Trauriger Rekord: 155 Millionen Menschen hungern weltweit – schuld ist auch das Wetter | The Weather Channel
Advertisement
Advertisement

Trauriger Rekord: 155 Millionen Menschen hungern weltweit – schuld ist auch das Wetter

Stephen Mudoga, 12, the son of a farmer, tries to chase away a swarm of locusts on his farm as he returns home from school, at Elburgon, in Nakuru county, Kenya Wednesday, March 17, 2021. It's the beginning of the planting season in Kenya, but delayed rains have brought a small amount of optimism in the fight against the locusts, which pose an unprecedented risk to agriculture-based livelihoods and food security in the already fragile Horn of Africa region, as without rainfall the swarms will not breed. (AP Photo/Brian Inganga)
Seit über zwei Jahren gefährdet eine beispiellose Heuschreckenplage die Nahrungssicherheit vor allem in Ostafrika. Die Invasion wurde im Jahr 2018 durch einen Wirbelsturm ausgelöst
(AP Photo/Brian Inganga)

Die Zahl der Menschen, die in Krisenländern nicht genug zu essen haben oder sogar hungern, hat nach Angaben der Vereinten Nationen ein Fünf-Jahres-Hoch erreicht.

Gewaltsame Konflikte, wirtschaftliche Krisen, die Corona-Pandemie sowie extreme Wetterereignisse haben 2020 rund 155 Millionen Menschen in eine akute Ernährungsunsicherheit getrieben, wie die UN-Welternährungsbehörde FAO in Rom am Mittwoch warnte. Das seien etwa 20 Millionen Menschen mehr als im Vorjahr.

„Konflikte und Hunger verstärken sich gegenseitig“

Diese Zahlen gehen aus dem neuen Bericht über globale Lebensmittelkrisen und Hunger hervor, den ein internationales Bündnis der UN, der EU sowie von Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen vorgelegt hat. Betroffen seien Menschen in 55 Ländern beziehungsweise Territorien, die dort 2020 nicht ausreichend Essen für den Erhalt ihrer Gesundheit hatten.

Bleiben Sie immer informiert und laden Sie sich die kostenlose Weather-Channel-App herunter

Advertisement

„Konflikte und Hunger verstärken sich gegenseitig. Wir müssen Hunger und Konflikte gemeinsam bekämpfen, um beides zu stoppen“, forderte UN-Generalsekretär António Guterres in dem Bericht.

Nahrungsnot schädigt Kinder schon zu ihrem Lebensstart

Die FAO mit Sitz in Rom und die Mitautoren des Reports sprachen von einem „besorgniserregenden Trend“: „Die akute Ernährungsunsicherheit hat seit 2017 - der ersten Ausgabe des Berichts - ihren kontinuierlichen Anstieg fortgesetzt.“

Hart betroffen waren etwa Burkina Faso und der Südsudan in Afrika sowie der Jemen. Auch die Lage in Afghanistan, Syrien und Haiti gebe Anlass zu großer Sorge. Insgesamt zeige der Bericht, dass viele Kinder schon am Start ihres Lebens durch Nahrungsnot geschädigt würden: In den 55 erfassten Regionen seien rund 90 Millionen Kinder unter fünf Jahren deutlich zu klein oder zu dünn, hieß es.

Das könnte Sie auch interessieren:

Keine Unwetterpause: Gewitter und Hagel am Mittwoch – doch dann kommt der Hitzeknaller

Advertisement