Zehn seltene Affen im Zoo Zürich getötet | Weather.com
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Zehn seltene Affen im Zoo Zürich getötet

Wegen Platzmangels und Unruhen: Im Zoo Zürich wurden zehn Dscheladas eingeschläfert. Die extrem spezialisierte äthiopische Affenart gilt als potenziell gefährdet.

Betäubt und eingeschläfert: Der Zoo Zürich hat zehn Dscheladas-Affen getötet.
(Michael Buholzer/KEYSTONE/dpa)

Im Zoo Zürich wurden zehn Tiere einer seltenen Affenart getötet. Der Grund: Die Gruppe sei zu groß geworden, teilte der Zoo mit. Es sei leider nicht gelungen, Plätze in anderen Einrichtungen für die Dscheladas zu finden. Dieses Artenmanagement sei nötig, um langfristig zur Stabilität der Population beizutragen. Die aus der Gruppe entfernten Tiere seien betäubt und eingeschläfert worden.

Unruhen und Auseinandersetzungen

Die sonst nur im Hochland von Äthiopien verbreiteten Dscheladas leben im Zoo in Zürich in vier Harems aus meist miteinander verwandten Weibchen, ihrem Nachwuchs und einem dominanten Männchen. Zusammen umfasste der Clan zuletzt 48 Tiere. Das sei zu viel gewesen, es sei immer öfter zu Auseinandersetzungen und Unruhen gekommen. „Eine solche Gruppendynamik wirkt sich immer negativ auf das Wohl aller Tiere aus und darf kein Dauerzustand sein“, sagte Zoodirektor Severin Dressen.

Die Hauptnahrung der Dscheladas ist Gras

Tierschutzorganisationen stufen die Art der Dscheladas als potenziell gefährdet ein. Die Affen sind reine Bodenbewohner und die einzigen Primaten, die sich größtenteils von Gras und Grassamen ernähren. Ihre Population wird vor allem durch den Verlust ihres Lebensraums bedroht. Zudem wegen Dscheladas aber auch wegen ihres Fleisches gejagt.

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