Frühwarnsystem für den Eichenprozessionsspinner | Weather.com
Advertisement
Advertisement

Frühwarnsystem für den Eichenprozessionsspinner

Die Raupen fressen Bäume kahl, die Brennhaare der Larven können Haut- und Atemwegsreizungen verursachen. Mit einem Tool lässt sich regional prüfen, wie groß die Gefahr gerade ist.

Raupen des Eichenprozessionsspinners sind auf einem Ast zu sehen. Der Eichen-Prozessionsspinner (Thaumetopoea processionea) ist ein Schmetterling aus der Familie der Zahnspinner, die Brennhaare der Raupe können beim Menschen eine Raupendermatitis auslösen.
(Philipp von Ditfurth/dpa)

Der Eichenprozessionsspinner gefährdet Bäume und kann bei Menschen schwere allergische Reaktionen auslösen - zur Abschätzung der Gefahr gibt es nun ein bundesweites Frühwarnsystem. Das Online-Tool "PHENTHAUproc" liefert auch Anhaltspunkte, wann welche Gegenmaßnahmen sinnvoll sind.

Das Auftreten des Eichenprozessionsspinners in Mitteleuropa nimmt infolge der Klimaänderung seit Anfang der 1990er Jahre stark zu. Die Raupen fressen Bäume kahl, wodurch diese geschwächt und leichter Opfer anderer Schädlinge oder ungünstiger Umweltbedingungen werden. Stark betroffene Eichen drohen abzusterben.

Die Brennhaare der Larven bedeuten zudem ernsthafte gesundheitliche Gefahren für Mensch und Tier. Sie können heftige Haut- und Atemwegsreizungen bis zum allergischen Schock verursachen.

Informationen zu Entwicklungsstadien und Blattaustrieb

Advertisement

"PHENTHAUproc" wurde von der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg und der Universität für Bodenkultur Wien entwickelt. Bereitgestellt wird der Internetdienst vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach.

Basis sind Temperaturdaten. Daraus wird tagesaktuell - mit einer Prognose bis sieben Tage im Voraus - die phänologische Entwicklung abgeleitet. Zu sehen sind die Entwicklungsstadien des Eichenprozessionsspinners und der Austrieb seiner Wirtsbaumart, der Stieleiche.

"Das digitale Informationssystem dient der praktischen Anwendung sowohl im Pflanzenschutz als auch im Gesundheitsschutz für Mensch und Tier", so der DWD. Es besteht aus mehreren Modellen für die Entwicklungsstadien des Schädlings und den Eichenaustrieb.

Advertisement