Überraschungfund: Rätselhafte Schächte bei Stonehenge entdeckt | The Weather Channel
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Überraschungfund: Rätselhafte Schächte bei Stonehenge entdeckt

Die Vermessung des Untergrunds mit geophysikalischen Methoden ermöglicht großflächige archäologische Untersuchungen ohne Ausgrabungen. Das Bild zeigt Messungen im Rahmen eines früheren Projekts bei Stonehenge.
(ZAMG)

Unglaubliche Entdeckung bei Stonehenge: In der Nähe der Steine wurde eine mehr als 4500 Jahre alte Kreisanlage gefunden. Der Durchmesser der Anlage beträgt mehr als zwei Kilometern. Sie besteht aus über 20 Schächten, die je einen Durchmesser von zehn Metern haben. Und die Archäologen haben auch schon verschiedene Theorien, was ihre Bedeutung angeht.

Großangelegte Bauten entdeckt

Neben dem allseits bekannten Steinkreis gibt es auch noch einige andere Monumente, auch „Henges“ genannt. Diese Henges stammen aus der Jungsteinzeit. Sie bestehen aus runden oder ovalen Flächen, die von einem Erdwall und einem Graben umgeben sind und im inneren Bereich oft auch Steinkreise haben.

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Im Zuge des Forschungsprojekts wurden nun Nahe Stonehenge großangelegte prähistorische Bauten entdeckt. Bei einer anschließenden Analyse des Bodens traten über 20 massive prähistorische Schächte ans Licht. Jeder Schacht hat dabei einen Durchmesser von über zehn Metern und ist fünf Meter tief. Insgesamt bilden sie einen Kreis mit einem Durchmesser von über zwei Kilometern.

Die orangen Punkte markieren Positionen der Schächte, die in einem Kreis mit mehr als zwei Kilometern Durchmesser den Henge von Durrington Walls (Nähe Stonehenge, Großbritannien) umschließen.
(Stonehenge Hidden Landscapes Project )

Grenze zu einem heiligen Gebiet?

Unter anderem gelang die Entdeckung durch den Einsatz von Bodenradar und Magnetfeldmessungen. Dadurch konnten archäologische Untersuchungen vorgenommen werden, ohne zu graben.

Laut den Analysen sind die Schächte mehr als 4500 Jahre alt. Doch der Grund für ihre Errichtung bleibt weiter im Verborgenen. Ersten Einschätzungen der Forscher zufolge könnten sie als eine Art Grenze zu einem heiligen Gebiet gedient haben.

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In der Jungsteinzeit hatten sich die ersten Bauern in Großbritannien angesiedelt. Und auch in dieser Zeitspanne entstanden viele dieser Bauten und Anlagen. Und eben auch der Steinkreis in Stonehenge.

Methode zur Vermessung?

Doch die neu entdeckte Kreisanlage lassen auch noch einen anderen Schluss zu: Sie könnte auch als Methode zur Vermessung über relativ große Distanzen gedient haben. Dafür spricht der Abstand von etwa 800 Metern zu dem prähistorisches Denkmal "Larkhill Causewayed Enclosure", das über 1500 Jahre vor dem Henge in Durrington errichtet wurde.

Das archäologische Team hat aber auch noch eine andere Vermutung, was es mit der Schachtanlage auf sich haben könnte: Den Forschern zufolge spreche die aufwändige Bauweise dafür, dass zwischen den verschiedenen Anlagen eine kosmologische Verbindung bestand. Die Schächte könnten gegraben worden sein, um eine heilige Grenze zu markieren.

An dem internationalen archäologischen Projekt waren auch Teams vom Ludwig Boltzmann Institute for Archaeological Prospection aus Österreich und der Abteilung für Angewandte Geophysik der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) beteiligt. Im Zuge dieses Projekts wurden die Schachtkreise in der Nähe von Stonehenge entdeckt.

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