Virtuelle Reise: Was wir von den glücklichsten Ländern in Krisenzeiten lernen können | The Weather Channel
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Virtuelle Reise: Was wir von den glücklichsten Ländern in Krisenzeiten lernen können

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Virtuelle Reise durch Finnland

Es mag zunächst unpassend anmuten, in Zeiten der Corona-Pandemie über Glück zu sprechen – vielleicht ist es aber gerade jetzt wichtiger denn je. Denn nicht nur Krankheiten sind ansteckend - Glück und Freude sind es auch. Was wir von den glücklichsten Völkern der Welt in schweren Zeiten lernen können.

Zum dritten Mal in Folge ist Finnland auf dem ersten Platz

Glaubt man dem „World Happiness Report“ leben die glücklichsten Menschen der Welt in Finnland. Das skandinavische Land belegt nun schon das dritte Jahr in Folge den ersten Platz. Mit Ausnahme von Neuseeland finden sich in den Top Ten nur europäische Länder. Während Deutschland auf der Glücksskala weiterhin auf Platz 16 stagniert, hat unser Nachbarland Schweiz im Vergleich zum Vorjahr drei Plätze gut gemacht und es an die dritte Stelle geschafft.

Wie lässt sich Glücklichsein messen?

Was bedeutet Glücklichsein und kann man so ein individuelles Gefühl überhaupt messen? Über diese Frage diskutiert die Forschergemeinde zwar noch. Dennoch ist der „World Happiness Report“ der UN ein interessanter Ansatz. Ob man es nun Glück, Wohlbefinden oder Zufriedenheit nennen will, die Forscher des UN-Netzwerks „Lösungen für eine nachhaltige Entwicklung“ untersuchen seit 2012 jährlich anhand von 6 Faktoren die Lebensqualität in über 150 Ländern.

Neben wirtschaftlichen Faktoren wie dem Bruttoinlandsprodukt pro Kopf, spielen Großzügigkeit, Fürsorge, Lebenserwartung und die Freiheit, eigene Lebensentscheidungen zu treffen, eine große Rolle. Auch Vertrauen in die Regierung und die Behörden tragen zum Wohlbefinden der Menschen bei.

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Suche nach konstruktiven Lösungsansätzen in Krisenzeiten

Die Autoren der Studie kommen zu dem Schluss, dass Gemeinschaften und Völker, die ein hohes Maß an sozialem Vertrauen leben, besser gewappnet seien für Krisensituationen, wie Naturkatastrophen oder Wirtschaftskrisen. Dieses Wissen, dass man sich auf die Menschen und die Behörden verlassen könne, erleichtere die Krisenbewältigung - besonders für jene, die am bedürftigsten seien.

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Glückliche Gesellschaften suchen in Zeiten der Not demnach gemeinschaftlich nach konstruktiven Lösungsansätzen. Es gehe um Kooperation und darum, gemeinsam den Schaden so gering wie möglich zu halten und nach Wegen zu suchen, sich nach der Krise ein neues und besseres Leben aufzubauen.

Von der atomisierten Gesellschaften hin zur solidarischen

Es ist gerade der Gemeinschaftssinn, der Gesellschaften durch schwierige Zeiten trägt: „Um durch die Corona-Krise zu kommen, müssen wir ein hohes Maß an sozialer Verantwortung leben“, erklärt der Glücksforscher und emeritierte Ökonomieprofessor Richard Layard in der britischen „Guardian“.

Während die einen in Hausquarantäne bleiben müssen, brauche es andere, die sie unterstützen. „Meine Hoffnung ist, dass die Corona-Krise einen Anstoß dafür liefert, dass sich atomisierte Gesellschaften hin zu solidarischen zu entwickeln.“

Besitz allein macht nicht glücklich - doch Armut macht unglücklich

Der „World Happiness Report“ zeigt, dass Besitz allein nicht glücklich macht. Doch umgekehrt macht Armut unglücklich. „Wer nicht weiß, wie er die eigenen Kinder ernähren kann, oder ob er morgen noch ein Dach über dem Kopf haben wird, ist tendenziell deutlich weniger glücklich, als Menschen, die diese Sorgen nicht haben“, sagt die Institutsleiterin der Deutschen Gesellschaft für Positive Psychologie (DGPP), Judith Mangelsdorf gegenüber Associated Press.

Allerdings mache mehr Geld nur bis zu dem Punkt auch glücklicher, bis unsere Grundbedürfnisse gedeckt sind. Sobald Menschen über ein gewisses Jahreseinkommen verfügen, lässt sich das Glücksempfinden nicht mehr steigen.

Die glücklichsten Länder haben eins gemein

Und eben diese Dinge machen die Siegerländer aus. Vor allem die nordischen Gesellschaften streben nach sozialer Gerechtigkeit. Neben geringen Einkommensunterschieden, verfügen diese Länder auch über gute Gesundheits- und Bildungssysteme.

Doch die glücklichsten Länder der Welt haben noch etwas anderes gemein, das sich ebenfalls aufs Wohlbefinden auswirkt - nämlich atemberaubende Landschaften. All jene, gern wegfahren möchten, oder die ihren Urlaub storniert haben, nehmen wir auf eine virtuelle Reise in die fünf glücklichsten Länder der Welt mit.

„World Happiness Report“: Die 20 glücklichsten Länder der Welt im Jahr 2020

1. Finnland, 2. Dänemark, 3. Schweiz, 4. Island, 5. Norwegen, 6. Niederlande, 7. Schweden, 8. Neuseeland, 9. Luxemburg, 10. Österreich, 11. Kanada, 12. Australien, 13. Großbritannien, 14. Israel, 15. Costa Rica, 16. Irland, 17. Deutschland, 18. USA, 19. Tschechische Republik, 20. Belgien

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