Nach regnerischem Sommer: Pilzbefall nach beeinträchtigt Apfelernte | Weather.com
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Nach regnerischem Sommer: Pilzbefall nach beeinträchtigt Apfelernte

07.09.2021, Rheinland-Pfalz, Mülheim-Kärlich: Obstbaumeister Tim Kreuter prüft den Reifegrad eines Apfels der Sorte Jonagold. Aufgrund der niedrigen Temperaturen im Sommer liegt die Apfelreife rund zwei Wochen hinter den üblichen Erntezeiten. (Zu dpa: Regen nervt manche Obstbauern - dennoch gute Apfelernte erwartet) Foto: Thomas Frey/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Rheinland-Pfalz, Mülheim-Kärlich: Obstbaumeister Tim Kreuter prüft den Reifegrad eines Apfels der Sorte Jonagold. Aufgrund der niedrigen Temperaturen im Sommer liegt die Apfelreife rund zwei Wochen hinter den üblichen Erntezeiten.
(Thomas Frey/dpa )

Die Obstbauern in Rheinland-Pfalz erwarten eine von Pilzbefall etwas verringerte Apfelernte. Der häufige Regen in diesem Jahr habe den reifenden Äpfeln mancherorts Pilzkrankheiten beschert, sagte der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Obstbau des Bauern- und Winzerverbands Rheinland-Nassau, Norbert Schäfer, der Deutschen Presse-Agentur. „Im langjährigen Durchschnitt wird die Apfelernte daher diesmal bundesweit etwa fünf Prozent weniger sein“, erklärte er. Die Obstbauern hätten „punktgerecht“ Pflanzenschutzmittel spritzen müssen.

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Die Apfelernte begann in diesem Sommer in Rheinland-Pfalz Schäfer zufolge witterungsbedingt auch rund drei Wochen später als in den vergangenen sonnenreicheren Jahren. Frühe Sorten seien von August an gepflückt worden, nun stehe die Ernte von „mittleren Sorten“ wie Elstar, Gala und Cox Orange an. Mit den späten Sorten könne sich die Apfelernte bis Ende Oktober oder Anfang November hinziehen.

Angst vor Hagel: „Das Wetter muss mitspielen“

Der Vorsitzende des Obstrings Koblenz, Thomas Kreuter, sagte, das Wetter der vergangenen Tage mit relativ kühlen Nächten und sehr sonnigen Tagen sei ideal für Äpfel gewesen: „Da kriegen sie schöne Farbe.“ Schäfer ergänzte: „Die Verbraucher können sich auf tolle Vitaminbomben freuen.“ Kreuter betonte allerdings, auch in den kommenden Wochen müsse das Wetter mitspielen. Beispielsweise dürfe es nicht hageln. In der Gemeinde Grafschaft ganz im Norden von Rheinland-Pfalz habe es „deshalb schon Ausfälle gegeben“.

Äpfel sind die bedeutendste Baumobstart in Rheinland-Pfalz. Dem Statistischen Landesamt in Bad Ems zufolge werden sie auf fast 1400 Hektar angebaut. Für das vergangene Jahr gingen die Statistiker im September 2020 von einer landesweiten leicht überdurchschnittlichen Apfelernte von rund 26.400 Tonnen aus. Neuere Zahlen liegen noch nicht vor.

Statistisches Bundesamt: Deutsche Apfelernte fällt bundesweit kleiner aus

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Insgesamt fällt die Apfelernte in Deutschland in diesem Jahr etwas kleiner aus als zuletzt. Die Erzeuger erwarten eine Menge von rund 937.000 Tonnen, wie das Statistische Bundesamt Mitte August berichtete. Das wären 87.000 Tonnen oder 8,5 Prozent weniger als im vergangenen Jahr und auch 2 Prozent weniger als der zehnjährige Durchschnitt.

Äpfel sind das wichtigste Baumobst in Deutschland und werden auf einer Fläche von knapp 34.000 Hektar angebaut. Die wichtigsten Gebiete sind am Bodensee in Baden-Württemberg, im Alten Land in Niedersachsen und in Sachsen. Hier werden zusammen rund 72 Prozent aller Äpfel in Deutschland geerntet.

Auch bei den Pflaumen und Zwetschen ist Baden-Württemberg das wichtigste Gebiet. Mit 34.000 Tonnen wird die gesamtdeutsche Ernte in diesem Jahr aber mit einem Minus von 27 Prozent deutlich kleiner als im Jahr 2020, das genau im langjährigen Mittel lag. Grund sind ungünstige Witterungsbedingungen und der Umstand, dass Pflaumenbäume alternierend nur alle zwei Jahre eine große Ernte bringen.

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