„Fressmaschine“ auf dem Vormarsch: Laubfrosch bedroht die Artenvielfalt in Australien | The Weather Channel
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„Fressmaschine“ auf dem Vormarsch: Laubfrosch bedroht die Artenvielfalt in Australien

Der Laubfrosch Litoria cyclorhynchus ist in Australien auf dem Vormarsch.
(UniSA/Christine Taylor)

Insekten, Spinnen, Mäuse, Geckos und Jungfrösche anderer Arten, wenn es um die Auswahl seiner Mahlzeiten geht, ist der Laubfrosch Litoria cyclorhynchus nicht wählerisch.

Wie gefräßig der Frosch ist, das haben Biologen der University of South Australia untersucht und ihre Ergebnisse im Fachmagazin Australian Journal of Zoology veröffentlicht.

Beute aus 200 verschiedenen Tieren

Für die Studie haben die Biologen den Mageninhalt von 75 Fröschen aus drei verschiedenen Lebensräumen untersucht. Das Ergebnis: Mindestens sechs halbverdaute Beutetiere waren durchschnittlich im Mageninhalt jedes Frosches zu finden. Beute aus 200 verschiedenen Tierarten fand sich im Verdauungstrakt der Tiere.

Der braune Laubfrosch mit den auffallend gelben Punkten an den Innenseiten seiner Schenkel und den grünen Flecken am Rücken, hat dagegen keine natürlichen Fressfeinde. Und er verbreitet sich rasant.

Robust und wanderlustig

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War er einst nur im äußersten Südwesten des Kontinents beheimatet, erstreckt sich sein Habitat nun bereits über 2000 Kilometer weit.

In Streaky Bay, einer Bucht auf der Eyre-Halbinsel Südaustraliens gibt es bereits Tausende dieser Laubfrösche.

Litoria cyclorhynchus ist sehr robust was Salz und Hitze anbelangt und könnte die ökologische Landschaft stark verändern. Die Gefahr besteht, dass heimische Vögel, Reptilien und Säugetiere bei der Nahrungsverteilung das Nachsehen haben und verdrängt werden.

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