Kinder, Eltern, Lagerkoller: So beschäftigt man die Kleinen richtig | The Weather Channel
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Kinder, Eltern, Lagerkoller: So beschäftigt man die Kleinen richtig

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Auf der ganzen Welt laufen die Bemühungen auf Hochtouren, die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 zu verlangsamen und die Ansteckungsrate mit der Atemwegserkrankung Covid-19 so weit wie möglich einzudämmen.

Vielerorts gehen diese Bemühungen mit drastischen sozialen Einschränkungen einher und sind daher gerade für die Jüngsten häufig folgenschwer.

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„Die langfristigen Konsequenzen für das Wohlbefinden von Kindern auf der ganzen Welt sind derzeit noch nicht abzusehen – wir erwarten aber, dass sie gravierend sein werden“, warnt Rudi Tarneden vom Deutschen Komitee für das UN-Kinderhilfswerk UNICEF.

Zunahme von häuslicher Gewalt

Kinderschutzexperten machen sich neben den negativen Folgen durch den vielerorts eingestellten Schulunterricht beispielsweise auch Sorgen um die Zunahme von häuslicher Gewalt.

Ebenso könnten die wirtschaftlichen Probleme infolge der Corona-Krise auf die Kinder auswirken – das hat Tarneden zufolge bereits die Finanzkrise von 2008 gezeigt, in deren Folge sich der Anteil der Kinder, die in Armut lebten, deutlich erhöhte.

Strukturierte Abläufe

Eine tägliche wiederkehrende Herausforderung dürfte in vielen Familien darüber hinaus die Gestaltung des drastisch veränderten Alltags sein. Viele Eltern arbeiten von zuhause aus, und wegen der geschlossenen Schulen und Kitas bleiben auch die Kinder in aller Regel zuhause.

Besonders in beengten Wohnverhältnissen kann diese Situation schnell zu Stresssituationen und gesteigerten Spannungen führen. Verschärft wird die Lage durch den Wegfall alternativer Beschäftigungsmöglichkeiten wie etwa Spielplatz, Schwimmbad, Museum oder Zoo.

In dieser Situation kommt es wesentlich auf eine gute Begleitung durch die Erziehungsberechtigten an, sagt Rudi Tarneden. Hilfreich sei, wenn sich beide Elternteile miteinander organisieren und eine klare Tagesstruktur mit festen Zeiten und eindeutigen Zuständigkeiten schaffen.

So könne ein Elternteil sich beispielsweise um Aktivitäten wie Spielen oder Basteln kümmern, während der andere Sport und Mahlzeiten organisiert.

Verstärkte Mitarbeit im Haushalt

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„Darüber hinaus bietet sich in dieser Situation die verstärkte Mitarbeit der Kinder im Haushalt an“, sagt der UNICEF-Experte. So fänden Kinder beispielsweise in der Regel Freude oder sogar Erfüllung, wenn sie beim Kochen helfen oder auf jüngere Geschwister aufpassen können, weil sie das Gefühl haben, damit zur Bewältigung der aktuellen Ausnahmesituation beizutragen.

So viele Bewegungsangebote wie möglich machen

Trotz – oder gerade wegen – der eingeschränkten Bewegungsfreiheit sollten Eltern ihren Kindern außerdem so viele Bewegungsangebote wie möglich machen, und das im Idealfall an der frischen Luft.

„Kinder leben und lernen in Bewegung“, erklärt Tarneden. „Gerade bei Jüngeren ist die Motorik alles.“ Ein Mangel an Bewegung führt auf der anderen Seite zu negativen Auswirkungen auf das körperliche und seelische Wohlbefinden – das wissen Erwachsene, die auf ihren regelmäßigen Sport verzichten genauso wie Eltern, die mit ihren Kindern schon einmal einen ganzen Tag drinnen verbracht haben.

Soziale Kontakte aufrechterhalten

Eine zusätzliche Belastung für Kinder ist die Unterbrechung ihrer wichtigen sozialen Kontakte infolge der bestehenden Kontaktverbote – zum Beispiel zu Großeltern und Gleichaltrigen.

Doch bei der gebotenen Distanz geht es ja vor allem um den räumlichen Abstand. Der Austausch mit Spielgefährten oder Großeltern über Videochats und Kurznachrichtendienste ist trotzdem jederzeit möglich.

Vertreter der älteren Generationen dürften sich zudem besonders über altmodische Grüße per Brief oder Postkarte freuen.

Sorgen ernst nehmen

Eltern sollten darauf achten, wie die intensive Medienberichterstattung über die Corona-Krise auf ihre Kinder wirkt. Wer bei ihnen Ängste, Sorgen oder Verunsicherung bemerkt, sollte diese ernst nehmen und ansprechen.

Verschweigen, Abwiegeln oder Beschönigen ist eher kontraproduktiv. Stattdessen sollte man offen, ehrlich und altersgerecht mit seinen Kindern über das Thema sprechen und ihnen helfen, die entsprechenden Informationen einzuordnen.

Das gilt Rudi Tarneden zufolge übrigens auch unabhängig von der aktuellen Krise: „Wer einen guten und ehrlichen Kontakt zu seinen Kindern pflegt, der kann damit auch durch viele andere schwierige Situationen hindurchkommen“, sagt der UNICEF-Experte.

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