Perseiden, Blutmond, Sonnenfinsternis: 3 Highlight im August | Weather.com
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3 Astro-Spektakel im August: Blutmond, Sonnenfinsternis und Perseiden

Der Himmel verwöhnt Sternenfreunde im August. Drei seltene astronomische Highlights zeigen. Los geht es mit der Sonnenfinsternis und Sternschnuppen.

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Bei der Sonnenfinsternis am Mittwochabend spielt in Deutschland das Wetter mit. Das Hoch Ralf sorgt für freien Blick auf den Himmel – zumindest überwiegend. Niederschläge gibt es abgesehen von einem sehr geringen Schauerrisiko in und an den Alpen landesweit keine. Lediglich in den Norden ziehen zum Abend ein paar hohe Schleierwolken, die die Sicht aber nur selten trüben.

Weitgehend freie Sicht gibt es auch auf den in der Nacht folgenden Sternschnuppenstrom der Perseiden - die dann ihr Maximum haben. Lediglich ganz im Norden, etwa von Schleswig-Holstein bis nach Mecklenburg-Vorpommern, halten sich Reuter zufolge noch ein paar hohe Schleierwolken.

Der Meteorstrom ist von 23:00 Uhr bis 4:00 Uhr morgens am besten zu beobachten, wobei Astronomen mit bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde rechnen. In diesem Jahr stört auch kein Mondlicht die Beobachtungen, denn es ist Neumond, wie bei jeder Sonnenfinsternis.

Partielle Sonnenfinsternis in Deutschland

Am Abend - je nach Ort in Deutschland - ab etwa 19:15 Uhr schiebt sich der Mond vor die Sonne und sorgt für eine partielle Sonnenfinsternis. Dabei werden rund 85 bis 90 Prozent der Sonne bedeckt sein. Das Maximum wird zwischen etwa 20:00 Uhr und 20:15 Uhr erwartet. Das Schauspiel endet mit Sonnenuntergang je nach Ort gegen 20:30 bis 21:00 Uhr. Da die Sonne sehr tief steht, benötigt man einen freien Blick nach Westen bis Nordwesten, am besten auf einer Anhöhe.

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Bei einer Sonnenfinsternis stehen Sonne, Mond und Erde exakt auf einer Linie. „Das heißt, der Mond schiebt sich zwischen uns auf der Erde und die Sonne und wirft dabei seinen Schatten auf die Erde“, erklärt Sonnenexperte Müller. Die bislang letzte totale Sonnenfinsternis, die europäisches Festland traf, war 1999 auch in Teilen Süddeutschlands und Österreichs zu sehen.

Kernschatten ist rasend schnell

Diesmal verläuft die totale Phase von Nordsibirien über die Arktis an Grönland und Island entlang und durchquert Spanien. „Der Kernschatten des Mondes rast dabei sehr schnell“, sagt Müller. Er brauche daher nur ungefähr anderthalb Stunden über diesen gesamten Pfad auf der Erdkugel. „Aber an einem einzelnen Ort ist diese Totalität relativ kurz bei dieser Sonnenfinsternis, so zwischen anderthalb Minuten auf Mallorca und maximal etwas über zwei Minuten westlich von Island.“

Infografik mit schematischer Darstellung einer Sonnenfinsternis, bei der Sonne, Mond und Erde mit eingezeichneten Schattenbereichen und erklärenden Texten illustriert sind.

Dabei sei eine Sonnenfinsternisbrille zwingend nötig. “Man sollte nicht denken, dass man mit normalen Sonnenbrillen in die Sonne gucken sollte, auch nicht mit irgendwie selbstgemachten Filtern wie alten Röntgenbildern oder Rettungsdecken“, sagt Müller.

Er schlägt vor, eine kleine Lochkamera zu bauen. Zudem bieten zahlreiche Planetarien und Sternwarten am Mittwochabend zur „Langen Nacht der Astronomie“ Beobachtungen der Sonnenfinsternis an.

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