Ökologisch wertvoll: Deswegen sterben die wichtigen Seegraswiesen ab | The Weather Channel
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Ökologisch wertvoll: Deswegen sterben die wichtigen Seegraswiesen ab

HANDOUT - 18.10.2013, Tansania, Sansibar: Eine Seegraswiese vor Sansibar. Seegraswiesen gibt es in den flachen Küstengewässer vieler Meere, sie sind eine Kinderstube für Fischarten. Doch der ständige Zufluss ungeklärter Abwässer zerstört die ökologisch wertvollen Wiesen. Foto: Dieuwke Hoeijmakers/Leibniz-Zentrum für Marine Tropenforschung/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit der aktuellen Berichterstattung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits +++ dpa-Bildfunk +++
Der ständige Zufluss ungeklärter Abwässer zerstört die ökologisch wertvollen Wiesen.
(Foto: Dieuwke Hoeijmakers/Leibniz-Zentrum für Marine Tropenforschung/dpa)

Seegraswiesen gibt es in den flachen Küstengewässern vieler Meere, sie sind eine Kinderstube für Fischarten. Doch der ständige Zufluss ungeklärter Abwässer zerstört die ökologisch wertvollen Wiesen. Wissenschaftler aus Bremen forschen dazu seit über zehn Jahren vor der chinesischen Tropeninsel Hainan.

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Nun haben sie ermittelt, ab welcher Belastung die Seegraswiesen absterben und verschwinden, wie das Leibniz-Zentrum für Marine Tropenforschung (ZMT) in Bremen mitteilte.

Belastung mit anorganischem Stickstoff

Die Insel Hainan im südchinesischen Meer ist bei Touristen beliebt. Es gibt dort auch viele Fischzuchtanlagen, vor allem für Garnelen und Zackenbarsche. Überschüssiges Futter und die Ausscheidungen der Tiere belasten das Abwasser der Aquakulturen stark mit anorganischem Stickstoff. Das Abwasser gelangt meist ungefiltert ins Meer.

Grenzwert: 112 Mikrogramm Stickstoff pro Liter Wasser

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„Es gelang uns erstmalig, einen Grenzwert der Stickstoffbelastung zu ermitteln, ab dem der Lebensraum Seegraswiese sich nicht mehr von diesem Umweltstress erholen kann und stirbt“, sagte der Biogeochemiker Tim Jennerjahn vom ZMT. Diese Konzentration liege bei 112 Mikrogramm gelöstem anorganischen Stickstoff pro Liter Wasser, der über einen Zeitraum von mindestens zehn Jahren einwirkt.

Schaden entsteht durch dauerhaft hohe Stickstoffbelastung

Über kurze Zeit vertrage das Seegras auch eine höhere Konzentration, erläuterte Jennerjahn der Deutschen Presse-Agentur. Der Schaden werde durch eine dauerhaft hohe Stickstoffbelastung angerichtet. Durch den Stickstoff wachsen kleine Algen auf dem Seegras und stören dessen Photosynthese.

Unter der chronischen Belastung hätten die Seegraswiesen in nur zehn Jahren 87 Prozent ihrer Biomasse verloren, erklärte die Biologin Esther Thomsen. Der Artenreichtum habe abgenommen.

Seegraswiesen reichern das Wasser mit Sauerstoff an

Seegras kommt auch an Nord- und Ostsee im Flachwasser vor. Weltweit sind den Angaben nach etwa 180.000 Quadratkilometer Meeresboden mit Seegras bedeckt. Die Wiesen reichern das Wasser mit Sauerstoff an und binden große Mengen des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2).

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