Von Blau zu Grün: Ozeane verändern ihre Farbe | Weather.com
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Von Blau zu Grün: Ozeane verändern ihre Farbe

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To track the changes in ocean color, scientists analyzed measurements of ocean color taken by the Moderate Resolution Imaging Spectroradiometer (MODIS) aboard the Aqua satellite, which has been monitoring ocean color for 21 years.

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NASA and Joshua Stevens, using Landsat data from the U.S. Geological Survey and MODIS data from LANCE/EOSDIS Rapid Response.

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CC BY-ND Foto: NASA and Joshua Stevens, using Landsat data from the U.S. Geological Survey and MODIS data from LANCE/EOSDIS Rapid Response.
Satellitenansicht eines Meeresabschnitts.
(dpa)

Die Weltmeere werden immer grüner, ergab eine neue Studie aus Großbritannien. Der Grund ist immer kleiner werdendes Plankton - und wahrscheinlich der Klimawandel.

Das National Oceanography Centre (NOC) aus Großbritannien stellte in einer neuen Studie fest, dass sich die Farbe des Ozeans stark verändert hat. Mehr als 55 Prozent der Weltmeere sind innerhalb von nur 20 Jahren deutlich grüner geworden. Die wissenschaftliche Studie erschien in der renommierten Fachzeitschrift „Nature“ – und folgert, dass der Klimawandel seine Finger im Spiel haben könnte.

P​lanktongemeinschaft ist ausschlaggebend

Bei einem Punkt sind sich die Forschenden einig: Der Grund für die Verfärbung des Wassers liegt an der geänderten Zusammensetzung des Planktons. Bei diesem handelt es sich um Kleinstlebewesen im Meer, die sich nicht selbst fortbewegen können, sondern von Strömungen transportiert werden. Sie stellen die Nahrungsgrundlage von vielen Tieren, wie zum Beispiel Heringen und Makrelen, dar.

N​ASA-Satellit erleichterte Arbeit

Laut der Wissenschaftler gibt es nun mehr kleines Plankton in den Weltmeeren und die Anzahl der großen Individuen hat sich verringert. Dies führt letztlich zu einer stärkeren Grünfärbung des Wassers. Für das menschliche Auge ist die Veränderung zwar nicht sichtbar – doch manche Satelliten können den Unterschied erspähen. Die Forscher stellten die Verfärbung durch den NASA-Satellit „Aqua“ fest, der mit einem hochmodernen Spektrometer ausgestattet ist und elektromagnetische Strahlung misst. Mit seiner Hilfe war es den Forschern möglich, die Informationen deutlich schneller zu verarbeiten.

K​leines Plankton speichert weniger CO2

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Warum sich die Farbe der Weltmeere gewandelt hat, ist noch nicht vollständig geklärt. Die Planktongemeinschaft könnte sich laut den Forschenden aufgrund der erhöhten Temperaturen des Meeres, sprich aufgrund des menschengemachten Klimawandels verändert haben. Dies könnte letztlich zu weitreichenden Folgen führen, denn kleines Plankton kann deutlich weniger CO2 speichern.

Noch geben die Wissenschaftler Entwarnung: Das Phänomen der Grünfärbung des Ozeans ist noch schlecht erforscht, dementsprechend gibt es nur vorläufige Ergebnisse und viele Unsicherheiten. Doch einiges deutet daraufhin, dass Meere in Zukunft wegen kleinerem Plankton weniger CO2 speichern könnten, was wiederum den Klimawandel intensiviert - ein Teufelskreis, aus dem man nur schwer entkommt.

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