"Super-El-Niño" 2026: Meteorologen warnen vor Prognosen | Weather.com
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Klimamodelle senden Alarm, doch Super-El-Niño bleibt riskantes Ratespiel

Aktuell kursieren zahlreiche Szenarien zu einem Super-El-Niño. Doch Meteorologen warnen vor überzogenen Erwartungen.

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Ob ein heißer und trockener Sommer bevorsteht, ist derzeit noch offen. Im Zusammenhang mit einem möglichen „Super-El-Niño“ werden aktuell zahlreiche Prognosen veröffentlicht, teils mit deutlichen Wetterextremen. Der australische Wetterdienst warnt jedoch davor, sich auf diese Vorhersagen zu stark zu verlassen.

Zwar deuten Klimamodelle darauf hin, dass sich im Laufe des Jahres ein El Niño entwickeln könnte. Doch gerade jetzt sind solche Prognosen aufgrund der Umstellung der Atmosphäre auf der Südhalbkugel typischerweise weniger sicher. Die Südhalbkugel befindet sich derzeit im Herbst und in dieser Zeit schwächen sich die Temperaturunterschiede im Pazifik ab, das Klimasystem befindet sich gewissermaßen in einem Übergangszustand. Das macht es deutlich schwieriger, verlässliche Aussagen über die kommenden Monate zu treffen.

Klimamodelle zeichnen Trends

Für den Zeitraum von Mai bis Juli gibt es Hinweise auf trockenere Bedingungen in Teilen Ost- und Südwestaustraliens. Doch auch solche Trends sind keine Garantie für die tatsächliche Entwicklung. Denn selbst wenn sich ein El Niño bildet, bedeutet das nicht automatisch extreme Hitze oder Dürre. Die Auswirkungen können stark variieren und fallen nicht immer so aus wie erwartet.

Genau deshalb warnen Experten davor, einzelne Szenarien zu früh als sicher zu betrachten. Denn Klimamodelle liefern keine sicheren Prognosen, sondern sind als mögliche Trends zu betrachten. Je weiter Prognosen in die Zukunft reichen, desto größer ist die Prognoseunsicherheit. Das gilt besonders für komplexe Klimaphänomene wie El Niño.

El Niño in Europa im Winter spürbar

Zum Jahresende ist auch ein Super-El-Niño möglich. Damit ist ein besonders stark ausgeprägtes El-Niño-Ereignis gemeint, das weltweit deutliche Wetteranomalien auslösen könnte. Noch ist jedoch völlig offen, ob sich ein solch intensives Szenario tatsächlich entwickelt. Während Europa die Folgen vor allem im Winter spüren würde, träfe es Australien mitten im Sommer besonders direkt. Gerade dort hätte ein solches Szenario daher deutlich größere Bedeutung für Hitze, Trockenheit und Wasserverfügbarkeit als in Europa.

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