Bericht: Fehlender Wasserzugang trifft Frauen härter | Weather.com
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Bericht: Fehlender Wasserzugang trifft Frauen härter

Mehr als zwei Milliarden Menschen weltweit haben keinen sicheren Zugang zu Wasser. Frauen und Mädchen trifft das laut einem Bericht besonders hart. Warum?

22.03.2023, Indien, Hyderabad: Eine Frau befüllt in einem Slum am Weltwassertag Kanister mit Wasser aus einem öffentlichen Wasserhahn. Foto: Mahesh Kumar A./AP/dpa
22.03.2023, Indien, Hyderabad: Eine Frau befüllt in einem Slum am Weltwassertag Kanister mit Wasser aus einem öffentlichen Wasserhahn.
(Foto: Mahesh Kumar A./AP/dpa )

Frauen und Mädchen leiden einem Bericht zufolge stärker unter fehlendem sicherem Wasserzugang. Insgesamt 2,1 Milliarden Menschen haben laut Vereinten Nationen keinen sicheren Zugang zu Trinkwasser. Zumeist liege die Verantwortung, Wasser zu holen, dann bei den Frauen, heißt es im Weltwasserentwicklungsbericht der UN. In ländlichen Gegenden seien sie in 70 Prozent der Haushalte ohne Anschluss fürs Wasserholen zuständig.

Das Wasserholen trifft Frauen und Mädchen dabei doppelt. Zum einen setzt es sie physischer Belastung und dem Risiko, beim Wasserholen sexuell belästigt zu werden, aus. Zum anderen nimmt es Zeit, die sonst zum Lernen, Lohnarbeiten oder für Freizeit genutzt werden könnte. Dem Bericht zufolge verbringen Frauen und Mädchen weltweit zusammengerechnet 250 Millionen Stunden am Tag damit, Wasser zu holen.

Frauen sind strukturell benachteiligt

Auch unzureichende Sanitäranlagen treffen Mädchen und Frauen stärker. Fehlen Wasser und Toiletten, bleiben Mädchen während ihrer Periode oft zu Hause anstatt zur Schule zu gehen, heißt es in dem Bericht. Demnach verpassten zwischen 2016 und 2022 mehr als zehn Millionen Jugendliche zwischen 15 und 19 Jahren in 41 Ländern Schule, Arbeit oder soziale Aktivitäten während ihrer Periode. Ein sicherer Wasserzugang in oder bei schulischen Sanitäranlagen sei daher wichtig, um Mädchen den Schulbesuch zu ermöglichen.

Die UN mahnt an, dass Frauen zwar häufiger Verantwortung für Trinkwasser tragen, aber deutlich seltener als Männer an Entscheidungen um Wasser beteiligt sind. Auch weil der Zugang zu Wasser oft an Landrechte geknüpft sei und Männer häufig über mehr Land verfügten, seien Frauen beim Wasserzugang teils allein schon strukturell im Nachteil.

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