Wie der einst weltgrößte Eisberg zerfällt | Weather.com
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Abschied von A23a: Wie der einst weltgrößte Eisberg zerfällt

Einst war es der mächtigste Eisberg der Welt, bald aber wird es A23a nicht mehr geben. Eine seltene Satelliten-Aufnahme hat Anzeichen für den Verlust des Riesen festgehalten.

Satelliten-Aufnahme des ehemals größten Eisbergs der Welt, Eisberg A23a: Die hellblauen Bereiche an der Oberfläche sind Becken von Schmelzwasser und sichtbare Anzeichen dafür, dass der Eisberg bald zerfallen wird.
(contains modified Copernicus Sentinel data (2025), processed by ESA/dpa )

Der drohende Zerfall des einst größten Eisberges der Welt A23a ist auf einer neuen Satelliten-Aufnahme festgehalten worden. Das Bild zeige die ersten Anzeichen dafür, dass der Eisberg sich bald vollständig auflösen werde, teilte die europäische Raumfahrtbehörde Esa mit. Dass das Bild einen klaren, wolkenfreien Blick ermögliche, sei ungewöhnlich.

Hellblau bedeutet, dass der Eisberg bald verschwinden wird

„Die hellblauen Bereiche, die auf seiner Oberfläche und auf den Eisbergen südlich von ihm sichtbar sind, sind Becken von Schmelzwasser, welche deutliche Zeichen des schnellen Verschwindens des Eisberges sind.“ Aufgenommen hat die Ansicht der Satellit Sentinel-2 des europäischen Erdbeobachtungsprogramms Copernicus.

Früher einmal 4000 Quadratkilometer groß

Der Eisberg A23a war mit einst der größte Eisberg der Welt. Mit rund 4000 Quadratkilometern war er ursprünglich rund viereinhalbmal so groß wie Berlin. 1986 vom antarktischen Festland – dem Filchner-Ronne-Schelfeis – abgebrochen, hing er jahrzehntelang am Meeresboden fest. Nachdem er sich im Jahr 2000 löste, blieb er lange in zirkulierenden Meeresströmungen gefangen und driftete im November 2023 rasch von den antarktischen Gewässern davon.

Schon drei Viertel seiner einstigen Größe verloren

Mittlerweile befindet sich der Eisriese im Südatlantik. Am 20. Dezember fing der Satellit ihn etwa 150 Kilometer nordwestlich der Insel Südgeorgien ein, umgeben von mehreren kleinen Eisbergen. Der Esa zufolge misst der frühere Gigant mittlerweile nur noch etwa 1000 Quadratkilometer. Er hat also bereits rund drei Viertel seiner einstigen Größe verloren.

Dass Eisberge, die so weit in den Norden gelangen, zerfallen, ist nicht ungewöhnlich und liegt an den wärmeren Meerestemperaturen und Wetterbedingungen. Laut der Esa ist A23a auf Kurs zu noch wärmeren Gefilden. Bald werde es das Schicksal anderer Eisberge teilen, die in diesen Gewässern zerfallen sind.

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