mond und Sterne im Juli | Weather.com
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Seltene Sternschnuppen sichtbar: Sonne, Mond und Sterne im Juli

Das Sommerdreieck und seltene Sternschnuppen: Welche Himmelsphänomene im Juli 2026 zu beobachten sind.

17.06.2026, Nordrhein-Westfalen, Köln: Der sichelförmige Mond wird am Abend hinter Wolken von der Venus (oben) begleitet. (Rolf Vennenbernd/dpa)
17.06.2026, Nordrhein-Westfalen, Köln: Der sichelförmige Mond wird am Abend hinter Wolken von der Venus (oben) begleitet.
(Rolf Vennenbernd/dpa)

Venus glänzt als heller Abendstern am westlichen Himmel. Man nennt unseren inneren Nachbarplaneten Abendstern, obwohl Venus kein Stern im astronomischen Sinne ist, sondern ein Planet, der das Sonnenlicht reflektiert. Saturn ist Planet der zweiten Nachthälfte. Der Ringplanet verlagert seine Aufgänge in die Zeit vor Mitternacht. Anfang Juli geht Saturn um 1.21 Uhr auf, Ende des Monats schon um 23.20 Uhr.

Mars taucht am Morgenhimmel auf. Noch vor Beginn der Morgendämmerung kann man den roten Planeten im Nordosten im Sternbild Stier ausmachen. Am 4. zieht Mars nur 0,1 Grad südlich am fernen Uranus vorbei. Um Uranus zu erkennen, benötigt man ein Fernglas oder Teleskop. Mitte Juli begegnet unser äußerer Nachbarplanet Mars Aldebaran, dem Hauptstern des Stieres.

Das Sommerdreieck steht hoch im Süden

Drei Fixsterne bilden am abendlichen Sommerhimmel eine auffällige Konstellation. Man spricht vom Sommerdreieck. Im Juli steht das Sommerdreieck gegen Mitternacht hoch im Süden. Es ist gewissermaßen das Gegenstück zum Wintersechseck. Das Sommerdreieck setzt sich aus den Sternen Wega in der Leier, Deneb im Schwan und Altair im Adler zusammen.

Während Wega mit 25 Lichtjahren und Altair mit 16 Lichtjahren noch relativ nahe Sterne in der Sonnennachbarschaft sind, ist Deneb mit rund 2500 Lichtjahren der fernste Stern erster Größenklasse. Dass Deneb dennoch zu den hellsten Sternen am irdischen Nachthimmel zählt, liegt an seiner enormen Leuchtkraft. Dieser heiße, bläuliche Stern strahlt geschätzt 130.000-mal heller als unsere Sonne. Wäre unsere Sonne so weit entfernt wie Deneb, könnte man sie nur mit sehr großen Teleskopen sehen.

Deneb ist ein Teil des Sternbilds Schwan, der mit ausgebreiteten Schwingen durch die Milchstraße fliegt. Die Figur des Schwans wird durch ein großes Sternenkreuz dargestellt, zu dem man auch Kreuz des Nordens sagt.

Am westlichen Himmelsgewölbe befinden sich Arktur im Sternbild Bootes und Spica im Sternbild Jungfrau. Sie erinnern an vergangene Frühlingstage. Tief im Süden ist Antares zu sehen, der Hauptstern des Sternbilds Skorpion. Antares markiert das Herz des Skorpions. Von Antares trennen uns rund 550 Lichtjahre. Auffallend ist seine deutlich rote Färbung. Es ist ein sogenannter roter Überriesenstern. Stünde unsere Sonne in seinem Mittelpunkt, so läge die Erdbahn noch innerhalb des Antaresglobus. Antares hat 15-mal mehr Masse als unsere Sonne.

Vom Skorpion zieht sich die scheinbare Sonnenbahn durch den Schützen, der tief im Südosten aufgegangen ist. Mond und Planeten erreichen am abendlichen Sommerhimmel nur geringe Höhen, da sich die südlichen Partien des Tierkreises knapp über dem Horizont befinden.

Ein paar Sternschnuppen erscheinen am Himmel

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Das sommerliche Lichtband der Milchstraße steigt im Süden zwischen Skorpion und Schütze in Richtung Adler empor. Von hier aus geht die Milchstraße durch Schwan und Kassiopeia zum Nordhorizont, wo auch die helle Kapella im Fuhrmann funkelt. Allerdings ist die Milchstraße nur in wirklich dunklen Gegenden zu sehen, nicht aber von unseren Städten und Siedlungen mit viel künstlichem Licht aus. Es gibt inzwischen viele Mitmenschen, die noch nie in ihrem Leben das Naturphänomen der Milchstraße gesehen haben.

Die Meteore des Delta-Aquariidenstromes sind ab Mitte Juli am Morgenhimmel zu erwarten. Das Maximum der Juli-Aquariiden, wie sie auch genannt werden, ist am 30. Juli in den Stunden nach Mitternacht zu erwarten. Ihr Radiant liegt jedoch sehr weit südlich und sie sind zudem nicht besonders hell. Im letzten Julidrittel tauchen bereits die ersten Perseiden auf, die im August für eine rege Sternschnuppentätigkeit sorgen.

Am 14. Juli wird um 11.44 Uhr die Neumondphase erreicht. Einen Tag vorher kommt der Mond in Erdnähe, wobei er 359 112 Kilometer entfernt ist. Die Neumondphase und die fast gleichzeitige Erdnähe führen wieder zu Springfluten an Küsten.

Mond erreicht erdfernsten Bahnpunkt

Mit 405.548 Kilometern Distanz erreicht der Mond am 25. abends seinen erdfernsten Bahnpunkt. Vier Tage später, am 29. Juli tritt um 16:36 Uhr Vollmond ein. Der hellglänzende Mond steht dabei im Sternbild Steinbock.

Am 6. Juli erreicht die Erde gegen 19 Uhr ihren sonnenfernsten Punkt auf ihrer elliptischen Bahn. Ihr Abstand beträgt an diesem Tag rund 152 Millionen Kilometer vom Glutball Sonne. Das Sonnenlicht überbrückt die Strecke von der Sonne zur Erde in acht Minuten und 27 Sekunden. Damit ist es 17 Sekunden länger als Anfang Januar zu uns unterwegs, wenn die Erde ihre geringste Entfernung von der Sonne erreicht.

Der Hauptgrund für den Wechsel der Jahreszeiten und für den Sonnenhöchststand im Juni ist nicht die Entfernung der Erde zur Sonne, sondern die Neigung der Erdachse zur Umlaufbahn um die Sonne. Dadurch verändern sich im Jahresverlauf der Einfallswinkel des Sonnenlichts und die Tageslänge.

Die Sonne hat mit ihrem Abstieg zum Herbstpunkt am Himmelsäquator begonnen. Am 21. Juli verlässt sie die Zwillinge frühmorgens und wechselt in das Sternbild Krebs. Einen Tag später tritt sie zwei Stunden vor Mitternacht in das Tierkreiszeichen Löwe. Die Tageslänge schrumpft im Juli um rund eine Stunde, die Mittagshöhe der Sonne nimmt um fünf Grad ab.

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